Eine Pleite gegen den Tabellenführer

Starbulls unterliegen Bietigheim Steelers klar mit 1:7

Rosenheim - Zwei Siege, eine klare Niederlage: Das ist die Starbulls-Bilanz vom vergangenen Wochenende. Und schon steht die nächste Herkules-Aufgabe an: Rosenheim empfängt am heutigen Freitag um 19.30 Uhr den Tabellenführer, die Bietigheim Steelers.

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UPDATE, 21.50 Uhr - So geht das Spiel zu Ende

Mit 1:7 unterliegen die Starbulls einem in allen Belangen überlegenen Tabellenführer aus Bietigheim. Bereits nach drei Minuten hatten die Gäste eine Drei-Tore-Führung heraus geschossen. Nach der anschließenden Auszeit und einem Torhüterwechsel (Steinhauer für Herden) konnten die Rosenheimer den Angriffsschwung ein wenig eindämmen. Den Rosenheimern war in jeder Phase des Spiels das Fehlen zahlreicher Spieler anzumerken. Nichtsdestotrotz brachten die Jungs aus der DNL immer frischen Wind aufs Eis und konnten auch den Ehrentreffer durch Hain erzielen. Für die Starbulls wird es nicht leichter, am Sonntag gastieren die Grün-Weißen in Frankfurt.

UPDATE, 21.15 Uhr - So steht es nach dem zweiten Drittel:

0:5 steht es aus Rosenheimer Sicht zur zweiten Pause. Bietigheim ist die klar bessere Mannschaft heute. Immer wenn sie einen Gang höher schalten, wird es für die Rosenheimer gefährlich. Mitte des Zweiten Drittels konnten die Rosenheimer ein ums andere Mal etwas gefährlich vor Martinovic auftauchen. Es sprang aber nichts Zählbares dabei heraus. McKnight (21) und Alt (31) konnten für die Gäste das Ergebnis in die Höhe schrauben.

Vorbericht:

"Vollschlaf beim ersten Gegentor, Vollschlaf beim zweiten Gegentor, Vollschlaf beim vierten Gegentor", so kommentierte Franz Steer die drei Gegentore, die seine Mannschaft am Dienstag in Bayreuth in Unterzahl hinnehmen musste. Der Gegner hatte drei seiner insgesamt nur vier Überzahlsituationen in Treffer umgemünzt, wobei die aus kurzer Distanz abschließenden Torschützen jeweils völlig frei standen. "Unser Unterzahlspiel ist eigentlich nicht schlecht. Aber wenn unsere Verteidiger von irgendwelchen Dingen träumen und sich nicht an die vorgegebene Spielweise halten, dann sagt der Gegner natürlich danke", so Franz Steer weiter, dessen Team in den eigenen, ebenfalls vier Überzahlsituationen in Oberfranken zu keiner nennenswerten Torchance kam – weil Bayreuths Box einfach "nur" diszipliniert und konsequent stand. Dass die Starbulls am Dienstag ansonsten zwar auf Augenhöhe mit dem Gegner agierten, war letztlich ein Muster ohne Wert.

Effektivste Unterzahlmannschaft

Dass es im Heimspiel gegen Bietigheim am Freitag aber erneut ganz besonders auf die "Specialteams" ankommen wird, belegt ein Blick auf die Statistik: Die Steelers sind mit einer Quote von 24,3 Prozent nicht nur das erfolgreichste Überzahlteam, sondern mit der Top-Quote von 89,1 Prozent auch die effektivste Unterzahlmannschaft der Liga. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung der Mannschaft von Kevin Gaudet auf den Tabellenzweiten aus Frankfurt. Die Torbilanz ist mit 170 erzielten und lediglich 102 hingenommenen Toren überragend. Und dass die Steelers zuletzt zuhause gegen Kaufbeuren mit 1:2 verloren und am Dienstag beim abgeschlagenen Tabellenletzten in Crimmitschau einen Punkt abgeben und erst in der Verlängerung den 4:3-Siegtreffer erzielten, dürfte die Aufgabe für die Starbulls nicht leichter machen. Spiele gegen Rosenheim werden in Bietigheim immer ganz besonders gehypt, Siege gegen den "Lieblingsgegner" ganz besonders goutiert – ein Erfolg am Freitag an der Mangfall, und alles wäre trotz der beiden zuletzt bescheidenen Auftritt wieder gut.

Die Steelers werden so komplett wie noch nie in dieser Spielzeit gegen die Starbulls antreten können – auch mit dem Liga-Topscorer der vergangenen Saison Justin Kelly, der seine schwere Gehirnerschütterung nun überwunden hat und seit vier Spielen wieder mit an Bord ist. Lediglich auf Markus Gleich (Gehirnerschütterung), Robin Just (Oberkörperverletzung) und eventuell auf David Wrigley (Leistenverletzung) muss Steelers-Coach Gaudet verzichten. Sollte Letzterer ausfallen, besteht zumindest nicht das Problem, dass ein Kontingentspieler zwangsweise auf die Tribüne verbannt werden muss. Derer haben die Steelers nämlich mit Wrigley, Shawn Weller, Justin Kelly, Matt McKnight und Marcel Rodman sogar fünf im Kader.

Leise Hoffnungen auf Comebacks

Ganz anders sieht es personell leider im Moment bei den Starbulls aus. Peter Lindlbauer, Simon Heidenreich, Simon Fischhaber, Michael Rohner, Thomas Reichel, Tyler McNeely und Michael Baindl fehlten zuletzt, und Starbulls-Coach Franz Steer ging von dieser Ausfallliste auch für das anstehende Wochenende aus. Lediglich bei McNeely, Reichel und eventuell Baindl gibt es noch leise Hoffnungen auf ein eventuelles Comeback. Weil die DNL-Mannschaft erst am Sonntag wieder ins Spielgeschehen eingreift, stehen gegen Bietigheim aber erneut Veit Wieczorek, Valentin Hein und Florian Krumpe für das DEL 2-Team zur Verfügung.

Steer: "Natürlich fehlen da wichtige Stützen"

Die drei Youngster verdienten sich als vierte Sturmreihe in den letzten drei Partien ein Lob von Trainer Franz Steer, wie übrigens auch die dritte Sturmreihe mit Leopold Tausch, Yannick Wenzel und Andreas Nowak. Unter ihren Möglichkeiten agierten dagegen zuletzt die ersten beiden Offensivformationen. "Natürlich fehlen da wichtige Stützen und natürlich ist da der ein oder andere Spieler jetzt platt", sagt Franz Steer, dem angesichts der vielen Ausfälle aber die Hände gebunden sind. Der Starbulls-Coach sprach nach dem Spiel in Bayreuth aber auch Klartext: "Von ein paar Spielern war ich richtig enttäuscht. Die einfachen Dinge nicht richtig machen, nur Zuzuschauen, anstatt den Nachschuss zu suchen und dann immer gleich Entschuldigungen und Ausreden suchen, das geht einfach nicht". Von dem ein oder anderen Spieler erwartet der Trainer deshalb auch und gerade in den Spielen gegen die hochkarätigen Gegner an diesem Wochenende eine Reaktion.

rosenheim24.de berichtet die Partie wie gewohnt im Live-Ticker.

Am Sonntag um 18.30 Uhr müssen die Starbulls zu den Frankfurter Löwen. Sowohl gegen Frankfurt als auch gegen Bietigheim könnte es an diesem Wochenende übrigens der letzte Vergleich mit den Starbulls für längere Zeit sein. Beide Standorte haben zum Stichtermin in dieser Woche die Bürgschaft von 100.000 Euro hinterlegt, um bei freiwerden eines Platzes in der DEL für die kommende Spielzeit am Lizenzierungsverfahren für die höchste deutsche Eishockeyspielklasse teilnehmen zu dürfen.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Starbulls Rosenheim/Ludwig Schirmer

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