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Pleite in der Lausitz - Heimrecht ade

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Von: Martin Weidner

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Starbulls-Coach Franz Steer ärgert sich über die Niederlage bei den Lausitzer Füchsen. © bz (Archivfoto)

Weißwasser - Die Starbulls werden als Fünfter oder Sechster in die am Mittwoch beginnende Play Off-Runde starten. Das steht nach der Niederlage in Weißwasser fest. *mit PK-Video*

Vor 2.750 Zuschauern im altehrwürdigen „Fuchsbau“ – für das Stadion könnte es schon das letzte offizielle Spiel gewesen sein, denn nächste Saison ziehen die Sachsen in eine neue Arena um – verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) bei den Lausitzer Füchsen und müssen damit jegliche Hoffnung auf das Heimrecht im Play Off-Viertelfinale begraben. Da Landshut (3:2 gegen Bremerhaven) und Ravensburg (7:2 in Dresden) am Abend ihre Partien hingegen gewannen, steht außerdem fest, dass die Grün-Weißen in der ersten Runde auf einen dieser beiden Klubs treffen werden. Ein Duell mit den Fischtown Pinguins ist zunächst ausgeschlossen.

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Das Spiel begann aus Sicht der Rosenheimer eigentlich ganz gut. Mit robustem Forechecking machten sie die Räume anfangs eng und ließen kaum gefährliche Szenen vor dem Kasten von Beppi Mayer zu, der erneut für den angeschlagenen Pasi Häkkinen zwischen den Holmen stand (als Back Up stand diesmal Timon Ewert im Starbulls-Kader). Als Steven Tarasuk dann auf die Strafbank musste, fuhren die Steer-Schützlinge den Lohn guter Anfangsarbeit ein. Über Beppo Frank und Greg Squires kam die Scheibe zu Matt Caruana, der Jonathan Boutin, dem „Fuchs des Jahres“, im blau-gelben Kasten keine Abwehrchance ließ – 0:1 (7.). In der Folge kamen die Gastgeber besser ins Spiel, aber die Schüsse, die in überschaubarer Zahl auf das Rosenheimer Tor segelten, wurden eine sichere Beute von Mayer.

Im Mittelabschnitt machte Weißwasser dann gehörig Druck und drängte Rosenheim in die Defensive. Bereits in der 24. Minute war deswegen der Ausgleich fällig, als Mike Mieszkowski Mayer mit einem „Flatterschuss“ überwand. Der Rosenheimer Keeper sah dabei nicht wirklich glücklich aus, allerdings war ihm wohl die Sicht verdeckt. Anschließend hatten die Cracks von der polnischen Grenze mehrere gute Chancen, doch deren Nicht-Verwertung bestraften die Starbulls kurz vor der zweiten Sirene. Wieder war es eine Überzahl-Situation, die diesmal Kapitän Stephan Gottwald auf Zuspiel von Frank und Caruana erfolgreich abschloss – 1:2 (39.), die erneute Gästeführung.

Video von der Pressekonferenz nach dem Spiel:

Somit hatten die Grün-Weißen für das Schlussdrittel eigentlich alle Trümpfe auf ihrer Seite. Doch die Lausitzer kämpften mit dem Mute der Verzweiflung um ihre fast schon letzte Play Off-Chance und glichen in der 43. Minute erneut aus, als Christoffer Kjärgaard Mayer mit einem knallharten Schuss nicht den Hauch einer Chance ließ. Dominic Auger saß zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank. Und in der Schlussphase merkte man, dass Weißwasser unbedingt den „Dreier“ wollte, während sich die „Eishockey-Götter“ wieder gegen die Starbulls zu verschwören schienen. Erst vergab Fabian Zick die Möglichkeit zum dritten Rosenheimer Tor, dann schickte Schiri Ramin Yazdi aus Neuss Caruana mit einer Matchstrafe zum Duschen. Er soll Markus Lehnigk gegen den Kopf gecheckt haben. Die fünfminütige Unterzahl überstanden die Grün-Weißen unbeschadet, doch als sie eine weitere Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis kassierten, war der Siegtreffer für die Hausherren fällig: Es war Steven Tarasuk, der zum vielumjubelten 3:2 einnnetzte – ein Tor, das die Starbulls im absoluten Finish nicht mehr egalisieren konnten.

Mit dieser Pleite setzte sich die Pechsträhne – es war die vierte Niederlage in Folge – der Rosenheimer fort. Bleibt zu hoffen, dass diese spätestens am Sonntagabend beim Derby gegen Landshut (18 Uhr, Kathrein-Stadion) endet. Allerdings dürfte wohl auch ein wenig Taktik mit im Spiel sein, denn wenn die Tabelle so bleibt, wie sie derzeit da steht, dann hieße der erste Play Off-Gegner der Starbulls Landshut. Und das hätte sicherlich für beide Seiten ihren Reiz...

Das Spiel in der Statistik:

Lausitzer Füchse - Starbulls Rosenheim 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)

Tore: 0:1 (7.) Matt Caruana (Greg Squires, Beppo Frank - Überzahl-Tor), 1:1 (24.) Mike Mieszkowski (Thomas Götz, Markus Lehnigk), 1:2 (39.) Stephan Gottwald (Beppo Frank, Matt Caruana - Überzahl-Tor), 2:2 (43.) Christoffer Kjärgaard (Matt McKnight, Kevin Lavallee - Überzahl-Tor), 3:2 (56.) Steven Tarasuk (Pavel Vostrak, Sean Fischer - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Ramin Yazdi (Neuss).

Strafen: Weißwasser 6 - Rosenheim 6 plus Matchstrafe gegen Matt Caruana.

Zuschauer: 2.750.

redro24/mw

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