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Verteidiger Dominic Auger soll auch in der Offensive Akzente setzen. Fotos

Das Potenzial ist vorhanden

Rosenheim - Im Vergleich zur vergangenen Saison haben die Starbulls ein ziemlich neues Gesicht: Sieben hochkarätige Neuzugänge haben bereits in der Vorbereitung überzeugt.

Da die Abteilung Jugend durch Spieler wie Marius Möchel, Marcus Marsall, Fabian Zick oder Robin Hanselko ausreichend besetzt ist, die sich auch eine Klasse höher als im Vorjahr sicher ihre Eiszeiten verdienen werden, haben die Starbulls Rosenheim neben den neuen Nordamerikanern Konrad Reeder, Stephen Werner und Tim Kunes, für die Europa oder zumindest Deutschland Neuland bedeutet, noch vier weitere Spieler verpflichtet, die zum "Unternehmen Zweite Liga" neben beachtlichem Können auch geballte Routine beitragen sollen.

Auf nicht weniger als 13 Jahre Zweit- und zwei Jahre Oberliga-Erfahrung kann Florian "Floppo" Zeller zurückblicken, der mit nur kurzen Unterbrechungen (ein Jahr Schwenningen, zwei Jahre München) seit eineinhalb Jahrzehnten aus dem Kader seines Heimatvereins EC Bad Tölz nicht wegzudenken war. 372 Scorerpunkte in 680 Zweitliga-Begegnungen zeugen davon, dass Rosenheims neue Nummer 94 weiß, wo das Tor steht.

Nicht zum Tore schießen, sondern eher zum Tore verhindern wurde Josef "Beppo" Frank angeheuert. Die Nummer 95 hat neben 20 DEL-"Schnupperspielen" für Nürnberg in acht Spielzeiten auch 279 Zweit- und 88 Oberligaspiele bestritten. 115 Scorerpunkte sind dabei für einen Verteidiger nicht einmal schlecht, wesentlich sind aber auch die 911 Strafminuten, die "Beppo" dabei gesammelt hat. Und da in der Zweiten Liga bekanntlich ein rauerer Wind herrscht als in der eher beschaulichen Oberliga, sollten auch diese "soft skills", wie es auf Neudeutsch heißt, nicht unterschätzt werden.

Sowohl zum Tore verhindern als als zum erzielen wurde Dominic Auger angeheuert. Neben 78 DEL-Einsätzen mit 21 Scorerpunkten zeigte sich der mit deutschem Pass agierende Kanadier in sechseinhalb Zweitliga-Jahren offensiv meist voll auf der Höhe, was 290 Scorerpunkte, darunter 105 Tore, nachdrücklich belegen. In der Saison 2006/07 war die neue Nummer Zwölf im Schwenninger Dress mit 25 Toren und 23 Assists Topverteidiger der Liga!

Markantester Neuzugang mit Deutschland-Erfahrung ist aber zweifellos Torhüter und Dalpiaz-Nachfolger Norm Maracle. Zweieinhalb Saisons bestritt der Goalie, der einst auch kurz in der NHL spielte, in Deutschlands höchster Spielklasse für Iserlohn und Köln, hielt dabei rund 91 Prozent aller Schüsse und konnte auch vier Shutouts feiern. Beeindruckender aber sind zweifellos mehrere erfolgreiche Jahre in der Russischen KHL, der unbestritten besten Liga Europas.

Man darf gespannt sein, ob die Routiniers ihre Erfahrung ausspielen können und dabei zweifellos auch all die oben erwähnten "Jungen Wilden" in ihrer Entwicklung fördern können. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden...

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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