"Möchel fliegt auf jeden Fall nach Amerika"

Rosenheim - Nur noch ein Spiel, dann ist er vorübergehend weg - die Starbulls müssen aller Voraussicht nach in den nächsten Spielen der 2. Eishockey-Bundesliga auf Marius Möchel verzichten.

Der Stürmer steht im vorläufigen Aufgebot der deutschen U20-Nationalmannschaft für die anstehende Weltmeisterschaft in Buffalo und Niagara Falls und fliegt bereits am Samstag mit dem Team zur Vorbereitung in die USA.

"Marius Möchel wird auf jeden Fall nach Amerika mitfliegen", verkündete U20-Bundestrainer Ernst Höfner auf der Pressekonferenz nach dem DEB-Pokal-Halbfinale, das seine Junioren-Nationalspieler bei den Starbulls mit 1:7 verloren. Möchel spielte da bereits für die deutsche Auswahl, konnte aber - wie seine Teamgefährten - gegen die engagierten und dominanten Rosenheimer nichts ausrichten. Dennoch erhielt er von Höfner ein Lob. "Er hat seine Sache zuletzt ganz gut gemacht", befand der Bundestrainer, der Möchel sehr oft beobachten konnte, nachdem Höfner ja selbst des Öfteren die Starbulls-Spiele in Rosenheim begutachtete.

Bundestrainer Ernst Höfner lobte Marius Möchel.

Ein lachendes und ein weinendes Auge gibt es wohl bei Starbulls-Trainer Franz Steer, der aber klarmachte, dass er sich für seinen Angreifer mächtig freut: "Uns tut das weh, weil uns jetzt der Mittelstürmer der dritten Reihe fehlt", meinte Steer, "aber es ist toll, dass er diese Chance und vielleicht auch dieses Erlebnis bekommt. Das bringt ihn sicherlich weiter und er wird mit einer großen Erfahrung zurückkommen". Möchel wird also nur noch am Freitag in Schwenningen für die Starbulls auflaufen und dann wohl erst wieder im neuen Jahr. Zumindest sieht es so aus, als ob Steer am Sonntag im 5000plus-Heimspiel gegen Kaufbeuren wieder auf Stephan Gottwald nach dessen Schulterverletzung zurückgreifen kann.

Marius Möchel ist nur einer von sechs Akteuren im vorläufigen deutschen WM-Kader, die am Dienstag in Rosenheim die deutliche Niederlage hinnehmen mussten. "Da haben drei Viertel der Spieler gefehlt", merkte Rosenheims Trainer Steer an. Zum 25-Mann-Aufgebot, das Höfner, Uwe Krupp (wirkt bei der U20 als höchst engagierter Assistent) und Torwart-Trainer Klaus Merk benannt haben, stoßen nun noch acht Spieler aus DEL-Vereinen und weitere acht deutsche Akteure hinzu, die bei Vereinen in Nordamerika spielen - dazu zählen auch der Rosenheimer Torhüter Philipp Grubauer oder die Landshuter Stürmer-Talente Tom Kühnhackl und Tobias Rieder. Fünf Spieler stehen in Deutschland auf Abruf, zu ihnen gehört auch der ehemalige Rosenheimer Goalie Lukas Steinhauer von den Hannover Scorpions.

Die DEB-Auswahl wird sich in Rochester auf die am 26. Dezember beginnende und bis 5. Januar dauernde Weltmeisterschaft vorbereiten. Am kommenden Mittwoch trifft man in einem letzten Testspiel auf das Team der Tschechischen Republik - nach diesem Match wird das endgültige deutsche Aufgebot benannt. Drei Spieler müssen dann den Weg nach Hause antreten. Spätestens dann beginnt für Höfner & Co. die Mission Klassenerhalt.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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Quelle: rosenheim24.de

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