Für kurze Zeit waren im vergangenen Jahr Zuschauer im Miesbacher Eisstadion zugelassen
+
Für kurze Zeit waren im vergangenen Jahr Zuschauer im Miesbacher Eisstadion zugelassen

BEV und Klubs beraten über Modus

Bayernliga-Tagung: Bloß kein neuerlicher Abbruch

  • vonThomas Spiesl
    schließen

Die Eishockey-Bayernligisten sind sich einig: Einen Abbruch soll es in der neuen Saison nicht geben. Über den Modus wird weiterhin beraten.

Miesbach – Ganze neun Spiele dauerte die Bayernliga-Saison 2020/21, dann zwangen die Vorgaben der Politik den Bayerischen Eissport-Verband (BEV) dazu, die Spielzeit abzubrechen. Wie die Pandemie-Lage im Herbst dieses Jahres sein wird, kann niemand voraussagen, daher plant der Verband für die Saison 2021/22 mehrgleisig. Die Details besprachen die Klubvertreter am Dienstagabend in einer Ligatagung per Video-Konferenz.

Fest steht, dass der Saisonstart wieder Anfang Oktober stattfinden soll, geplant wurde in mehreren Szenarien: ohne Zuschauerbegrenzung, mit eingeschränkter Zuschauerzahl und ohne Zuschauer. Unterbinden wollen die Verantwortlichen zukünftig Spielabsagen aufgrund einer hohen Inzidenz am Spielort, wenn die staatlichen Vorgaben ein Spiel zulassen würden. Wenn ein Spiel ausgetragen werden darf und ein Gegner inzidenzbedingt nicht anreist, wird dies als Nichtantritt gewertet, sofern sich die Klubs nicht auf eine Spielverlegung einigen. Fraglich sind hingegen mögliche Verzahnungsrunden zur Oberliga und Landesliga, da diese einen gewissen Termindruck erzeugen würden, da die Vorrunden zeitgleich enden müssten.

Die meisten Vereine planen mit unterschiedlichen Budgets, da die Zulassung von Zuschauern aktuell nicht planbar ist. Die Förderlizenz-Regelung zur Oberliga bleibt erhalten. Die Tagung der Landesligisten findet in Kürze statt, dann wird das Thema Förderlizenz zwischen Bayernliga und Landesliga besprochen. „Die Tagung war ein großes Abtasten. Letztlich ging es darum, die Bereitschaft der Vereine abzustecken. Dabei hat sich gezeigt, dass alle Vereine dabei und die Spieler bereits heiß auf die nächste Saison sind“, berichtet TEV-Teammanager David Keckeis.

Im nächsten Schritt wollen die Verantwortlichen des BEV zwei Varianten für einen Modus erstellen und diese in den kommenden zwei Wochen den Vereinen zukommen lassen. So wären eine Unterteilung der Hauptrunde in zwei Gruppen oder wie bisher eine große Vorrunden-Gruppe denkbar. „Man will alle möglichen Vorkehrungen treffen, damit es nicht wieder einen Abbruch der Saison gibt“, erklärt Keckeis. Der Anfang ist gemacht, nun beginnt die Suche nach der besten Lösung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare