Eindrucksvolles Ende eines kleinen Tiefs

  • Martin Weidner
    vonMartin Weidner
    schließen

Rosenheim - „Das war heute hochklassiges Eishockey“, meinte Franz Steer. Eben hatten seine Starbulls den ESV Kaufbeuren mit 8:3 geschlagen. ** Mit Video vom Spiel und Video von der PK**

Norm Maracle tanzte vor der Mangfallkurve, Stephen Werner initiierte die Welle mit den Fans und Stephan Gottwald ergriff das Mikrofon und stimmte das „Humba“ an – die Starbulls Rosenheim feierten das Ende des kleinen Tiefs von drei Niederlagen in der 2. Eishockey-Bundesliga, das mit einem eindrucksvollen 8:3-Erfolg über den ESV Kaufbeuren weggefegt wurde.

Einziger Wermutstropfen in der Rosenheimer Freude: Es gab keine „volle Hütte“ und mit 4280 Fans wurde das Ziel „5000plus“ doch recht deutlich verfehlt. Allerdings ist diese Tatsache diesmal nur nebensächlich und tat der Freude über den hohen Sieg und das starke Spiel keinen Abbruch.

„Das war heute hochklassiges Eishockey“, meinte Starbulls-Trainer Franz Steer. Mit einem besonderen Moment, auf den alle im Stadion gewartet hatten: 14 Minuten und 17 Sekunden lang, denn dann lag die Scheibe im Gäste-Tor. Floppo Zeller hatte mit dem 1:0 für die Starbulls den „Kuscheltier-Alarm“ ausgelöst. Viele Zuschauer hatten Kuscheltiere mitgebracht und deckten die Eisfläche damit nach dem Torjubel schier zu.

Mit einem wahren Sturmlauf deckten die Rosenheimer Eishockeyspieler dann den Gegner zu, nachdem Kaufbeuren noch vor der ersten Drittelpause ausgeglichen hatte. Allerdings dauerte es nach Wiederbeginn nur 98 Sekunden, ehe die Starbulls auf 3:1 davonzogen. Zunächst fasste sich Tommi Hannus ein Herz und setzte die Scheibe vom linken Bullypunkt aus maßgerecht ins lange Eck zum 2:1, kurz darauf wagte sich Verteidiger Niko Senger in die Offensive und erzielte sein erstes Saisontor.

Zwar kam Kaufbeuren nach einer Unachtsamkeit in der Defensive noch einmal heran, ehe der beste Spieler des Abends die Weichen auf Sieg stellte: Stephen Werner erzielte zunächst das 4:2, bediente dann mit einer überragenden Übersicht seinen Kapitän Stephan Gottwald, der zum 5:2 traf, und erzielte dann im letzten Abschnitt das 6:2.

Das Spiel war gelaufen, Rosenheim hatte aber noch nicht genug: Zunächst erzielte Hannus sein zweites Tor, ehe Werner nach glänzender Vorarbeit von Hannus das 8:2 markierte. Der dreifache Torschütze, sein neuer Sturmpartner aus Finnland und der wiedergenesene Kapitän Gottwald erwiesen sich als absoluter Traumsturm: „Das hat schon ganz gut ausgesehen“, lobte Steer, wollte aber die Euphorie nicht zu stark anwachsen lassen. Zumal die gesamte Mannschaft vom einmal mehr sicheren Norm Maracle über die umsichtigen Verteidiger bis hin zu den rackernden und nie aufgebenden Angreifern wie Robert Schopf und Kollegen eine starke Leistung zeigten.

Gäste-Trainer Ken Latta musste deshalb auch geknickt feststellen: „Rosenheim hat uns einen Tritt in den Hintern verpasst.“

Statistik:

Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren 8:3 (1:1, 4:1, 3:1).

Tore: 1:0 (15.) Zeller/Auger, Stephens, 1:1 (20.) Ebner/Menge, Wehrstedt, 2:1 (21.) Hannus/Werner, Stephens, 3:1 (22.) Senger/Reeder, Auger, 3:2 (30.) Menge/Ebner, Sikora, 4:2 (33.) Werner/Gottwald, Marsall, 5:2 (37.) Gottwald/Reader, Werner, 6:2 (47.) Werner/Paderhuber, Gottwald, 7:2 (50.) Hannus/Schopf, 8:2 (54.) Werner/Hannus, Gottwald, 8:3 (54.) Wehrstedt/Hoffmann, Ebner;

Strafminuten: Rosenheim 12, Kaufbeuren 10; Zuschauer: 4280.

OVB

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © bz

Auch interessant

Kommentare