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Der zweite Derby-Streich

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Rosenheim - Was für ein toller Endspurt! Im Schlussdrittel des Derbys gegen Landshut drehten die Starbulls so richtig auf und schickten den Erzrivalen mit einer Packung nach Hause.

Die Stimmen der Trainer bei der PK:

Vor 3.100 Zuschauern gewannen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Dienstagabend im Kathrein-Stadion die zweite Auflage des prestigeträchtigen Duells Ober- gegen Niederbayern letztlich deutlich mit 4:1 (0:0, 1:1, 3:0) und sind damit in der Tabelle trotz zweier Spiele weniger als die Cannibals an diesen vorbeigezogen. Noch viel wichtiger aus Sicht der Fans war aber, dass die Starbulls schon das zweite Derby binnen 11 Tagen für sich entschieden haben - das nennt man einmal Revanche für die Finalniederlage in der letzten Saison. Ausschlaggebend für den Sieg waren letztlich eine erneut starke Torhüter-Leistung von Pasi Häkkinen, eine sehr solide Defensive und - endlich einmal - zwei Powerplay-Treffer der Grün-Weißen genau zum richtigen Zeitpunkt.

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Die weiteren Ergebnisse und Statistiken vom Dienstag

Aber man muss ehrlich sein: Zwei Drittel lang sah es nicht nach einem derartig klaren Erfolg der Rosenheimer aus. Die Landshuter, die mit Jaro Kracik, Frantisek Mrazek, Heiko Smazal, Marco Schütz und Sebastian Busch zahlreiche namhafte Ausfälle zu beklagen hatten, waren 40 Minuten lang ebenbürtig und hätten ebenso führen können. Das bereits im ersten Drittel, als die Cannibals kurzzeitig die Rosenheimer mal ordentlich in die Defensive drängten. Doch die Gastgeber, die erneut ohne den weiterhin verletzten Ryan del Monte antreten mussten, wehrten sich gut und kamen ebenfalls zu einigen ganz ansehnlichen Szenen.

Die Tore zum Spiel:

Tore sollten aber erst im Mittelabschnitt fallen. Die Starbulls spielten in Überzahl, als es endlich "krachte": Über Andrej Strahkov kam die Scheibe zu Norman Hauner, der Gäste-Goalie Timo Pielmeier aus halblinker Position prüfte. Beim Abpraller schaltete Neuzugang Michi Fröhlich am schnellsten und brachte den Puck aus kurzer Distanz im verwaisten Kasten unter - 1:0 (24.). Rosenheim blieb in der Folge zunächst am Drücker, doch Landshut wehrte sich und kam in der 36. Minute nicht unverdient zum Ausgleich. Die Niederbayern erkämpften sich hinter dem Rosenheimer Kasten den Puck und letztlich war es Routinier Peter Abstreiter, der Häkkinen aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance ließ.

Dann kam aber das aus Rosenheimer Sicht famose Schlussdrittel. Kurz vor der zweiten Sirene hatte Landshuts Jakub Grof zunächst eine Strafe kassiert. Zu ihm gesellte sich gleich nach Wiederbeginn Abstreiter, so dass die Rosenheimer rund eine Minute zwei Mann mehr auf dem Eis hatten. Exakt in dem Moment, als Grof zurückkehrte, rappelte es aber erneut hinter Pielmeier. Bryan Schmidt hatte von der blauen Linie abgezogen und den Keeper mit einem verdeckten Schuss überwunden - 2:1 (42.). Dieser Treffer war Gold wert für die Starbulls, denn jetzt musste Landshut verstärkt kommen. Das gab den Hausherren Platz zum Kontern. Doch bis der Sieg unter Dach und Fach war, war es trotz einer starken Leistung der Grün-Weißen ein hartes Stück Arbeit. In der 51. Minute hatte Cody Thornton zunächst die Riesenchance zum 2:2, doch im direkten Gegenzug über Stephan Gottwald und Greg Squires kam die Scheibe zu Matt Caruana, der Pielmeier zum letztlich vorentscheidenden 3:1 überwand. Als Fabian Zick nur gut eineinhalb Minuten später den vierten Rosenheimer Treffer nachlegte, war endgültig alles klar und die Fans auf der Tribüne feierten ihre Helden lautstark.

Starbulls-Coach Franz Steer war trotz des klaren Erfolges nicht mit allem zufrieden: "Wir freuen uns natürlich über den Dreier gegen Landshut. Wir haben aber durch unnötige Scheibenverluste Landshut einige Chancen eingeräumt. Das hat mich geärgert. Pasi Häkkinen hat aber wieder stark gehalten und letztlich war der Sieg verdient, wobei das 3:1 das entscheidende Tor war." Gästetrainer Jiri Ehrenberger machte indes Referee Florian Zehetleitner für die Pleite verantwortlich: "Mit unserem kleinen Kader haben wir gut gekämpft. Das 1:1 nach 40 Minuten war in Ordnung. Im letzten Drittel war ich überrascht, dass der Schiri dann plötzlich seine Linie verloren und damit aus meiner Sicht massiv ins Spiel eingegriffen hat."

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Landshut Cannibals 4:1 (0:0, 1:1, 3:0)

Tore: 1:0 (24.) Michael Fröhlich (Norman Hauner, Andrej Strahkov - Überzahl-Tor), 1:1 (36.) Peter Abstreiter (Jakub Grof, Cody Thornton), 2:1 (42.) Bryan Schmidt (Andrej Strahkov, Michael Rohner - Überzahl-Tor), 3:1 (51.) Matt Caruana (Greg Squires, Stephan Gottwald), 4:1 (53.) Fabian Zick (Dominic Auger, Michael Baindl).

Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Obertsdorf).

Strafen: Rosenheim 10 - Landshut 12.

Zuschauer: 3.100.

mw

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