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Starbulls schlugen schnell zurück

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Rosenheim - So schnell kann sich das Klima ändern: Vor einer Woche herrlichstes Herbstwetter, dafür Frust bei den Starbulls, jetzt Schnee und Frost draußen, dafür "Sonne" auf dem Eis. *NEU: Video mit Spielhöhepunkten*

Die Höhepunkte aus Schwenningen im Video:

Und nachdem das Steer-Team letzte Woche gegen zwei unmittelbare Tabellennachbarn sechs wichtige Punkte abgegeben hat, konnte es diesmal gegen einen weiteren Nachbarn drei und als Zugabe weitere zwei beim Tabellenführer erobern. Noch radikaler war der Wandel übrigens bei den Crimmitschauern, einem der beiden Starbulls-Bezwinger vor einer Woche: Nach dem Abzug der beiden NHL-Profis erlitten die Sachsen diesmal nicht nur punkte-, sondern auch toremäßig mit 0:7 und 0:8 ein Null-Wochenende.

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Zick trifft in der Verlängerung

Nicht schön, aber erfolgreich

Dabei kam mit dem sächsischen Gast aus Weißwasser nicht gerade ein Rosenheimer Lieblingsgegner an die Mangfall, hatten doch die Füchse in den bisherigen vier Matches in Rosenheim kein einziges Mal alle Punkte dagelassen, sondern alle vier gewonnen, je eins davon in der Verlängerung bzw. im Penalty-Schießen. Dass es beim fünften Versuch endlich für einen Heim-Dreier reichte, lag unter anderem daran, dass die Starbulls es endlich einmal schafften, nach Gegentreffern schnell zurückzuschlagen. So beantwortete Andrej Strakhov den gegnerischen Ausgleich nur 105 Sekunden später mit der erneuten Führung zum 2:1, und als Danny Gare die Sachsen noch einmal auf 2:4 herangebracht hatte, erzielte Ryan Delmonte quasi postwendend (nur 27 Sekunden später) das 5:1. Ein Gegentor in weniger als zwei Spielminuten zu kontern, das hatten die Starbulls in den vorangegangenen zehn Spielen erst ein einziges Mal geschafft, nämlich in Bietigheim, doch zu diesem Zeitpunkt war das Match mit 0:5 schon außer Reichweite. Bei dieser Niederlage ebenso wie bei denen in Heilbronn sowie im ersten Heimspiel gegen Schwenningen schaffte es der Gegner, jeweils weniger als zwei Minuten nach einem Rosenheimer Treffer zu kontern, die Wild Wings damals sogar zehn (!) Sekunden nach dem Rosenheimer 2:0.

Am Sonntag lief es dann nicht so toll mit dem Toreschießen für die Schwenninger, gelang es ihnen doch trotz des schnellen Ausgleichs nach der frühen Rosenheimer Führung 57:28 Minuten lang nicht mehr, Pasi Häkkinen zu überwinden, bereits die fünfte Phase ohne Gegentor von mehr als 50 Minuten Dauer in der laufenden Spielzeit. Und dies noch dazu fast ein Viertel dieser Zeit mit einem oder zwei Mann weniger auf dem Eis, denn wieder einmal in Spielen zwischen den Wild Wings und den Starbulls (siehe letztjähriges Play-off) waren die Strafzeiten äußerst merkwürdig verteilt. Die Schwenninger "Lämmchen" mussten gerade einmal 3:14 Minuten in Unterzahl zubringen, während Franz Steers "Schlägertruppe" sich 13:40 Minuten in dieser Konstellation behaupten musste. Erst ein einziges Mal in dieser Saison waren die Strafen ähnlich einseitig verteilt, nämlich bei der 3:4-Overtime-Niederlage in Heilbronn. Und damals wie diesmal leitete derselbe Schiedsrichter die Partie. Dicke Freunde werden Herr Westrich und Franz Steer wohl nicht mehr werden! Ein Rekord war diese "Schieflage" allerdings nicht, denn am 7. Dezember 2010 hatten Gottwald & Co. beim 4:3-Overtime-Sieg in Ravensburg glatte zwölf Minuten mehr Unter- als Überzahl zu bestreiten. Damals hatte Herr Westrich allerdings ein Alibi, denn der Referee hieß Oswald...

Einer fiel am Freitag gegen Weißwasser besonders positiv auf: Robert Schopf. 82 Punktspiele lang hatte er seit seinem Play-off-Tor beim 5:2 in Heilbronn am 20. März 2011 nicht mehr getroffen (sein letztes Tor auf eigenem Eis lag noch fast einen Monat länger zurück), nun war es nicht nur ein herrlich herausgepieltes und abgeschlossenes Tor, sondern auch bereits sein zweiter Scorerpunkt in diesem Spiel, denn auch das 1:0 von Bryan Schmidt hatte Schopf vorbereitet. Hoffentlich fällt sein nächster Treffer vor der Saison 2014/15...

Am Sonntag war dann ein anderer der "Jungen Garde" der Held, nämlich Fabian Zick, der mit seinem dritten Saisontor bereits die gesamte Ausbeute des letzten Jahres egalisieren konnte. Für die Wild Wings war es übrigens bereits die sechste Overtime in dieser Saison (Rekord), und die erste, bei denen sie es nicht ins Penalty-Schießen schafften.

Manfred Eder/Oberbayerisches Volksblatt

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