Mehr zu tun als gewollt bekamt Anian Geratsdorfer (l.) im Tor des TEV Miesbach. Vier Gegentreffer musste er hinnehmen, drei davon in eigener Unterzahl. Foto: THOMAS PLETTENBERG
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Auf die Rückkehr auf das Eis, müssen sich die TEV-Cracks noch eine Weile gedulden.

Bayerischer Verband informiert über weiteres Vorgehen nach der Lockdown-Verlängerung

Keine Spiele vor Mitte Januar

  • vonThomas Spiesl
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Die Saison in der Bayern- und Landesliga ist bereits abgebrochen. Die Eishockey-Klubs sollen - sofern möglich - aber dennoch spielen. Es läuft wohl auf eine Pokalrunde hinaus.

Miesbach – Nachdem der Lockdown nach der Ministerpräsidentenkonferenz vergangene Woche bis mindestens 20. Dezember verlängert wurde, mussten die Verantwortlichen des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV) ihre Planungen für den Eishockey-Ligaspielbetrieb überdenken. Ursprünglich war angedacht, gestern, am 1. Dezember, den Trainingsbetrieb und eine Woche später den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.

Dies ist aufgrund der aktuellen Verordnungen nicht möglich, sodass die Unterbrechung des BEV-Spielbetriebs nun bis 10. Januar 2021 verlängert wurde. Aktuell arbeitet der Verband gemeinsam mit den Ligasprechern an Alternativen für die Weiterführung des Spielbetriebs in der Bayernliga und Landesliga. Dabei wird es wohl auf eine Pokalrunde hinauslaufen. Auf- und Abstieg wurden für die Bayernliga ohnehin schon ausgesetzt.

Für die Bezirksliga besteht weiterhin die Möglichkeit, die Saison in der geplanten Einfachrunde zu Ende zu spielen und so die Aufsteiger in die Landesliga zu ermitteln, sofern es denn Mitte Januar wieder losgehen kann. Die Saison ist also lediglich unterbrochen, nicht abgebrochen.

Auch im Nachwuchs soll der Spielbetrieb nach Ende des Lockdown wie ursprünglich geplant weitergeführt werden. Allerdings werden hierfür Anpassungen am Modus nötig sein. Die Planungen laufen bereits. „Obwohl unser Sport nicht als Virenschleuder auszumachen war, ist sicher allen in der Eishockey-Familie klar, dass auch wir einen Beitrag zu leisten haben. Die Unterbrechung des Spielbetriebs sahen wir […] als eine akzeptable Entscheidung an. Die Entscheidung zur Einstellung des Trainingsbetriebs jedoch nicht. Die Rückkehr in das Mannschaftstraining und in sich geschlossene Trainingsgruppen sehen wir daher weiterhin als unser oberstes Ziel an. Dies reklamieren wir auch ständig über die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Der Sport ist nicht Teil des Problems, sondern ein Teil der Lösung“, heißt es im offiziellen Schreiben des BEV von Eishockey-Obmann Frank Butz an die Vereine, in dem auch auf die Novemberhilfen der Staatsregierung verwiesen wird, um finanzielle Einbußen aufzufangen.

„Wir setzen große Hoffnungen daran, dass die Bemühungen von allen BEV-Vereinen belohnt werden und wir dann zumindest mit dem Nachwuchs-Training über den Individualsport-Passus die Eishalle öffnen können. Dass es heuer keine Lockerungen mehr geben wird, war eigentlich schon nach der Ministerpräsidenten-Konferenz klar“, schätzt der Zweite TEV-Vorsitzende Stefan Moser die Situation ein.

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