Zieglers Sicht: Weichen auf 2. Liga gestellt

Rosenheim - Es war eine Pressekonferenz die zuversichtlich stimmt. Die Weichen der Starbulls Richtung 2. Bundesliga sind gestellt, sagt Bärli Ziegler, Eishockey-Experte des OVB.

Zuversichtlich deshalb, weil die Vorstandschaft mit Aussagen wie vom Zweiten Vorstand Richard Diebald ("Ich glaube, dass wir die 2. Liga stemmen können") ganz klar die Richtung vorgeben.

Dass der "SBR-Express" allerdings auch auf die richtigen Gleise umgeleitet werden kann, erfordert die Mithilfe von Fans und Sponsoren, denn: "Wir werden keine Abenteuer eingehen und immer das Wohl des gesamten Vereins im Auge haben", sagte Diebald, der zu der Aktion 1000plus (wir berichteten) ergänzte: "Wir wollen mit 1000 verkauften Dauerkarten ein Bekenntnis der Rosenheimer Fans haben. Wir wollen die Solidarität der Fans, die sie uns in den letzten Wochen gezeigt haben und die wollen wir jetzt abrufen".

Statements, wie die vom Zweiten Vorstand Karl Aicher ("Wir planen für die 2. Liga, die Oberliga ist derzeit kein Thema") oder vom Ersten Vorstand Wilhelm Graue ("Es war ein sehr harter Weg, aber jetzt sind wir von der 7. Liga in die 2. Liga vorgestoßen. Wenn man den Aufstieg geschafft hat gehört es zum Sport dazu, dass man sein Aufstiegsrecht auch wahrnimmt"), sind keine Lippenbekenntnisse.

Pressekonferenz der Starbulls

Im Gegenteil: Sie unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Verantwortlichen, die in der letzten Woche fast täglich Gespräche mit wichtigen Partnern (Sponsoren, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer) geführt haben und auch in den nächsten Tagen (unter anderem mit dem Landrat und neuen Sponsoren) führen werden. Denn: "Wir wollen nicht alleine sein, sondern wir brauchen die Stadt, den Landkreis und die Sponsoren, damit wir die 2. Liga auch stemmen können".

Unterstützt im Werben um neue Sponsoren und in der Absicht den Starbulls einen "neuen Anzug" zu verpassen, wird die Starbulls-Vorstandschaft im Marketing von Nikolaus Merz, Kamilo Kolarz und Peter Grubauer, die zum erweiterten Vorstand gehören. "Wir haben die Rückendeckung der Politik und wir werden ab Mittwoch mit Sponsoren sprechen und hoffen, dass wir sie mit unserem Konzept überzeugen können. Wir versuchen die Starbulls im sozialen und regionalen Bereich zu präsentieren", erklärte Nikolaus Merz auf der Pressekonferenz.

Hier war natürlich auch die "Aktion 1000plus" ein Thema und dazu gibt es auch neue Informationen. Nach wie vor sollen bis zum 15. Mai 1000 Dauerkarten verkauft worden sein, wobei das Geld natürlich zurückgezahlt wird, falls die Starbulls nicht in der 2. Liga spielen. Außerdem gibt es laut Wilhelm Graue jetzt auch die Möglichkeit der Ratenzahlung. "Wir wollen jetzt den schlafenden Riesen sehen, nicht nur in der Stadt, sondern auch im Umkreis. Eishockey hat eine überragende Bedeutung in der Region und zwar von Salzburg bis nach München. Die Fans müssen jetzt ein Zeichen setzen - für uns und für die Sponsoren, damit wir sagen - ja es rentiert sich den Weg in die 2. Liga zu gehen", erklärte Graue.

"Auch München hat klein angefangen"

Zu sportlichen Situation der Starbulls nahm Richard Diebald Stellung: "Wir sind dabei einen Kader aufzustellen. Der Trainer hat ein Budget von uns bekommen mit dem er eine konkurrenzfähige Oberliga-Mannschaft zusammenstellen kann. Wenn die Dauerkartenaktion gut läuft und wir zusätzliche Gelder von Sponsoren haben, wird das Budget sukzessive aufgestockt." Ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Starbulls auf dem Weg in die 2. Liga befinden ist folgende Aussage Diebalds: "Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen, und dass wir auch eine konkurrenzfähige Bundesliga-Mannschaft haben werden. Konkurrenzfähig heißt für uns, dass wir in der 2. Liga mit den hinteren Teams mitspielen können, es gegen die Spitzenteams keine Debakel geben wird und Rosenheim nicht in der Opferrolle ist." Mehr wird für die Starbulls in der ersten Zweitliga-Saison nicht drin sein und Diebald hat sich deshalb auch einmal den Weg von Erzrivalen München vom Zweitliga-Aufstieg bis zur Meisterschaft angeschaut: "Die sind auch mit einem durchschnittlichen Kader gestartet, haben mal unten und mal im Mittelfeld mitgespielt. Auch die Münchner haben einmal klein angefangen und jetzt sind sie Erster", erklärte Diebald.

Die Starbulls sind zwar auf dem Weg in die 2. Liga noch nicht angekommen, doch die ersten Schritte dorthin wurden bereits getan und die Körpersprache, sowie die Aussagen der Verantwortlichen lassen die Fans hoffen. Und dennoch wird der Dauerkartenverkauf bis 15. Mai letztendlich die Entscheidung bringen...

Bärli Ziegler/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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