Starbulls verlieren im Penalty-Schießen!

Rosenheim - Gut gekämpft, aber am Ende doch verloren: Die Starbulls Rosenheim haben am Sonntagabend im eigenen Stadion gegen die Dresdner Eislöwen mit 3:4 den Kürzeren gezogen - aber erst im Penalty-Schießen. **Zum Live-Ticker**

Das Spitzenspiel der zweiten Liga begann für die Starbulls wie schon am Freitag in Hannover: Bereits nach 26 Sekunden lag der Aufsteiger mit 0:1 zurück - und es sollte noch schlimmer kommen. Nach nur 2:15 Minuten führte der Tabellenzweite aus Dresden bereits mit 2:0, aber die Starbulls zeigten den 2175 Zuschauern im Kathrein-Stadion was sie in diesem Jahr so stark macht: Die Moral. Noch im ersten Drittel verkürzte Tim Kunes auf 1:2, Stephan Gottwald legte in der 35 Minute nach - 2:2.

Die Pressekonfernz zum Nachhören bei Radio Charivari

Das dritte Drittel begann ausgeglichen, aber es war den Gästen aus Dresden vergönnt, in der 53. Minute den erneuten Führungstreffer zu erzielen. Eigentlich schien das Spiel für die Starbulls dann schon verloren, denn es waren nur noch wenige Sekunden zu spielen, als Starbulls-Torhüter Norm Maracle sein Gehäuse verließ - mit Erfolg: Dominic Auger erzielte 18 Sekunden vor dem Ende das 3:3.

In der Verlängerung tat sich nicht viel und das Penalty-Schießen musste die Entscheidung bringen: Dresden legt vor, Tim Kunes trifft nur den Pfosten, Dresden vergibt, Florian Zeller schießt den Torwart an, Dresden trifft - die Starbulls Rosenheim verlieren nach einem großen Kampf im Penaltyschießen mit 3:4.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag im OVB.

Zum Live-Ticker

Lesen Sie hier den Vorbericht des OVB:

Der beste Sturm der Liga kommt

Müsste man die Chancen der Starbulls im Sonntag-Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen nach dem Stand der Skorerwertung in der 2. Bundesliga bewerten, dann stünden die Chancen der Oberbayern auf einen Sieg bei weniger als zehn Prozent. Während die Gäste aus Dresden drei Stürmer unter den ersten Fünf (!) der Top-Skorer-Wertung platziert haben, rangiert Rosenheims Bester, Stephan Gottwald, erst auf Platz 19. Dresden kommt also mit dem besten Sturm der Liga an die Mangfall: Sami Kaartinen (18 Tore/19 Assists), Patrick Jarrett (8/27) und Jan Zurek (15/13) haben allein zwei Drittel aller Tore der Sachsen erzielt. Wie lautet das Geheimnis dieses Wundersturms? "Die Kommunikation untereinander ist einfach exzellent. Wir reden sehr viel, analysieren die Situation auf dem Eis und haben etwas, was ich als ,The sense of hockey' - ein Gespür für das Spiel - bezeichnen würde, " sagen Torjäger Sami Kaartinen und sein genialer Vorbereiter Patrick Jarrett. Blindes Verständnis mit seinem finnischen Nebenmann zeichnete den Kanadier bereits im vergangenen Jahr aus, doch erst mit dem 34-jährigen Deutsch-Tschechen Jan Zurek scheint die Reihe nun endgültig komplett.

Und wie will sich Rosenheims Trainer Franz Steer gegen diese "Waffe" wehren? "Wir spielen unser Spiel mit vier Reihen. Ich werde keine spezielle Formation auf den Dresdner Topsturm abstellen. Die sollen sich nach uns richten", erklärte Steer selbstbewusst und dieses Selbstbewusstsein haben sich die Rosenheimer über die bisherige Saison auch hart erarbeitet. "Wir wissen was wir können, und wenn wir ins Laufen kommen sind wir schwer zu schlagen. Egal wie der Gegner heißt", vertraut Steer auf seine Mannschaft. Da stört es ihn auch nicht, dass die Skorerwertung ganz klar von Dresden dominiert wird. Viel mehr stört es der Rosenheimer Erfolgscoach, dass im Vorfeld zuviel über Dresden und über den angeblich besten Sturm der Liga (Steer: "Die haben ich bei unserem 4:2-Sieg in Dresden kaum gesehen") gesprochen wird. "Zuerst müssen wir uns heute in Hannover behaupten und das wird schwer genug", warnt Steer davor die "Indianer" zu unterschätzen. Eine lange Busfahrt, eine einmalige Stimmung, das offene Stadion am Pferdeturm, die Kälte - Voraussetzungen, die für Hannover sprechen. "Und sie haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt und gemerkt, dass sie gewinnen können", sagt Steer.

Besonders gefreut hat den Rosenheimer Trainer, dass Marius Möchel am letzten Dienstag wieder DEL-Luft schnuppern durfte. München fragte nach, ob der 19-Jährige gegen Krefeld spielen könne, Steer stimmte selbstverständlich zu und war von der Leistung seines Stürmers beim Münchner 4:2-Sieg angetan: "Das bringt ihn weiter, aber auch uns, weil viele junge Spieler merken, dass in Rosenheim super Arbeit geleistet wird." Und die wird mit Sicherheit mehr und mehr von den Zuschauern honoriert. Zum Spitzenspiel am Sonntag hoffen die Verantwortlichen auf über 3000 Fans. Das müsste zu machen sein, denn ein Spiel mit ähnlicher Konstellation auf dieser Ebene hat es über 18 Jahre nicht mehr im Rosenheimer Eisstadion gegeben. bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © eraffe.de

Auch interessant

Kommentare