+
Patrik "Bum-Bum" Hucko heute im Trikot von Bremerhaven.

Patrik "Bum-Bum" Hucko kehrt zurück

Rosenheim - Ganz fremd sind die zwölf Gegner den Starbulls Rosenheim in dieser Saison nicht. Nur gegen Bietigheim und Bremerhaven hat noch nie ein Rosenheimer Klub Eishockey gespielt.

Die Konfrontationen mit Landshut, Weißwasser (jetzt Lausitz) und Schwenningen in Bundesliga oder DEL liegen schon eine Weile zurück. Aber mit allen anderen Gegnern (Crimmitschau, Dresden, Freiburg, Hannover, Heilbronn, Kaufbeuren und Ravensburg) standen sie Starbulls schon zwischen 2004 und 2009 in der Oberliga auf dem Eis.

Eine kurze Übersicht über die einzelnen Teams:

Bietigheim-Bissingen Steelers

Die Steelers sind am längsten ohne Pause in der 2. Bundesliga (seit 1999). 2009 verzichteten sie auf den sportlich erkämpften DEL-Aufstieg, da das heimische Stadion den Ansprüchen nicht genügt und ein Umzug nach Stuttgart wohl Fans verprellen würde. Im Vorjahr kam wegen vieler Verletzungen das Aus im Halbfinale. Auch heuer zählen die Steelers zu den Favoriten, auch wenn der Kader zumindest in der Breite schwächer erscheint als zuletzt. Oldie Selivanov - Top oder Flop? Davon wird viel abhängen.

Bisherige Spiele: keine

Ex-Rosenheimer: keine

Bremerhaven Fischtown Pinguins

Die Pinguine haben in der 2. Liga schon bessere Zeiten gesehen. Auch sie verzichteten einmal auf den DEL-Aufstieg (2006) und kamen seither übers Viertelfinale nicht mehr hinaus. Im Vorjahr litt man an schwachen Kontingentstürmern und wenig Verstärkung durch Förderlizenz-Spieler aus Köln und Berlin. Wenigstens das Torwartproblem konnte mit Marko Suvelo gelöst werden. Durch die Eindeutschung das Ex-Peitingers Ales Kreuzer kann man heuer praktisch mit sechs Ausländern spielen, und Neuzugang Carsten Gosdeck ist einer der besten deutschen Zweitliga-Cracks der vergangenen Jahre. Mit dem schussstarken Verteidiger Patrik "Bum-Bum" Hucko gibt es Wiedersehen mit einem Spieler, der in der letzten DEL-Saison der Rosenheimer 1999/2000 als Verteidiger in 55 Spielen zwölf Tore erzielte.

Bisherige Spiele: keine

Ex-Rosenheimer: Patrik Hucko, Marc Petermann

Eispiraten Crimmitschau

Die Eispiraten schafften nur einmal in den letzten acht Jahren den Einzug ins Play-off. Man darf bezweifeln, ob sich ausgerechnet heuer etwas an ihrem Dasein als Kellerkind ändert. Im Vorjahr war die Lizenz lange Zeit fraglich, und da auch das Zuschauerinteresse (einst über 4000 im Schnitt) stark nachgelassen hat, müssen die Sachsen noch einmal kleinere Brötchen backen. Der Kader dürfte kaum attraktiver besetzt sein als im Vorjahr (Rang zwölf), eine Verstärkung könnten allerdings die Förderlizenzler von den Eisbären Berlin bilden, die im Vorjahr überwiegend in Dresden spielten.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht (Siege - Siege OT/PEN - Niederlagen OT/PEN - Niederlagen): Oberliga 2-0-0-2, 10:10 Tore, zuletzt 3-2 in Crimmitschau am 17. März 2006.

Ex-Rosenheimer: keine

Dresdener Eislöwen

Konstantin Firsanov, der letzte Saison im Heimspiel im Finale gegen Peiting zwei entscheidende Tore erzielte , wechselt eventuell nach Dresden.

Ein weiterer finanzieller Wackelkandidat. Im Vorjahr wurden den Sachsen wegen Falschangaben bei der Lizenzierung acht Punkte abgezogen. So reichte es nur für die Pre-Play-offs, wo man prompt verlor. Viel besser dürfte es heuer nicht werden. Nicht nur fehlen weiterhin die Mittel und gibt es wieder einmal Management-Kämpfe hinter den Kulissen, zu allem Überfluss fällt auch noch die Unterstützung durch ein halbes Dutzend Förderlizenzler der Eisbären weg. Der endgültige Kader dürfte wenn überhaupt, erst zum ersten Punktspiel feststehen, da mehr als die Hälfte der Spieler bisher Tryout-Status besitzen.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: Oberliga 1-0-0-1, 4:9 Tore, zuletzt 3-2 am 19. Oktober 2007.

Ex-Rosenheimer: Konstantin Firsanov (eventuell)

Freiburger Wölfe

2004 noch in der DEL, fielen die Freiburger zwischenzeitlich bis in die Oberliga hinab und sind heuer in der 2. Spielklasse nur "geduldet". Denn wäre Riessersee nicht aus finanziellen Gründen abgerutscht, wären die Breisgauer heuer nur drittklassig. Die letzte Saison war ein einziges Desaster. Die falschen Legionäre verpflichtet, mangelnde Fitness, dazu Verletzungspech, und auch Coach Markus Berwanger brachte nur ein Zwischenhoch. Dennoch steht der Rosenheimer Ex-Spieler und -Trainer auch heuer bei den Wölfen an der Bande. Oberliga-Torjäger Kevin Lavallee, ein slowakischer Ex-Nationaltorwart und Münchens Mark Heatley, dessen Vater Murray in Freiburg immer noch Kultstatus besitzt, sollen es heuer besser machen.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: 1. Bundesliga (damals noch keine Overtime) 12-2-2, 106:48 Tore; Oberliga 1-1-0-6, 19:29 Tore, zuletzt 1:4 am 7. März 2008.

Ex-Rosenheimer: Trainer Markus Berwanger

Hannover Indians

Im Vorjahr Zweitliga-Neuling nach sieben Jahren Oberliga-Spitze, konnten die Indians zu keiner Zeit die überspannten Erwartungen erfüllen und vermieden nur knapp im Playdown gegen Freiburg den (sportlichen) Wiederabstieg. Auch die Rückkehr von "Psycho" Joe West hinter die Bande brachte kaum Besserung. West ist jetzt (hoffentlich) endgültig weg, Nachfolger Bernie Kaminski war als Spieler auch eher der "Mann fürs Grobe". Zu den Topscorern Chamberlain und Jellitto wurden einige starke Spieler verpflichtet, unter anderem der Nauheimer Tobias Schwab, im Vorjahr stärkster Play-off-Scorer gegen die Star Bulls. Von den Namen her müssten die Indians eigentlich zur Spitze zählen, aber diesen Anspruch hatte man auch letztes Jahr.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: DEL (keine OT) 3-0-1, 13:5 Tore; 2. Bundesliga (keine OT) 2-1-1, 12:9 Tore; Oberliga 4-0-3-5, 33:42 Tore, zuletzt 4:2 am 15. März 2009.

Ex-Rosenheimer: keine

Heilbronner Falken

Seit drei Jahren in der 2. Liga, im ersten Jahr gleich im Halbfinale, seither stets Aus im Viertelfinale. Große Sprünge verhindert eine angespannte Finanzlage, so dass keiner der starken Legionäre des Vorjahres gehalten werden konnte. So verlegt man sich auf den Status eines "Farmteams" der Mannheimer Adler, und dies klappte in den letzten Jahren unter Dauerbrenner Rico Rossi an der Bande gar nicht schlecht. Das Torwartproblem aus der letzten Saison sollte mit dem Kanadier Rejean Beauchemin gelöst sein. Alle fünf Legionäre sind neu, weswegen alles zwischen Top und Flop möglich ist. Wichtig auch heuer wieder das Youngster-Kontingent aus Mannheim.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: Oberliga 4-0-2-8, 36:51 Tore, zuletzt 1:7 in Heilbronn am 2. März 2007.

Ex-Rosenheimer: Simon Wenzel.

ESV Kaufbeuren

Vor einem Jahr stiegen die Allgäuer auf Kosten der Starbulls auf, und sie schafften es, diese Euphorie in die höhere Klasse zu retten. Vor allem dem prächtigen Start war es zu verdanken, dass man über das Pre-Play-off mit Siegen gegen Riessersee sogar die Play-off-Runde erreichte. Charakter zeigten die Kaufbeurer insbesondere beim mehrmaligen Aufholen deutlicher Rückstände. Allerdings ist die bange Frage beim ESVK, wie Superstar und Topscorer Jordan Webb (jetzt München) ersetzt werden kann. Wenigstens blieb mit Rob McFeeters der zweite überragende Sturm-Legionär an Bord. Torhüter Stefan Vajs hielt in der Oberliga für Peiting gegen die Starbulls öft hervorragend, wurde aber im Play-off letztes Jahr mit Herne aus der Halle geschossen.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: Bundesliga/DEL (keine OT): 46-2-29, 362:237 Tore; Oberliga: 6-0-1-7, 46:51 Tore, zuletzt 3:5 in Kaufbeuren am 13. April 2009.

Ex-Rosenheimer: Michael Fröhlich, Anton Saal

Landshut Cannibals

Seit 2003 sind die Niederbayern Bestandteil der 2. Liga und haben immer das Play-off erreicht. Allerdings war seit der Finalteilnahme 2008 zuletzt stets das Viertelfinale Endstation. Bis auf den Ex-Miesbacher Ty Morris sind alle Legionäre neu, und neben Torhüter Martin Cinibulk werden vor allem die "Jungen Wilden" fehlen: Tom Kühnhackl, Tobias Rieder und Max Forster, die im Vorjahr als Teenager-Reihe oftmals zum Paradesturm wurden. Die Abwehr scheint etwas dünn besetzt, aber Landshut kann wie Rosenheim in den letzten Jahren fast jederzeit auf Hilfe aus der DNL zurückgreifen.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: 1. Bundesliga/DEL (keine OT): 42-11-50, 375:421 Tore, zuletzt 4:3 am 20. Februar 1999

Ex-Rosenheimer: keine

Lausitzer Füchse

Die Füchse aus Weißwasser müssen seit Jahren mit eher geringen Mitteln über die Runden kommen und bauen daher außer den üblichen Legionären überwiegend auf einheimische Spieler. Nicht unwillkommener Nebeneffekt: Ein Teamgeist, der so manche Mängel im Talent aufwiegt und sogar mit dem Erreichen des Playoffs belohnt wurde. Auch heuer wollen die Lausitzer mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Leitwolf für die vielen Eigengewächse ist der "Mondi Hilger der Lausitz", Ervin Masek, mit 43 Jahren immer noch einer der Besten.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: Bundesliga/DEL (keine OT): 10-0-4, 64:38 Tore, zuletzt 5:2 in Weißwasser am 16. Februar 1996.

Ex-Rosenheimer: keine

Ravensburg Tower Stars

Die Tower Stars gehören der 2. Liga seit 2007 an und erreichten nach einem "Lehrjahr" zuletzt zweimal das Halbfinale. Die Defensive wäre sogar zu weiteren Höhenflügen imstande gewesen, aber Verletzungspech im Angriff (mit zeitweisem Ausfall von eineinhalb Sturmreihen) verhinderte eine noch bessere Platzierung und wirkte sich auch negativ auf die Konstanz aus. Mit den DEL-erfahrenen Legionären Matt Kinch, Alex Leavitt und Brian Maloney zählen die Württemberger heuer zu den Favoriten, ungeachtet der 1:6-Schlappe gegen die Star Bulls in der Vorbereitung.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: Oberliga 4-2-0-8, 44:56 Tore, zuletzt 1:4 am 4. März 2007.

Ex-Rosenheimer: Josef Mayer

Wild Wings Schwenningen

Die Wings stiegen 2004 aus der DEL ab und erreichten im Vorjahr erstmals das Bundesliga-Finale, wo sie gegen München klar den Kürzeren zogen. Auch heuer ist die Tölzer Filiale mit Trainer Axel Kammerer wieder Favorit Nummer eins, zumal neben fünf starken Legionären auch der deutsche Topscorer Radek Krestan nach seinem erfolglosen DEL-Ausflug wieder dabei ist. DEL-Rekordspieler Andreas Renz in der Defensive und Jonas Lanier und Matthias Forster als Leitfiguren im Angriff sind sicher auch nicht zu verachten.

Bisherige Bilanz aus Rosenheimer Sicht: 1. Bundesliga/DEL (keine OT): 45-6-33, 336:259 Tore, zuletzt 4:0 am 4. April 2000.

Ex-Rosenheimer: Dominik Quinlan, Trainer Axel Kammerer

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als 70 Kinder beim Starbulls KidsDay
Rosenheim - Insgesamt mehr als 70 Mädchen und Jungen nutzten beim Starbulls KidsDay am vergangenen Samstag die Möglichkeit, um die ersten Schritte auf dem Eis zu machen …
Mehr als 70 Kinder beim Starbulls KidsDay
Vollmayer in Overtime beschert elften Heimsieg in Folge
Rosenheim - Am Sonntag wollen die Starbulls dann ihre Rolle als beste Heimmannschaft der Liga vor den eigenen Fans untermauern und gegen die Selber Wölfe den elften …
Vollmayer in Overtime beschert elften Heimsieg in Folge
Rosenheim kehrt mit einem 7:4 Auswärtssieg an die Mangfall zurück!
Rosenheim/Lindau - Die Starbulls Rosenheim treten am Freitagabend um 19.30 Uhr bei den Lindau Islanders an. Im fünften Versuch soll am Bodensee der erste Rosenheimer …
Rosenheim kehrt mit einem 7:4 Auswärtssieg an die Mangfall zurück!

Kommentare