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Tore machen müssen die Miesbacher heute Abend. Am Dienstag scheiterte Filip Kokoska (l.) in dieser Situation an Füssens Torhüter Benedikt Hötzinger.

TEV Miesbach muss gewinnen

Kathan: „Es muss nicht sein, dass Füssen bei uns feiert“

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Daumen drücken: Der TEV Miesbach muss am Freitagabend den Matchball des EV Füssen abwehren. Dann käme es am Sonntag zum großen Showdown. Bei einer Niederlage ist die Saison beendet.

Miesbach – Der TEV Miesbach steht beim Heimspiel gegen den EV Füssen am Freitagabend unter Zugzwang. Es ist die vierte Partie um die Bayerische Eishockey-Meisterschaft. Da die Allgäuer in der Serie mit 2:1-Siegen in Führung liegen, brauchen die Miesbacher einen Heimsieg, damit es am Sonntag in Füssen zum Endspiel um den Titel kommt. Trotz der 1:4-Niederlage am Dienstagabend haben die Miesbacher das Finale noch nicht abgeschrieben. „Es muss nicht sein, dass Füssen zwei Mal bei uns feiert“, sagt Trainer Peter Kathan.

Der 37-Jährige meint damit das Aufstiegsspiel zum Ende der Verzahnungsrunde, bei dem Füssen mit 7:4 in Miesbach gewann und den Aufstieg klar machte (wir berichteten). „So oft spielt man kein Finale“, sagt Kathan. „Unser Ziel ist ein Showdown am Sonntag. Wir wollen jede Minute genießen, schließlich spielt ein Eishockey-Spieler für die Playoffs.“

Aufgrund des ungewohnten Rhythmus mit dem Auswärtsspiel am Dienstag war der Mittwoch trainingsfrei. Am Donnerstagabend stand nach dem Aufwärmen vor allem das Überzahlspiel im Fokus. Hier sieht Kathan noch Steigerungspotenzial: In den bisherigen Begegnungen waren die Powerplay-Treffer der Füssener nicht nur einmal spielentscheidend. „Die Special Teams sind in den Play-offs entscheidend, und da waren wir bisher nicht produktiv genug“, macht Kathan deutlich. „Das liegt auch daran, dass Füssen mit erfahrenen Spielern wie Tyler Wood oder Lubos Velebny stark verteidigt.“

Beim zweiten Heimspiel am Freitag will er die Reihen noch einmal durchmischen. So sollen auch die Spieler der vierten Reihen wieder Eiszeit bekommen, die umgestellten Formationen sollen noch einmal „frischen Wind“ (Kathan) bringen. Auch wenn sein Team die letzten beiden Vergleiche verlor, sieht Kathan durchaus noch Chancen auf die Meisterschaft. „Man kann nur den Hut ziehen, wie sich die Mannschaft bisher präsentiert, alle hauen sich voll rein“, lobt der Coach. „Füssen ist spielerisch stärker als wir, das haben die Jungs mit Leidenschaft und Kampfgeist wettgemacht“. Seine Mannschaft habe in allen drei Partien mitgehalten und hätten auch jedes Spiel gewinnen können. „Aber wir haben zu viele Fehler gemacht.“

Auch wenn die Stimmung im Bus bei der Heimreise am späten Dienstagabend etwas ruhiger war, sind die Miesbacher gut drauf und wollen beim letzten Heimspiel alles in die Waagschale werfen. „Ich hoffe, dass noch einmal viele Zuschauer kommen. Die Spieler und alle Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit für den Verein opfern, hätten es auf jeden Fall verdient“, sagt Kathan. Unabhängig vom Ergebnis können die Kreisstädter nach einer durchwachsenen Vorrunde auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. „Es macht jeden Tag wieder Spaß, mit den Burschen zu arbeiten“, sagt Kathan. „Wenn mir am 23. Dezember jemand gesagt hätte, dass wir jetzt im Finale stehen, dann hätte ich sofort unterschrieben.“ Sollte es mit einem Heimsieg klappen, würde das der guten Laune sicherlich keinen Abbruch tun.

ts

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