Ein Auftakt nach Maß!

Peiting - Die Starbulls Rosenheim haben das erste Spiel im Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga gewonnen. Beim Peitinger EC behielten sie in einer spannenden Begegnung mit 3:2 die Oberhand! **Live-Ticker zum Nachlesen**

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Kommentar von OVB-Sportreporter Hans-Jürgen Ziegler

Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Starbulls mit breiter Brust nach Peiting

Nach enttäuschender Vorrunde sind die Starbulls Rosenheim in den Play-offs der Eishockey-Oberliga wie Phönix aus der Asche emporgestiegen, haben die spannende Viertelfinal-Serie über sieben Spiele gegen Bad Nauheim für sich entschieden, dann im Halbfinale den Vorrunden-Dominator Herne aus dem Bewerb gekegelt und dabei zum Abschluss ein 9:2-Schützenfest gefeiert. Da kann dann vor dem ersten Spiel der Finalserie am heutigen Dienstag (20 Uhr) beim EC Peiting nur noch eine Steigerung kommen: die Meisterschaft!

Logisch ist, dass nach diesem bisherigen Play-off-Geschehen die Starbulls mit einer breiten, selbstwussten Brust nach Peiting reisen. Das ist wichtig, gerade in der Phase, in der Wille und Herz noch mehr entscheiden als sonst. Da macht es dann sicherlich auch nichts aus, dass die Rosenheimer in den Play-offs schon drei Partien mehr in den Knochen haben als die Peitinger - das wird ausgeblendet, denn die Aussicht auf einen Titel beflügelt. "Es gibt nicht viele Möglichkeiten im Leben eines Spielers, eine Meisterschaft zu gewinnen - diese Gelegenheiten muss man einfach nutzen" hat Trainer Franz Steer seinen Mannen mit auf den Weg gegeben.

Die Starbulls hatten nach dem grandiosen Eishockey-Abend gegen Herne einen Tag trainingsfrei, am Sonntag wurde dann wieder trainiert und gestern gab es dann wieder eine Einheit, in der Spritzigkeit und die Special Teams auf dem Programm standen. Auf die Über- und Unterzahlformationen kommt in dieser Serie sicherlich viel an. Peiting hat ein starkes Powerplay, allerdings konnten die Starbulls in den letzten Spielen oftmals Strafzeiten vermeiden. Und wenn nicht, dann klappte das Unterzahlspiel auch gut: "Gegen Herne haben wir da sehr gut agiert", lobte Steer, der sich am freien Tag wieder fleißig vor den Fernseher setzte und DVDs von den Peiting-Spielen sichtete.

Die Stärken und Schwächen des Vorjahresfinalisten sind nicht neu, denn: "Peiting hat eine eingespielte Mannschaft, der Kern ist seit Jahren beisammen", sagt Steer. Die Paradereihe mit Lubor Dibelka, Ales Kreuzer und dem Ex-Rosenheimer Michael Fröhlich kennt man, dazu weitere talentierte Stürmer, die starken Verteidiger um Milos Vavrusa oder Gordon Borberg sowie den Klasse-Goalie Stefan Horneber. Dazu ist zu erwarten, dass sich Trainerfuchs Leos Sulak wieder den ein oder anderen Kniff einfallen lässt.

Dies weiß aber auch Franz Steer und so dürfte das Überraschungsmoment wiederum gering sein. Der Rosenheimer Coach hat bis auf Christian Schönmoser (verletzt) und Max Meirandres (bei der U18-Nationalmannschaft) alle Mann an Bord und kann deshalb quasi auch aus dem Vollen schöpfen. Die bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison waren allesamt recht knappe Angelegenheiten: In Rosenheim blieb Peiting zweimal Sieger (2:3 nach Penaltyschießen und 1:3), in Peiting gewannen die Starbulls einmal mit 4:3 nach Verlängerung, eine Begegnung endete 1:0 für die Gastgeber. Auffallend ist, dass beide Abwehrreihen ein gutes Werk verrichteten, denn die Trefferanzahl war jeweils gering. "An einem Finaltag musst du fit sein und deine Leistung auch abrufen können", meint Steer, angesprochen auf ein mögliches Erfolgsrezept. Auf seine Antwort fügte er aber noch an, dass dies noch nicht unbedingt für einen Sieg reiche. "Du musst dafür sorgen, dass das Momentum auf deine Seite fällt." Die Kleinigkeiten sind es also, die entscheiden. Ein gelunges Unterzahlspiel, das notwendige Quäntchen Glück oder auch mal ein Schiedsrichter-Pfiff.

Steer weiß, dass zumindest ein Rosenheimer Sieg in Peiting beim Modus "Best of five" notwendig ist. "Wir fahren jedenfalls nicht nach dahin und machen uns in die Hosen", sagt der Starbulls-Coach vor dem ersten Gastspiel. Und: Bei so einer Final-Vorgeschichte, die die Starbulls im bisherigen Play-off-Verlauf abgeliefert haben, sollte einen nichts mehr umhauen. Der Starbulls-Express ist angerollt und will sich auf dem Weg zum "Zielbahnhof" Meistertitel nicht mehr aufs Abstellgleis schieben lassen. Die Weichen dafür stehen jedenfalls auf Grün(-Weiß)!

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © eraffe

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