Wichtiger Doppelpack: Dusan Frosch (2.v.l.) baute den Vorsprung wieder aus, als Erding gerade dabei war, ins Spiel zu kommen.
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Wichtiger Doppelpack: Dusan Frosch (2.v.l.) baute den Vorsprung wieder aus, als Erding gerade dabei war, ins Spiel zu kommen.

8:2-Erfolg gefeiert

Der TEV Miesbach zerlegt die Gladiatoren

  • vonThomas Spiesl
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Gladiatoren vermöbeln – was im Comic Asterix und Obelix jede Menge Spaß bereitet, hat am Freitag beim Heimspiel auch dem TEV Miesbach große Freude bereitet.

Nach dem 8:1 gegen den EHC Klostersee vor einer Woche besiegten die Kreisstädter nun die Gladiators aus Erding mit 8:2. Was die Fans besonders freut: Das Miesbacher Eisstadion scheint wieder zu einer echten Bastion zu werden.

Neun Punkte aus drei Heimspielen in der Verzahnungsrunde sind eine deutliche Ansage. Letztlich konnten die Gäste froh sein, dass die Miesbacher nach der deutlichen Führung sehr verspielt agierten und im Schlussdrittel einen Gang zurückschalteten, sonst hätten sie die Heimreise mit einer zweistelligen Niederlage im Gepäck antreten müssen. Zu deutlich war der Leistungsunterschied.

Die Miesbacher, bei denen neben Max Hüsken auch Franz Mangold fehlte, zeigten von Beginn an, wer Herr im Eisstadion ist, und schnürten Erding sofort in deren Drittel ein. Erst nach fünf Minuten gaben die Gäste den ersten Schuss aufs Miesbacher Tor ab. Da stand es schon 2:0 für den TEV. Michael Grabmaier hatte abgelegt für Nico Fissekis, und der traf freistehend zum 1:0. Keine 60 Sekunden später spielte Filip Kokoska die Scheibe vors Tor, und Florian Feuerreiter erzielte den zweiten Treffer.

Etwas kurios war das 3:0, als die Scheibe an Bobby Slaviceks Schlittschuh prallte und irgendwie ins Tor gestochert wurde. Da Slavicek aber keine aktive Kick-Bewegung mit dem Fuß vollzogen hatte, wurde der Treffer korrekterweise anerkannt. Es waren noch keine acht Minuten gespielt, da nahm TSV-Trainer Thomas Vogl eine Auszeit: Seinem Team drohte ein Debakel. Und das Break zeigte Wirkung.

Der TEV klärte in Unterzahl nicht konsequent genug, und Erding kam auf 3:1 heran. Als ein vermeidbarer Abpraller zum 3:2 führte, wäre es fast noch mal spannend geworden. Doch kurz vor der Pause hämmerte Dusan Frosch die Scheibe im Powerplay von der Blauen Linie aus zum 4:2 ins Netz.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein munteres Scheibenschießen. Erst zeigte Frosch mal wieder, was für ein Glücksfall er für den TEV ist. Mit viel Übersicht traf er zum 5:2. Der sechste Treffer war eine tschechische Co-Produktion: Kokoska legte quer, Slavicek traf ins Kreuzeck. Das 7:2 musste Erdings Keeper auf seine Kappe nehmen, als er Beppo Frank die kurze Ecke aufmachte und dieser nur noch einzuschießen brauchte. Maxi Meineke legte kurz vor der zweiten Pause das 8:2 nach.

Im Schlussabschnitt ließ es der TEV ruhiger angehen. Coach Peter Kathan gab allen Cracks Eiszeit. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr. „Die ersten sieben Minuten haben wir sehr gut gespielt“, lobt Kathan. „Dann sind wir etwas schlampig geworden. Im zweiten Drittel waren wir klar besser.“

TEV Miesbach – TSV Erding 8:2 (4:2/4:0/0:0)

TEV Miesbach: Geratsdorfer (Ewert) – Bacher, Frank, Deml, Gottwald, Stiebinger, Nowak – Czaika, Grabmaier, Meineke, Höck, Felix Feuerreiter, Amann, Frosch, Schenkel, Kokoska, Florian Feuerreiter, Slavicek, Fissekis.

Tore: 1:0 (5.) Fissekis (Grabmaier, Frank), 2:0 (5.) Fl. Feuerreiter (Kokoska, Gottwald), 3:0 (8.) Slavicek (Kokoska, Nowak), 3:1 (11.) Poetzel (Zimmermann, Waldhausen), 3:2 (17.) Hill (Gantschnig, Lachner), 4:2 (19.) Frosch (Slavicek, Frank) 5-4 PP, 5:2 (25.) Frosch (Schenkel, Deml), 6:2 (30.) Slavicek (Kokoska), 7:2 (33.) Frank (Slavicek, Grabmaier), 8:2 (40.) Meineke (Frosch, Bacher).

Zuschauer: 410.

Strafen: TEV 8 – TSV 6.

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