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Landshut schlägt zurück!

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Von: Martin Weidner

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Pasi Häkkinen
Elfmal schlug es am Sonntagabend im Starbulls-Kasten ein. Für die "Nummer 1" Pasi Häkkinen war das Spiel schon nach 20 Minuten vorbei. © Fölsner

Landshut - Mit viel Wut im Bauch haben die Cannibals gegen die Starbulls zum Gegenschlag ausgeholt. Inzwischen gibt es auch ein Statement zu den Vorfällen am Freitag.

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Im dritten Spiel der Best of Seven-Serie unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend vor 3.315 Zuschauern am Gutenbergweg letztlich zweistellig mit 1:11 (0:5, 1:3, 0:3). Damit sind die Landshuter in der Serie auf 1:2 herangekommen. "Wir waren heute grottenschlecht, keine Frage. Aber ich habe der Mannschaft schon gesagt, dass keiner von ihnen nochmal so ein schlechtes Spiel machen wird", sagte Starbulls-Trainer Franz Steer, der sich nach dem Match aber gleich wieder kämpferisch zeigte: "Das war nur ein Spiel der Serie. Wir führen immer noch und am Dienstag geht es weiter!"

Total verkorkstes Auftaktdrittel

Am gestrigen Abend konnte er die Partie aber schon nach dem ersten Drittel abschreiben. Dieses lief äußerst unglücklich aus Gästesicht. Im ersten Powerplay der Grün-Weißen gab es einen kapitalen Scheibenverlust, Martin Davidek steuerte allein auf Pasi Häkkinen zu und verwandelte eiskalt zur frühen Führung für Landshut (3.). Anschließend erhöhten die Hausherren, die mit viel Wut im Bauch aufliefen und sehr aggressiv zu Werke gingen, ihrerseits in Überzahl durch Markus Welz auf 2:0.

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Rosenheim versuchte ruhig weiterzuspielen und hatte Pech bei drei guten Chancen. Einmal traf Max Renner sogar den rechten Pfosten - da hätte der Anschluss fallen müssen. Im zweiten Teil des Auftaktdrittels kam es aber knüppeldick: Jakub Grof schaufelte die Scheibe erst freistehend unter die Latte (14.) und nur 82 Sekunden später gelang den Niederbayern durch Bill Trew der vierte Treffer (15.). Den Schlusspunkt unter ein aus Gästesicht völlig verkorkstes Drittel setzte Frantisek Mrazek, der in der 19. Minute auf 5:0 stellte und damit das Spiel quasi schon entschied.

Ausfälle von Fröhlich und Schmidt

Im Mittelabschnitt - es stand nun Beppi Mayer für Häkkinen im Rosenheimer Kasten - ging es im Prinzip nach genau demselben Muster weiter. Erst hatte Trew wieder viel zu viel Platz und erhöhte nach Vorlage von Peter Abstreiter auf 6:0 (23.). In Minute 28 durften dann die Starbulls das einzige Mal jubeln, als Dominik Daxlberger der Ehrentreffer gelang. Wäre irgendwem nun der Gedanke nach einer sensationellen Aufholjagd der Grün-Weißen gekommen, wurde dieser nur eineinhalb Minuten später eines Besseren belehrt, als Davidek in Überzahl das 7:1 markierte (29.). Davidek trug sich in der 34. Minute noch ein drittes Mal in die Schützenliste gegen mittlerweile dezimierte Starbulls ein, die kurzfristig Bryan Schmidt und später dann auch noch Michael Fröhlich ersetzen mussten. Diese Ausfälle brachten zwar Niko Senger Einsatzzeit, doch leider mussten die Grün-Weißen deshalb auch Überzahl- und Unterzahl-Formationen umschmeißen, was sicherlich auch ein Grund für die hohe Pleite war.

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In den letzten 20 Minuten ist neben den drei weiteren Landshuter Treffern durch Mrazek (47.) und zweimal Max Brandl (49./60.) eigentlich nur noch erwähnenswert, dass es trotz des aussichtslosen Rückstandes die 800 mitgereisten Rosenheimer Anhänger waren, die für erstklassige Stimmung sorgten und die Cannibals-Fans quasi in Grund und Boden sangen. Hoffentlich sieht es am Dienstagabend, 19.30 Uhr, im Kathrein-Stadion dann auf dem Eis auch wieder anders aus, wenn das vierte Spiel der Serie auf dem Plan steht.

"Zeige keine einzige Videoszene!"

Eine lange Analyse zum Spiel wird es für die Rosenheimer Akteure davor aber wohl nicht geben (Steer: „Ich werde meinen Burschen keine einzige Videoszene zeigen!“). Dafür zählte der Starbulls-Coach den Rosenheimer Pressevertretern – an der Pressekonferenz nahm er ja auf Anweisung des Vorstandes nicht teil – die Gründe für die Pleite auf: „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir konnten keinen Check zu Ende fahren und sind immer einen Schritt zu spät gekommen. Bei Landshut hat hingegen alles gepasst. Sie haben eiskalt die Tore gemacht. Nach so einem Auftakt ist es natürlich brutal schwer, noch einmal ins Spiel zurückzukommen."

Das Spiel in der Statistik:

Landshut Cannibals - Starbulls Rosenheim 11:1 (5:0, 3:1, 3:0)

Tore: 1:0 (3.) Martin Davidek (Andreas Geipel - Unterzahl-Tor), 2:0 (6.) Markus Welz (Andreas Geipel, Peter Abstreiter - Überzahl-Tor), 3:0 (14.) Jakub Grof (David Elsner, Jaroslav Kracik - Überzahl-Tor), 4:0 (15.) Bill Trew (Peter Abstreiter, Heiko Smazal), 5:0 (19.) Frantisek Mrazek (Martin Davidek, Jaroslav Kracik), 6:0 (23.) Bill Trew (Peter Abstreiter), 6:1 (28.) Dominik Daxlberger (Robert Schopf, Robin Hanselko), 7:1 (29.) Martin Davidek (Jakub Grof, Marco Schütz - Überzahl-Tor), 8:1 (34.) Martin Davidek (Marco Schütz, Jaroslav Kracik - Überzahl-Tor), 9:1 (47.) Frantisek Mrazek (Marco Schütz, Jakub Grof - Überzahl-Tor), 10:1 (49.) Max Brandl (Andreas Geipel), 11:1 (60.) Max Brandl (Markus Welz, Arturs Krumnisch).

Schiedsrichter: Stefan Vogl (München).

Strafen: Landshut 14 - Rosenheim 20 plus 10 für Andrej Strahkov.

Zuschauer: 3.315.

redro24/mw

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