Bryan Schmidt und die Starbulls Rosenheim wollen heute ins Viertelfinale des DEB-Pokals einziehen.
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Bryan Schmidt und die Starbulls Rosenheim wollen heute ins Viertelfinale des DEB-Pokals einziehen.

"Locker geht da nichts"

Rosenheim/Schweinfurt - Die Starbulls gehen als klarer Favorit in das Achtelfinale des DEB-Pokals gegen die Schweinfurt Mighty Dogs.

Die Fronten vor dem Achtelfinale im DEB-Pokal sind klar: Hier die Schweinfurt Mighty Dogs, Tabellenletzter der drittklassigen Oberliga Süd, mit den wenigsten Punkten (vier aus sechs Spielen), den wenigsten Toren (neun) und dem schwächsten Powerplay. Dort die Starbulls Rosenheim, aktuell Vierter der 2. Eishockey-Bundesliga, mit der besten Defensive und dem besten Unterzahlspiel. Wenn diese beiden Teams heute um 19.30 Uhr im Schweinfurter Icedome aufeinandertreffen, dann sind die Starbulls klarer Favorit auf den Einzug ins Viertelfinale.

Vom Motto "hinfahren, drüberfahren, heimfahren" hält Rosenheims Trainer Franz Steer trotz des Klassen- und Formunterschiedes allerdings nichts: "Wir brauchen dieses Spiel gar nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Locker geht da nichts", sagt der Rosenheimer Trainer, der volle Konzentration und die richtige Einstellung von seinen Spielern fordert. Die Starbulls reisen in jedem Fall ohne Niko Senger nach Schweinfurt, der wegen Leistenproblemen auch am kommenden Wochenende ausfallen wird. Fraglich ist, ob Marcus Marsall nach seiner Sprunggelenksverletzung schon wieder einsatzfähig ist, auch Norman Hauner ist leicht angeschlagen. Möglich ist also, dass Steer seine Sturmreihen verändern muss.

In Schweinfurt freut man sich auf die Starbulls: "So ein Spiel bekommen die Zuschauer hier vielleicht alle 15 Jahre zu sehen", sagt der Sportliche Leiter Steffen Reiser, der aufgrund der Personalsorgen bei den Mighty Dogs zuletzt selbst wieder die Schlittschuhe schnürte und in der Verteidigung aushalf. Auch er konnte aber nicht verhindern, dass sein Team zuletzt in Selb mit 2:5 unterlag und dabei noch gut bedient war.

Nicht verkraften kann Schweinfurt das Fehlen des routinierten Angreifers Mikhail Nemirovsky, der schon Erfahrung in der AHL, DEL und in Russlands erster Liga sammelte. Er ist der Kopf der Mannschaft, die vom Stil her eher osteuropäisch geprägt ist, was natürlich an Trainer Viktor Proskuryakov und einigen Neuzugängen wie Vitalij Stähle und Dimitrij Litesov liegt. Verteidiger Edgars Apelis kam aus Lettland, konnte aber noch nicht überzeugen und ist in die Kritik geraten. Stürmer Bryce Hollweg ist als US-Soldat in Schweinfurt stationiert, fehlte aber zuletzt berufsbedingt.

Dazu gibt es im Kader der Mighty Dogs zwei in Rosenheim bekannte Gesichter: Beppi Eckmair und Jens Feuerfeil. Ersterer spielte im Nachwuchs, Ende der 90er-Jahre in der DEL und dann in der Bayernliga für Rosenheim, Letzterer hauptsächlich im Nachwuchs und dann in der Oberliga für die Starbulls. "Da treffe ich nicht nur auf dem Eis einige Bekannte, sondern auch drumherum", freut sich Eckmair ganz besonders auf dieses Spiel.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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