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Ein Sieg ist Pflicht trotz Mini-Kader: TEV Miesbach reist trotz vieler Verletzter zuversichtlich nach Pegnitz

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Angespannte Personalsituation: Der TEV Miesbach muss in Pegnitz ohne seine Stützen Sebastian Deml (l.) und Johannes Bacher (r.) antreten. Dennoch lautet das Ziel beim Vorletzten drei Punkte.
Angespannte Personalsituation: Der TEV Miesbach muss in Pegnitz ohne seine Stützen Sebastian Deml (l.) und Johannes Bacher (r.) antreten. Dennoch lautet das Ziel beim Vorletzten drei Punkte. © Roland Halmel

Nur ein Spiel hat der TEV Miesbach an diesem Wochenende in der Eishockey-Bayernliga zu bestreiten. Am Sonntag ab 17.30 Uhr sind die Kreisstädter beim EV Pegnitz zu Gast. Der spielfreie Freitag kam für die Miesbacher gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn das Lazarett wird aktuell immer größer.

Bobby Slavicek wurde nach seinem Riss des Syndesmosebands bereits operiert und fehlt bis mindestens Februar. Sebastian Deml fällt ebenfalls noch bis mindestens Mitte Dezember aus. Hinzu kommen Florian Heiß, der nach einer Unterkörperverletzung am Montag operiert wird und danach vier Wochen Pause einlegen muss.

Auch Stefano Rizzo, der zuletzt bereits in Erding aussetzen musste, fehlt aufgrund einer Oberkörperverletzung für etwa einen Monat. Angeschlagen sind, jeweils aufgrund einer Verletzung am Oberkörper, die beiden Verteidiger Matthias Bergmann und Johannes Bacher. Hier hofft man im Lager des TEV Miesbach mit einer Rückkehr bis zum nächsten Wochenende.

Immerhin steht Maxi Meineke in Pegnitz wieder zur Verfügung. Die Hausherren sind aktuell Vorletzter und haben erst zwei Zähler auf dem Konto. Diese stammen aus den Heimspielen gegen Geretsried und Erding, die jeweils in die Verlängerung gingen. Seit zwölf Spielen warten die Oberfranken also auf den ersten Sieg.

„Das wird kein einfaches Spiel“, weiß TEV-Trainer Michael Baindl. „Pegnitz stellt sich mit Sicherheit hinten rein und wartet auf unsere Fehler, Überzahlspiele und Konter. Diese Chancen dürfen wir ihnen nicht geben.“

Für den TEV gilt es also, nicht die Geduld zu verlieren und der Strafbank fernzubleiben. Die Miesbacher können trotz der namhaften Ausfälle noch immer mit fünf Verteidigern und neun Stürmern anreisen, sodass ein Sieg gegen die Ice Dogs das Ziel sein muss. „Unsere junge Mannschaft hat auch in Erding ein gutes Spiel gemacht und unter der Woche gut trainiert. Wir fahren nach Pegnitz, um drei Punkte zu holen“, sagt Baindl.

Die Anreise nach Oberfranken gehört zu den längsten im Rahmen der Bayernliga-Vorrunde. Gut drei Stunden sitzen die Miesbacher am Sonntagnachmittag im Bus, ehe sie zum „Winter Classic“ (Baindl) antreten. Das Eisstadion in Pegnitz verfügt nämlich über kein Dach, entsprechend spielen auch die äußeren Bedingungen eine Rolle.

„Ich hoffe, dass es keinen Regen gibt. Sonst wird es schwer, weil die Scheibe dann nicht mehr läuft. In einem Freiluftstadion ist es immer ein anderes Eishockey als in der Halle. Wir müssen von Beginn an vom Kopf her voll da sein, sonst kann das schnell nach hinten losgehen“, warnt der TEV-Coach.

Der gefährlichste Spieler bei Pegnitz ist der Tscheche Roman Navarra. Er kommt nach zwölf Spielen auf sechs Treffer und zwölf Vorlagen und steht damit in den Top 20 der ligaweiten Scorer-Statistik. „Auf den müssen wir aufpassen“, sagt Baindl. Trotz der Ausfälle sind die Miesbacher in Pegnitz klarer Favorit. Mit einem Sieg könnte man sich eine optimale Ausgangsposition für das kommende Wochenende schaffen, an dem nur das Heimspiel gegen Erding am Freitag ansteht.

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