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Chance für Stürmer Marius Möchel beim Gastspiel in Dresden, wo die Starbulls 4:2 gewannen.

Hohes Tempo und starke Verteidiger

Rosenheim - Die Starbulls Rosenheim scheinen als Aufsteiger nicht nur ziemlich schnell in der höheren Spielklasse angekommen zu sein, sie haben ganz offensichtlich vor, dort auch eine wichtige Rolle zu spielen!

Wie anders sollte man die drei Siege zum Auftakt, zwei davon auswärts, bei lediglich einem einzigen Punkt unter der Maximalzahl interpretieren? Mainz 05 lässt grüßen...

Sicherer Rückhalt: Norm Maracle, der im Heimspiel gegen Hannover mit sensationellen Paraden glänzte.

Was im ersten Heimspiel besonders ins Auge stach, war zweifellos das wahnwitzige Tempo, mit dem die Starbulls besonders im ersten Drittel die Gäste überrannten und bei besserer Chancenverwertung und Glück im Abschluss das Spiel bereits hätten entscheiden können. Und hierbei funktionierte im Vergleich zu weiten Strecken der vergangenen Saison das "Transition Game" aus dem eigenen Drittel nach vorne geradezu fantastisch. Und dies schlägt sich auch in der Statistik nieder. Sage und schreibe 39,1 Prozent der bisher registrierten 23 Scorerpunkte (neun) gehen auf das Konto von Verteidigern: drei (darunter zwei Tore) von Tim Kunes, drei Assists von Micky Rohner, zwei Tore von Andi Paderhuber und ein Assist von Beppo Frank, der als einziger Stammspieler in den Testspielen ohne Scorerpunkt geblieben war. Zum Vergleich: Letztes Jahr hatte Rohner eine Spielklasse tiefer noch 16 Spiele benötigt, um auf drei Punkte zu kommen!

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Bei den Stürmern ergibt sich nach drei Spielen ein Kuriosum. Die Reeder-Stephens-Reader-Linie, die mit verwirrenden Kombinationen den meisten Druck aufs gegnerische Tor produzierte, steht trotzdem noch ohne jeglichen Zähler da, während sich mit Stephan Gottwald und Stephen Werner ein neues Traum-Duo zu formen beginnt. Eiskalt beim Abschluss, zeichnen diese beiden zusammen für rund zwei Drittel der bisherigen Stürmer-Punkte verantwortlich (Werner fünf, Gottwald vier). Und der dritte Mann in dieser Reihe, Thomas Schenkel, sorgte am Sonntag in Dresden nicht nur für das erste Empty-Net-Goal dieser Saison (Floppo Zeller wurde zwei Tage zuvor durch eine arg an ein Foul grenzende Aktion eines Hannoveraners noch daran gehindert), nein, Schenkel war auch der erste Starbull der Neuzeit mit einem Drei-Scorerpunkte-Spiel in der Zweiten Liga.

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Aber, wie Franz Steer nie müde wird zu betonen, Eishockey-Spiele werden genau so sehr vor dem eigenen Tor gewonnen wie vor dem gegnerischen, und daher auch ein Wort zum Defensivverhalten. 63:51 Spielminuten blieben die Starbulls vom zweiten Bietigheimer Treffer bis zum einzigen Tor der Indians ohne Gegentor. Nur viermal hatten in den 53 Spielen der ersten Zweitliga-Saison 1992/93 Marc Seliger und Patrick Lange ihren Kasten länger sauber halten können. Fünf Gegentore in 185 Spielminuten, das kommt einer optimalen Defensivleistung schon ziemlich nahe. Nur zwei Teams in der Liga (Bremerhaven mit vier Gegentreffern sowie Schwenningen mit fünf, aber einem Spiel mehr) stehen in dieser Rubrik noch besser da. Und wäre da nicht dieser 68-Sekunden-Schlaf zu Beginn des Mitteldrittels in Dresden gewesen - die heimischen Sachsen hätten sich wohl gefragt, ob denn die Mauer wieder aufgebaut worden ist! Stichwort Dresden: Nur gut, dass sich die Geschichte nicht immer wiederholt, denn Dresden hatte sich schon einmal als arger Spielverderber aus Rosenheimer Sicht erwiesen. Die Saison 2007/08 begannen die Starbulls in der Oberliga mit einem ähnlichen Höhenflug (fünf Siege vom Start weg), ehe sie in Dresden mit 1:7 unsanft in die Realität zurückbefördert wurden und prompt fünf der nächsten sechs Begegnungen verloren.

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Und auch für Spannung war reichlich gesorgt in den bisherigen Rosenheimer Auftritten. Von den 185 Spielminuten lag ein Team (die Starbulls) bisher nur 18:13 Minuten mit zwei Treffern in Front. In den restlichen 90,2 Prozent der Spielzeit stand das Match stets auf Messers Schneide, nämlich unentschieden in 45,7 Prozent der Zeit oder mit einem einzigen Tor Unterschied in 44,5 Prozent.

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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