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Kehrt zurück in die Mannschaft: Verteidiger Tim Kunes.

Weihnachten bei den Starbulls

Rosenheim - Was machen eigentlich Zweitliga-Eishockeyspieler kurz vor und nach Weihnachten? Trainieren, spielen, eine offizielle und eine mannschaftsinterne Weihnachtsfeier.

Weil die Starbulls am Donnerstag spielfrei waren, haben sie intern am Mittwoch gefeiert. „Es war lustig, sehr lustig. Und deshalb werden wir am Donnerstag etwas härter trainieren beziehungsweise richtig nachschwitzen“, erklärte Starbulls-Coach Franz Steer und fügte lächelnd hinzu: „Heute kommt der Krampus“.

Dass die Starbulls feiern können, wissen wir ja schon länger:

Starbulls feiern den Aufstieg in die 2. Liga

Steer will mit seinem Team am zweiten Weihnachtsfeiertag in Bietigheim unbedingt punkten. So wie im ersten Zweitliga-Spiel, als die Rosenheimer beim damaligen Meisterschaftsmitfavoriten einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen holten und damit für die erste Überraschung sorgten. Mittlerweile sind die Karten anders verteilt: Bietigheim mit 25 Punkten Tabellenvorletzter, die Starbulls sind Tabellensechster und haben satte 16 Punkte mehr auf dem Konto als die Steelers. "Trotzdem haben wir uns zweimal enorm schwer getan gegen Bietigheim", erinnert er sich an die Spiele gegen die Schwaben. Da war allerdings noch sein ehemaliger Landshuter Mitspieler Christian Brittig auf der Kommandobrücke der Bietigheimer und der bevorzugte die defensive Ausrichtung. "Ich glaube, dass Bietigheim unter Dany Held jetzt offensiver agiert", vermutet Steer.

Kehrt zurück nach Kanada: Konrad Reeder.

Das könnte den Starbulls mit ihren schnellen Stürmern entgegenkommen. Weil Marius Möchel bei der U20-WM in den USA ist und Philipp Quinlan mit München trainiert und sein Einsatz unsicher ist, wird es mit der vierten Sturmreihe eng. Mit dabei ist dafür wieder Verteidiger Tim Kunes. "Seine Handverletzung war Gott sei Dank nicht so schlimm", freut sich Steer über die Rückkehr des starken 23-jährigen US-Amerikaners, der zusammen mit Dominic Auger mit jeweils 18 Punkten bester Verteidiger ist. Die Rückkehr von Kunes bedeutet gleichzeitig, dass Konrad Reeder gegen Kaufbeuren sein letztes Punktspiel für die Starbulls bestritten hat. Der Kanadier hat einen Auflösungsvertrag unterschrieben und kehrt mit seiner Familie am 29. Dezember nach Kanada zurück. Fünf Tore und sieben Assists in 24 Spielen waren für einen Kontingentspieler letztendlich zu wenig, auch wenn Reeder beileibe kein Fehleinkauf war. Er hat immer Gas gegeben, mannschaftsdienlich gespielt und gerade zuletzt ist der kleine Stürmer immer besser in Schwung gekommen. Doch da war sein Nachfolger Tommi Hannus schon in Rosenheim und der schlug voll ein. Der Sturm mit dem Finnen Hannus, Stephen Werner und Stephan Gottwald könnte die neue "Starbulls-Waffe" werden, auch wenn Franz Steer das nicht so gerne hört: "Sie spielen zweifelsohne gut, aber unsere große Stärke ist unser Zusammenhalt. Wir sind nur als Team stark." Gegen Kaufbeuren war laut Steer "Robert Schopf überragend und er ist ein genauso wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft wie jeder andere Spieler." Und diesen Teamgedanken will Steer auch im neuen Jahr von seiner Mannschaft sehen.

Gemütlich gegart...

Was macht eigentlich Franz Steer an Weihnachten? "Am Heiligabend nach Nürnberg fahren, in der Nacht wieder zurück. Am 25. ist mittags Training in Rosenheim und am Abend für zehn Freunde kochen". Und jetzt festhalten! Das Hauptgericht: Gemütlich gegarte Frischlingskeule im Honigmantel, selbst zubereitet vom "Alfons Schuhbeck der 2. Eishockey-Bundesliga". Frohe Weihnachten...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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