Starbulls schlagen den Favoriten

Rosenheim - Beim ersten Auftritt gelang auch gleich der erste Sieg. Und das bei einem der vier Teams, die vom Fachblatt "Eishockey-News" in der Saison-Vorschau als Favoriten gehandelt wurden.

Den Bietigheim Steelers wurde jedenfalls das Auftaktwochenende gründlich verhagelt, gab es doch zwei Tage zuvor in Bremerhaven eine heftige 0:6-Klatsche.

Das aber dürfte für die Starbulls weniger von Interesse sein. Wesentlich ist, dass die ersten zwei (von drei möglichen) Punkten eingefahren und so nach dem spielfreien Auftakt-Termin die ersten Eingewöhnungsschwierigkeiten überwunden wurden. Das der Game-Winning-Shot im Penalty-Schießen auf das Konto von Tim Kunes ging, der immerhin punktbester Verteidiger der Vorbereitungsspiele war, überrascht weniger als die Tatsache, dass nicht die "üblichen Verdächtigen" wie Mitch Stephens oder Konrad Reeder mit zwei Toren den Weg ins Shootout ermöglichten, sondern Stephen Gottwald und Andi Paderhuber. Letzterer trat in der Testspielphase kaum offensiv in Erscheinung, Gottwald, der neue Kapitän, gehört auch nicht zu den Top-Five-Scorern. Allerdings war es dann doch nicht so überraschend, wenn man die Starbulls-Historie der vergangenen Oberliga-Jahre betrachtet. Immerhin hat Paderhuber in zwei seiner drei Spielzeiten im grünweißen Dress jeweils den Torreigen eröffnet, nämlich 2005 gegen die Eisbären Juniors und letztes Jahr gegen Herne. Mondi Hilger, Jeremy Stasiuk, John Snowden und Ryan Fairbarn war je ein Auftakttreffer gelungen. Und auch Gottwald erwies sich mit einer Ausnahme nicht gerade als langsamer Starter. Zwar brauchte er 2004 20 Begegnungen für sein erstes Oberliga-Tor, doch danach lief es vom Start weg wesentlich flüssiger. Letztes Jahr traf er im fünften Punktspiel, 2008 im dritten (gleich mit einem Vier-Punkte-Output), und 2005 und 2006 hieß es schon im Auftaktspiel "Tor durch die Nummer vier, Stephan Gottwald".

Steelers vs. Starbulls am 19. September 2010

Dass es gleich im ersten Spiel nicht nur Overtime, sondern auch Penalty-Schießen gab, hat eine verblüffende Parallele: Nach dem Aufstieg aus der Bayern- in die Oberliga vor sechs jahren mussten die Starbulls ebenfalls gleich im ersten Spiel in der höheren Klasse in den Shootout. Damals siegte heilbronn 5:4, und der ehemalige Bad Aiblinger und jetzige Spielertrainer des Oberliga-Aufsteigers Selb, Cory Holden, klaute Hilger & Co. damals den Zusatzpunkt. Das eine war ein echter Marathon, das andere kurz und schmerzlos. Nur zwei von 13 (!) Penaltys konnten die Starbulls (Andi Schneider und Christoph Koziol) damals verwandeln, und es nützte auch nicht, dass Olli Häusler zehnmal gegen die Heilbronner Schützen Sieger blieb. Diesmal reichte Kunes' erfolgreicher Versuch, weil Norm Maracle sich allen drei Bietigheimer Versuchen erfolgreich entgegenstemmte.

Zum vierten Mal in Folge gingen die Starbulls übrigens siegreich aus dem ersten Spiel hervor. In den letzten drei Oberliga-Jahren hatte es sogar stets Drei-Punkte-Siege gegeben: 5:4 gegen Herne im Vorjahr, 5:1 in Kaufbeuern 2008 sowie 5:4 in Füssen 2007. Ein weiteres Mal (2005) startete man sogar mit einem zweistelligen Sieg: 11:2 gegen den späteren Punktelieferanten Eisbären Juniors. Abgerundet wird die Bilanz durch die erwähnte Niederlage in Heilbronn sowie ein 2:3 auf eigenem Eis gegen Peiting, das den "Grundstock" für die Katastrophen-Saison 2006/07 legte. Sollte der überraschende Auswärtssieg in Bietigheim ebenfalls ein Grundstock für das Comeback in der Zweiten Liga sein - um so besser!

em/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ulrich Roth / Bilderforum.com

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