Rennen um AKK-Nachfolge: Nächster prominenter CDU-Politiker macht ernst

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Das Starbulls-Team 2010/2011, oben von links: Tim Kunes, Robin Hanselko, Fabian Zick, Max Renner, Mitch Stephens, Max Meirandres, Thomas Schenkel, Josef Frank, Marcus Marsall, Niko Senger; mittlere Reihe von links: Robert Schopf, Betreuer Willi Schlagheck, Masseur Alex Seifert, Zweiter Vorstand Karl Aicher, Dritter Vorstand Richard Diebald, Co-Trainer Martin Reichel, Trainer Franz Steer, Erster Vorstand Wilhelm Graue, Mannschaftsleiter Ingo Dieckmann, die Mannschaftsärzte Dr. Andres Tammen, Dr. Heinrich Fichtl und Dr. Richard Kölbl, Marius Möchel und Betreuer Willi Wittmann; vorne von links: Timon Ewert, Florian Zeller, Mondi Hilger, Alan Reader, Michael Rohner, Stephan Gottwald, Andreas Paderhuber, Dominic Auger, Stephen Werner, Konrad Reeder und Norm Maracle. Es fehlt Philipp Quinlan.

Ein wohl überlegter Schritt - kein Abenteuer

Rosenheim - Geschafft! Nach mehreren vergeblichen Anläufen haben die Starbulls Rosenheim endlich den Sprung in die 2. Eishockey-Bundesliga realisiert. Am heutigen Freitag beginnt die Saison.

Die Starbulls haben am ersten Spieltag spielfrei und greifen erst am Sonntag, 18 Uhr, beim Meisterschaftsmitfavoriten Bietigheim-Bissingen ins Geschehen ein. Das erste Heimspiel findet am kommenden Freitag, 24. September, 19.30 Uhr, gegen die Hannover Indians statt.

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Nach einer verrückten Saison und einer außergewöhnlichen Play-off-Runde mit einigen Tiefen und sehr vielen Höhen, mit dramatischen Spielen und einem Zuschauerzuspruch wie zu besten Rosenheimer Eishockeyzeiten standen die Starbulls als Oberliga-Meister 2010 fest. Der erste Schritt war getan und obwohl die Fans nicht - wie von der Vorstandschaft gewünscht - 1000 Dauerkarten (bisher knapp 600) bis Mitte Juni kauften, entschlossen sich die Verantwortlichen das Abenteuer 2. Liga in Angriff zu nehmen. Ist es wirklich ein Abenteuer? "Nein, es ist ein wohl überlegter Schritt und wir freuen uns bereits auf die neuen Gegner, gegen die wir teilweise schon in der Oberliga spielten und natürlich auf die Derbys gegen Landshut", erklärte der 1. Starbulls-Vorstand Wilhelm Graue und sein Vorstandskollege Karl Aicher fügte an: "Wir waren uns einig, dass es auch im Eishockey nicht so zugehen kann, dass jeder Club sich seine Liga aussucht. Die Meisterschaft ist eine Verpflichtung verbunden mit dem Aufstieg. Wichtig war aber auch die Erkenntnis, dass wir keine Angst vor dem Abstieg haben."

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Starbulls

Keine Angst vor dem Abstieg heißt allerdings nicht, dass die Rosenheimer als Abstiegskandidat gehandelt werden wollen. Im Gegenteil: Die Starbulls wollen sich längerfristig in der 2. Bundesliga etablieren. "Durch seröse Arbeit", macht Richard Diebald deutlich "und auf diesem Weg wollen wir langfristig um die Plätze sechs bis eins mitspielen." Für diese Saison gilt laut Neuzugang Florian Zeller folgendes Motto: "Wir müssen einfach sehen, dass wir mit unseren Mitteln so weit wie möglich vorne landen."

Drei der neuen Hoffungsträger der Starbulls: Dominic Auger, Tim Kunes und Konrad Reeder (von links) vor der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Der 65 Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen der Stadt Rosenheim

Nachdem die Entscheidung pro 2. Liga feststand wurde mit Hochdruck an der Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders gebastelt - mit Erfolg. Neuzugänge wie Torhüter Norm Maracle, Dominic Auger, Florian Zeller oder Josef Frank werden die Qualität in der Mannschaft deutlich heben, wenn dann auch noch die anderen Kontingentspieler wie Konrad Reeder, Tim Kunes, Stephen Werner oder Rückkehrer Mitch Stephens einschlagen, sind die Starbulls definitiv zweitligatauglich, was die Mannschaft in der Vorbereitung bereits gezeigt hat. Gespannt darf man sein, ob der knapp 1,70 Meter große Konrad Reeder seine Ankündigung wahr macht: "Ich denke mein größter Vorteil ist Speed. Ich werde für viel Bewegung und entschlossene Aktionen sorgen. Ich werde einfach alles tun, um dem Team zum Sieg zu verhelfen."

Bei der Zusammenstellung des Kaders stand Trainer Franz Steer laut dem Dritten Vorstand Richard Diebald der gleiche Etat wie in der Oberliga zur Verfügung. Wie das geht? "Mit Kostendisziplin und einem Verantwortlichen der nicht jammert, weil er weniger Geld als andere Vereine zur Verfügung hat, sondern versucht mit diesen angespannten Mitteln, eine tolle Mannschaft zu formen. Dafür gebührt unserem Trainer ein großes Lob", erklärte Diebald. Auffallend im Rosenheimer Kader ist die Vielzahl der Akteure aus dem eigenen Nachwuchs: Insgesamt 12 Spieler haben beim oberbayerischen Traditionsverein das Eishockey-Abc gelernt.

Deutlich zulegen wollen und müssen die Starbulls beim Zuschauerschnitt. "Zirka 2800 Zuschauer sollten pro Heimspiel im Stadion sein" hoffen die Vorstände auf die Unterstützung der Starbulls-Fans, von denen man sich gerade beim Dauerkarten-Vorverkauf mehr Begeisterung gewünscht hätte. Deshalb sind die Vorstände Graue, Aicher und Diebald auch leicht angesäuert und werden in ihren Aussagen in Richtung Fans doch sehr deutlich: "Wir haben alles für die 2. Liga getan, der sogenannte ,Schwarze Peter' liegt jetzt eindeutig bei den Fans, die den Aufstieg gefordert haben. Wenn ich die Vorverkaufszahlen in Ravensburg sehe, dann stellen wir uns die Frage, sind unsere Fans zweitligatauglich?"

Ihre Zweitliga-Tauglichkeit müssen also nicht nur Mannschaft und Trainer sondern, auch die Fans beweisen. Um den angepeilten Klassenerhalt und den kalkulierten Zuschauerschnitt zu erreichen, muss die Mannschaft begeisterndes Eishockey spielen und bei Niederlagen muss jeder Spieler das Letzte gegeben haben. "Die Zuschauer müssen zufrieden aus dem Stadion gehen, weil über zwei Stunden positive Unterhaltung geboten wurde", fordert Richard Diebald, der nicht nur Dritter Vorstand, sondern auch einer der Hauptsponsoren ist.

Eigentlich hatte die gesamte Vorstandschaft nach der letzten Saison den Rückzug bekannt gegeben. Weil aber keiner den Job übernehmen wollte, machte das Starbulls-Triumvirat weiter. Wilhelm Graue nennt die Gründe: Wir haben Verantwortung für den Verein und gegenüber dem Nachwuchs. Wir geben das Staffelholz allerdings gerne und jederzeit weiter." Eine Einschränkung macht deutlich, dass die Arbeit in den letzten zehn Jahren oft nicht einfach war: "Wie in der Mitgliederversammlung an- und ausgesprochen: Wenn wir wieder beleidigt oder beschimpft werden, dann legen wir ruck-zuck das Amt nieder - mit allen möglichen Folgen", wird Karl Aicher mehr als deutlich.

Zunächst läuft aber alles in geordneten Bahnen weiter - mit Blick in die Zukunft und da steht die Förderung der Nachwuchsarbeit noch mehr im Vordergrund. Die Starbulls wollen versuchen die Spieler aus der DNL vermehrt in die 1. Mannschaft zu integrieren. "Da hilft uns natürlich die 2. Bundesliga, da wir Förderlizenzen in die Oberliga geben können. Es gibt aber noch eine andere Idee, über die wir noch nicht sprechen können", sagt Richard Diebald und meint damit eine mögliche Kooperation mit den Red Bulls Salzburg und deren Sponsor Dietrich Mateschitz. Mit ihm fand vor kurzem ein persönliches Gespräch bezüglich der Zusammenarbeit Nachwuchsbereich statt. Die vorbildliche Nachwuchsarbeit bei den Starbulls gefällt dem Österreicher. Die Rosenheimer haben mit Tom Schädler, Oliver Häusler, Frank Hohenadl und Martin Reichel vier A-Scheintrainer. "Ich glaube nicht, dass in Deutschland ein weiterer Verein so viele hauptamtliche Trainer für den Nachwuchs beschäftigt", sagt ein stolzer Wilhelm Graue, der sich wie seine Kollegen eine zweite Eisfläche für Rosenheim wünschen würde. Vier hauptamtliche Nachwuchstrainer - hat sich der hohe Einsatz (auch finanziell) in den letzten Jahren für die Starbulls eigentlich gelohnt? "Ja, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht. Patrick Hager und Philipp Grubauer sind die aktuellen "Überflieger". Mit Max Meirandres haben wir ein weiteres Talent, das nur deshalb noch in Rosenheim spielt, weil wir den Schritt in die 2. Bundesliga gewagt haben." Außerdem gehören, wie bereits erwähnt, 12 Spieler zum aktuellen Kader.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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