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Große Moral bleibt unbelohnt

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Von: Martin Weidner

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Landshut - 0:2 hinten gelegen, dann zurückgekommen und am Ende doch verloren – so kann man das fünfte Viertelfinalspiel aus Sicht der Starbulls zusammenfassen. **Neu: PK-Video**

Vor 3.059 Zuschauern unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend am Gutenbergweg bei den Landshut Cannibals in der Overtime mit 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:1). Damit sind die Niederbayern in der Serie auf 2:3 herangekommen. Der Sieg für die Gastgeber war letztlich doch etwas glücklich, weil die Grün-Weißen nach einem 0:2-Rückstand große Moral gezeigt hatten und sich auf einen starken Pasi Häkkinen verlassen konnten. Und in der Verlängerung waren die Oberbayern dann sogar die bessere Mannschaft – leider ohne Happy End.

Diesmal ohne Fröhlich und Schopf

Doch der Reihe nach: Rosenheim begann ohne Michi Fröhlich (verletzt) und Robert Schopf, der aus familiären Gründen verhindert war, nicht schlecht und hatte in der Anfangsphase im Powerplay durch Beppo Frank gleich eine dicke Chance. Im einzigen Landshuter Überzahlspiel des ersten Drittels agierten die Steer-Schützlinge dann in der 5. Minute ein einziges Mal nicht konsequent und sofort „schepperte“ es: Bill Trew bekam einen Rückpass von Roland Kaspitz, der hinter dem Tor viel zu viel Platz hatte, und verwertete aus dem Slot mühelos zur EVL-Führung – 1:0. In der Folge hatte Landshut zunächst Oberwasser und durch Peter Abstreiter die Riesenchance zum 2:0, ehe sich die Starbulls im zweiten Teil fingen und durch Norman Hauner (10.) und Andrej Strahkov (12.) selbst gute Offensivakzente setzen konnten.

Die Serie gegen Landshut:

Spiel 1: Genialer Auftakt in die Play Offs

Spiel 2: Jetzt ist Zündstoff in der Serie

Spiel 3: Landshut schlägt zurück

Spiel 4: Drei Matchbälle für die Starbulls

Der Mittelabschnitt hätte beinahe mit einem Paukenschlag begonnen, als Fabian Zick frei vor Goalie Timo Pielmeier nur ganz knapp vorbei schoss (21.). Es ging nun rauf und runter und das Tempo blieb hoch, obwohl die Starbulls diesmal von Beginn an nur mit drei Sturmreihen agierten. Frank für die Starbulls sowie Markus Welz und Trew für die Cannibals hatten weitere Möglichkeiten, der Treffer gelang in der 33. Minute aber wieder den Hausherren. Nach Zuspiel von Marco Schütz konnte David Elsner ungestört abziehen. Beim ersten Versuch war Häkkinen zur Stelle, doch der Landshuter setzte nach und brachte die Scheibe zum 2:0 im Rosenheimer Kasten unter. Mindestens den Anschlusstreffer hätten sich die Starbulls aber im Mitteldrittel verdient gehabt, zumal Greg Squires kurz nach dem zweiten Gegentor mit einem Pfostenschuss noch eine weitere Riesengelegenheit hatte.

Große Moral im letzten Drittel

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Die weiteren Donnerstags-Spiele in der Statistik

In den letzten 20 Minuten waren die Starbulls anfangs kurz indisponiert und hätten Jakub Grof bzw. Welz fast das dritte EVL-Tor ermöglicht, doch dann kämpften die Innstädter mit Vehemenz und großer Moral: In der 48. Minute setzte Squires ein erstes Ausrufezeichen, ehe er zwei Minuten später den eminent wichtigen Anschlusstreffer erzielte, als er Pielmeier nach Zuspiel von Matt Caruana auf der Fanghandseite überlistete – 2:1 (50.). Anschließend überstanden die Gäste ein Unterzahlspiel (allerdings mit einem Pfostenschuss von Andreas Geipel) unbeschadet, ehe sie zur Schlussoffensive ansetzten – und belohnt wurden: Die Spielzeituhr hatte gerade auf die 58. Minute umgeschalten, als Fabian Zick nach einer schönen Powerplay-Kombination einen Schuss von Matt Caruana zum 2:2 ins Kreuzeck abfälschte.

So musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen, in der die Starbulls garantiert nicht vom Glück verfolgt waren. Erst mussten die Grün-Weißen wieder eine Unterzahl-Situation überstehen, dann führten gleich zwei Riesenchancen nicht zum Erfolg: Beppo Frank traf nur die Latte und der „Hammer“ von Micky Rohner blieb irgendwie auf der Torlinie hängen. Die Konsequenz: In der 67. Minute tauchte EVL-Kapitän Kamil Toupal frei vor Häkkinen auf und versenkte den Puck nach einem kurzen Move zum 3:2-Siegtreffer im kurzen Eck.

Die Rosenheimer müssen sich aber nicht grämen, sondern können nun vor eigener Kulisse dem Erzrivalen den "Garaus" bereiten, wenn am Samstag (Ostersamstag), um 19.30 Uhr, das sechste Spiel im Kathrein-Stadion beginnt.

Harter Kampf am Gutenbergweg:

Das Spiel in der Statistik:

Landshut Cannibals – Starbulls Rosenheim 3:2 n.V. (1:0, 1:0, 0:2, 1:0)

Tore: 1:0 (5.) Bill Trew (Roland Kaspitz, Peter Abstreiter – Überzahl-Tor), 2:0 (33.) David Elsner (Marco Schütz), 2:1 (50.) Gregory Squires (Matthew Caruana, Beppo Frank), 2:2 (58.) Fabian Zick (Matthew Caruana, Beppo Frank – Überzahl-Tor), 3:2 (67.) Kamil Toupal (Max Brandl – GWG).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg).

Strafen: Landshut 10 plus je 10 für David Elsner, Roland Kaspitz und Marco Schütz – Rosenheim 12 plus je 10 für Beppo Frank, Max Renner und Stephan Gottwald.

Zuschauer: 3.059.

Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Weitere Fotos vom 5. Viertelfinale:

Bilder aus dem 1. Drittel:

Bilder aus dem 2. Drittel:

Bilder aus dem 3. Drittel:

Bilder aus der Verlängerung:

redro24/mw

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