Michael Fröhlich und die Starbulls Rosenheim treffen am Wochenende auf zwei Tabellennachbarn.
+
Michael Fröhlich und die Starbulls Rosenheim treffen am Wochenende auf zwei Tabellennachbarn.

NHL-Stars kommen nach Rosenheim

Rosenheim - In den kommenden Spielen treffen die Starbulls auf einige Stars aus der NHL. Zuerst muss Rosenheim gegen die Bietigheim Steelers ran.

Das erste Aufeinandertreffen mit einem aktuellen Spieler aus der nordamerikanischen Profi-Eishockeyliga NHL ist für die Starbulls Rosenheim nicht positiv verlaufen. In Ravensburg kassierten sie eine 2:5-Niederlage, wobei Ravensburgs Kurzzeit-Star (für die Dauer des Lockouts in der NHL) Adam Hall das vorentscheidende vierte Tor markierte. Am Wochenende können die Starbulls ihre nächsten NHL-Erfahrungen sammeln.

Am heutigen Freitag (Spielbeginn 20 Uhr) geht es zu den Bietigheim Steelers, die seit kurzem durch Terry Joseph - kurz T.J. - Galiardi von den San Jose Sharks verstärkt werden. Und am Sonntag, 18 Uhr, spielen die Eispiraten Crimmitschau auf Rosenheimer Eis - und mit ihnen die NHL-Stars Wayne Simmonds von den Philadelphia Flyers und Chris Stewart von den St. Louis Blues. Die beiden Letztgenannten haben in Crimmitschau durchaus für einen Aufschwung gesorgt und die Eispiraten auf den dritten Platz in der Tabelle gespült. Simmonds und Stewart erzielten dabei in sieben Begegnungen acht Punkte, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr zusammen in einer Reihe spielen. Rosenheims Trainer Franz Steer sah beide in ihrem Premieren-Spiel in der 2. Bundesliga in Landshut und war nicht unbedingt begeistert. "Jetzt sind sie aber in einer ganz anderen Verfassung", sagt Steer, "wir müssen schauen, dass sie nicht zu viele Räume bekommen". Große Erfolge feierten die beiden 24-jährigen NHL-Stars mit den Eispiraten aber vor allem vor heimischer Kulisse. In der Fremde holte Crimmitschau erst zwei Zähler in dieser Saison - dabei soll es natürlich auch nach dem Rosenheim-Spiel bleiben, wenn es nach den Starbulls geht; zumal die Steer-Truppe bislang vor heimischer Kulisse in dieser Saison fast immer siegreich war.

Zunächst gilt aber das Augenmerk der heutigen Begegnung bei den Bietigheim Steelers, die als Fünfter nur knapp hinter den Starbulls platziert sind. "Die haben zwei top besetzte Sturmreihen", sagt Steer. NHL-Mann Galiardi steht in einer Linie mit PJ Fenton und Robin Just, bekannte Namen sind aber auch Chris St. Jacques, Marcus Sommerfeld, Mark Heatley und natürlich Marcel Rodman. Der Slowene gehört mit 13 Punkten aus acht Spielen zu den besten Skorern der Liga und kann auf jede Menge Erfahrung aus der DEL und anderen höchsten Spielklassen sowie aus vielen WM-Auftritten verweisen. Mit diesem Angriff hat Bietigheim das zweitbeste Powerplay der Liga, allerdings auch das zweitschwächste Unterzahlspiel. Am Mittwoch gewannen die Steelers im DEB-Pokal in Weißwasser mit 6:4 - Galiardi war mit drei Treffern der Matchwinner und scheint nach vier Punkten aus vier Zweitliga-Spielen nun in Schwung zu kommen.

Auch die Starbulls landeten im Pokal einen Auswärtssieg, das knappe 3:2 beim Oberliga-Süd-Schlusslicht Schweinfurt war allerdings nicht als Heldentat zu bewerten. "Wenn du nicht Vollgas gibst, dann tust du dich schwer", sagt Steer - klingt so, als hätte sein Team im Vorfeld nicht zugehört und alle Warnungen, das Spiel nicht zu locker zu nehmen, in den Wind geschlagen. "So ein Spiel kann dann auch ganz anders ausgehen", meinte Steer am Tag danach und tröstete sich mit dem wichtigsten Fakt: "Wir sind weitergekommen, das zählt."

Das Pokal-Spiel war also schwerer als erwartet, die Aufgaben am Wochenende sind erwartet schwer. Deshalb wird man nur mit einer hochkonzentrierten Leistung punkten können. Die in Schweinfurt geschonten, da angeschlagenen Marcus Marsall und Norman Hauner sollten in den Punktspielen wieder mit an Bord sein, im Tor steht wieder Pasi Häkkinen, der im Pokal nur auf der Bank saß. Dafür hat sich Michael Rohner in Unterfranken verletzt und droht auszufallen. Weil auch Niko Senger laut Steer noch "mindestens zwei bis drei Wochen" fehlen wird, ist die Verteidigung quasi auf Kante genäht. Falls Rohner fehlt, stehen Coach Steer noch sechs Abwehrspieler zur Verfügung - die müssen reichen, um den nächsten NHL-Gegentreffer zu verhindern.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare