+
Unbedingter Siegeswille: Thomas Schenkel (in Rot) brachte den TEV Miesbach nach dem 4:4 erneut in Führung und bescherte seiner Mannschaft damit die Vorentscheidung im ersten Spiel der Verzahnungsrunde.

6:4-Erfolg über Waldkraiburg

Frosch und Schenkel machen den TEV Miesbach froh

  • schließen

Wer am Freitagabend den Weg in die Miesbacher Eishalle gefunden hatte, der dürfte seine Entscheidung nicht bereut haben. Der Vorgeschmack macht Lust auf mehr.

Denn sowohl der TEV Miesbach als auch der EHC Waldkraiburg zeigten am ersten Spieltag der Verzahnungsrunde, auf was sich die Eishockey-Fans in der entscheidenden Saisonphase freuen dürfen: packende Spiele und Dramatik bis zum Schluss. Der beste Beleg war nicht zuletzt der hart erkämpfte 6:4-Heimsieg der Miesbacher. „Es war ganz wichtig für uns“, stellt Miesbachs Trainer Peter Kathan erfreut fest, „auch wenn der Spielverlauf etwas komisch war.“

Eigentlich war es Thomas Schenkel, der diesem komischen, aber überaus spannenden Spielverlauf die entscheidende Wendung gab. Etwas mehr als eine Minute vor dem Ende kam der TEV-Angreifer etwas glücklich an die Scheibe, skatete mutterseelenallein auf das Waldkraiburger Tor zu und vollstreckte Sekundenbruchteile später zum vorentscheidenden 5:4.

Was danach kam, ist im Eishockey die logische Konsequenz: Waldkraiburg nahm sofort seinen Keeper Kevin Yeingst zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – letztlich jedoch ohne Erfolg. Miesbachs Routinier Dusan Frosch machte wenige Sekunden vor dem Ende mit einem Empty-Net-Treffer zum 6:4 alles klar.

Für Coach Kathan war es ein Spiel „auf sehr gutem Bayernliga-Niveau“. In den knapp 60 Minuten zuvor zeigte sich, dass beide Teams in der abgelaufenen Hauptrunden-Saison nur wenige Punkte voneinander getrennt waren. „Es war das erwartet schwere Spiel für uns“, bestätigt Kathan. Noch dazu erwischten seine Schützlinge alles andere als einen guten Start. Keine sechs Minuten waren gespielt, als Waldkraiburg die Rot-Weißen mit zwei blitzschnellen Treffern eiskalt erwischte. „Da waren wir irgendwie noch nicht bereit“, meint Kathan. „Wir haben auch ein paar schlechte Entscheidungen getroffen.“

Nach diesem Fehlstart verbesserte sich aber nicht nur die Miesbacher Entscheidungsfindung. Zuerst konnte Felix Feuerreiter den 1:2-Anschlusstreffer markieren, ehe sein Teamkollege Schenkel mit seinem ersten Tor des Tages zum 2:2 nach knapp zwölf Minuten wieder für ausgeglichene Verhältnisse sorgte. „Wir haben nicht so in die Partie hineingefunden“, gibt der TEV-Coach unumwunden zu. „Trotzdem ist es dann umso schöner, wie meine Mannschaft immer wieder zurückgekommen ist.“

Wohl wahr, denn es sollte auch nicht das einzige Miesbacher Comeback an diesem Abend bleiben. Noch vor der ersten Pausensirene war es Waldkraiburgs Leon Judt, der im Powerplay die Scheibe ins Tor hämmerte und so für die erneute Führung der Gäste sorgte. Zwar konnte Felix Feuerreiter kurz nach dem Seitenwechsel wiederum ausgleichen, doch nach rund einer halben Stunde schafften die Gäste in Person von Christof Hradek mit einem Shorthander die abermalige Führung.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr nahmen die Kreisstädter den Kampf an. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Dennoch brauchte es eine clevere Aktion rund zehn Minuten vor dem Ende, um den erneuten Ausgleich zu schaffen: Bohumil Slavicek nutzte eine Unachtsamkeit in der Waldkraiburger Abwehr und netzte zum 4:4 ein – ebenfalls in Unterzahl.

„Die Stimmung war super, und das Spiel hat einfach nur Spaß gemacht“, freut sich Kathan. Noch mehr dürfte ihn der Auftritt von Thomas Schenkel in der Schlussphase gefreut haben und die damit verbundenen wichtigen drei Punkte für den TEV.

TEV Miesbach – EHC Waldkraiburg 6:4 (2:3/1:1/3:0)

TEV Miesbach: Ewert (Geratsdorfer) – Bacher, Frank, Deml, Mechel, Gottwald, Stiebinger, Nowak – Czaika, Grabmaier, Höck, Felix Feuerreiter, Amann, Frosch, Schenkel, Kokoska, Mangold, Florian Feuerreiter, Slavicek, Fissekis.

Tore: 0:1 (00:41) Wagner (Yeingst, Rousek), 0:2 (05:29) Rousek (Wagner, Straka), 1:2 (07:06) Felix Feuerreiter (Nowak), 2:2 (11:58) Schenkel (Fissekis, Grabmaier), 2:3 (14:00) Judt (Trox, Hradek) 5-4PP, 3:3 (20:47) Felix Feuerreiter (Bacher, Slavicek), 3:4 (27:48) Hradek (Decker) 4-5SH, 4:4 (49:46) Slavicek (Stiebinger, Kokoska) 4-5SH, 5:4 (58:58) Schenkel (Grabmaier, Mangold), 6:4 (59:48) Frosch (Slavicek, Mangold) ENG.

Zuschauer: 403.

Strafen: TEVM 8 – EHCW 10.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

TEV Miesbach sichert sich Heimrecht für die Playoffs
Nach dem Einzug in die Playoffs zur Eishockey-Oberliga hat der TEV Miesbach den nächsten Meilenstein erreicht: In den Playoffs haben die TEV-Cracks zunächst das …
TEV Miesbach sichert sich Heimrecht für die Playoffs
SG Schliersee/Miesbach 1b: Auf dem Weg ins Halbfinale
Im ersten Playoff-Spiel hat die SG Schliersee/Miesbach 1b Straubing mit 6:1 geschlagen. Und damit die besten Aussichten auf das Halbfinale.
SG Schliersee/Miesbach 1b: Auf dem Weg ins Halbfinale
TEV Miesbach sichert Einzug in die Playoffs 
Der TEV Miesbach gewinnt in Erding in der Eishockey Verzahnungsrunde zwischen Oberliga und Bayernliga. Torhüter Timon Ewert feiert dabei einen Shutout.
TEV Miesbach sichert Einzug in die Playoffs 

Kommentare