Franz Steer
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Starbulls-Trainer Franz Steer.

„Das Bietigheimer Geweine ist peinlich!“

  • Martin Weidner
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Bietigheim – Franz Steer brauchte nach dem 2:3 am Abend ein paar Minuten, um sich zu beruhigen. Dann aber holte er vor der Starbulls-Kabine zum verbalen Gegenschlag gegen die Steelers aus.

Diese, allen voran deren kanadischer Trainer Kevin Gaudet, hatten in den vergangenen Tagen in der Presse immer wieder provoziert und gejammert, dass die Rosenheimer „unfair und dreckig“ spielen würden. Außerdem versuchten die Württemberger, die Schiedsrichter auf ihre Seite zu ziehen. Obwohl die Spieldauerstrafe gegen Dominic Auger gegen Ende des zweiten Drittels letztlich nicht spielentscheidend war, könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass dies eventuell eine Konzessionsentscheidung der Referees Stefan Vogl und Christian Oswald war, die ja auch Spiel vier der Serie leiteten und dort die Attacke von Beppo Frank an David Rodman, der daraufhin verletzt ausfiel, nicht als Foul bewertet hatten.

Auf den Unparteiischen wollte der Rosenheimer Coach aber gar nicht lange herum hacken: „Bis auf die Tatsache, dass sie den falschen Spieler vom Eis geschickt haben, haben sie heute gar keine so schlechte Leistung geboten.“ Vielmehr auf die Palme brachte Steer das Verhalten seines Bietigheimer Kollegen: „Was mich richtig sauer macht, ist die Tatsache, dass dieser Trainer nicht mal fähig ist, dir nach dem siebten Spiel die Hand zu geben. Das hat sogar Jiri Ehrenberger gemacht, auf den wir auch nicht gut zu sprechen waren. So etwas gehört aber einfach zum Anstand und zum Sport dazu!“ Gaudet war nach Spielende direkt in die Kabine marschiert und hatte die „Shake Hand“-Zeremonie auf dem Eis ignoriert.

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Auch zu den angeblich so schlimmen Verletzungen auf Bietigheimer Seite fand Steer deutliche Worte: „Letztlich hat genau ein Spieler, nämlich David Rodman, bei ihnen heute nicht gespielt. Alle anderen, die angeblich durch Kniechecks und dreckiges Rosenheimer Eishockey so schwer verletzt wurden, waren dagegen wieder dabei.“ Auch an den Starbulls ging die Serie natürlich nicht spurlos vorbei, doch darüber wurde im Gegensatz zu Bietigheim nicht gejammert. „Unsere Spieler haben während dieser Serie zwei Zähne verloren (Anm. der Redaktion: gestern erwischte es Ryan del Monte), sie mussten sechsmal genäht werden und haben mit Rücken-, Rippen- oder Nackenprellungen gespielt. Darüber haben wir nicht ein Wort verloren. Dieses „Geweine“ von Bietigheimer Seite ist für mich peinlich. Mehr sage ich dazu gar nicht“, sagte der sichtlich angefressene Rosenheimer Cheftrainer.

Obwohl in den Play Offs kleinere „Spielchen“ und „Tricks“ sicherlich dazugehören – auch zu der Schlägerei in Spiel sechs in Rosenheim, wo Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen durch einen (nicht geahndeten) Stockstich verletzt wurde, hat Steer eine Meinung: „Dieser Zirkus, wo Pasi Häkkinen umgehauen wurde und Beppo Frank seine zweite Disziplinarstrafe kassiert hat, war von Bietigheimer Seite ganz klar so gewollt und wurde deswegen provoziert.“

Wie auch immer und obwohl Bietigheim nun im Finale gegen Schwenningen steht, steht zweifellos fest, dass die Starbulls absolut erhobenen Hauptes ihre dritte Zweitliga-Saison beenden können.

redro24/mw

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