Tore bejubeln wollen die TEV-Cracks auch gegen Königsbrunn – und die Tabellenführung verteidigen. Foto: TP
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Grund zum Jubeln hatten die TEV-Cracks bislang in jeder Partie.

TEV Miesbach gewinnt nach Verlängerung mit 4:3 in Ulm

TEV geht ungeschlagen in die Corona-Pause

  • vonThomas Spiesl
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Der TEV Miesbach marschiert in der Eishockey-Bayernliga weiter von Sieg zu Sieg. Auch in Ulm gewannen die Kreisstädter und gehen damit ungeschlagen in die Corona-Pause.

Miesbach – Der TEV Miesbach hat auch sein neuntes Vorrunden-Spiel in der aktuellen Spielzeit der Bayernliga gewonnen. Beim Aufsteiger VfE Ulm/Neu-Ulm setzten sich die Kreisstädter nach einer durchwachsenen Begegnung mit 4:3 nach Verlängerung durch und nahmen zwei Punkte mit zurück an die Schlierach. Damit stehen die Rot-Weißen nach neun Spielen mit 24 Zählern klar an der Tabellenspitze und gehen ungeschlagen in die Corona-Zwangspause. Laut aktuellem Plan soll der Spielbetrieb nach dem Lockdown Anfang Dezember wieder aufgenommen werden.

Bei den Gästen stand dieses Mal wieder Timon Ewert für Anian Geratsdorfer zwischen den Pfosten, ansonsten gab es keine großen Änderungen in der Aufstellung. Zu Beginn der Partie kamen auch alle mitgereisten TEV-Cracks zum Einsatz. Die Miesbacher taten sich dennoch schwer, ins Spiel zu finden. Man konnte die spielerischen Vorteile der Gäste zwar vom ersten Bully weg erkennen, die TEV-Cracks versäumten es aber über weite Strecken, daraus auch zum richtigen Zeitpunkt Kapital zu schlagen.

Dabei begann das Spiel für die Miesbacher gut. In eigener Unterzahl wurde Bobby Slavicek bei einem Konter geschickt, konnte sich den Puck frei vor dem starken VfE-Keeper Maximilian Güßbacher noch zurechtlegen und netzte in der sechsten Minute zum 1:0 ein. Doch Ulm kam gute sechs Minuten vor der Pause zum Ausgleich, als die Rot-Weißen in der Defensivbewegung zu behäbig agierten. Die Devils nutzten eine Zwei-auf-Eins-Situation zum 1:1. Nach einem Pfostentreffer des TEV durften die Hausherren zum zweiten Mal jubeln und beim Stand von 2:1 für die Ulmer ging es das erste Mal in die Kabinen.

Miesbach gleicht nach 1:3 aus

Nach dem Seitenwechsel machten die Ulmer da weiter, wo sie aufgehört hatten: Plötzlich tauchte VfE-Angreifer Nicklas Dschida frei vor Ewert auf und traf zum 3:1. Der TEV brauchte etwas, um sich wieder zu sammeln, erspielte sich allerdings wieder gute Möglichkeiten. Filip Kokoska brachte die Gäste schließlich heran, als er einen Schlenzer von Beppo Frank zum 3:2 ins Netz abfälschte.

Im letzten Drittel machten die Miesbacher dann mehr und mehr Druck, Ulm kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. 20 Schüsse der Gäste standen im Schlussabschnitt nur fünf der Gastgeber gegenüber. Die logische Folge: der Ausgleich. Kapitän Florian Feuerreiter egalisierte mit einem starken Alleingang zum 3:3. Die Miesbacher waren im Anschluss noch einige Male dem Siegtreffer nahe, doch nach 60 Minuten stand ein 3:3 auf der Anzeigetafel.

VfE Ulm/Neu-Ulm - TEV Miesbach 3:4 n.V. (2:1/1:1/0:1/0:1)

TEV: Ewert (Geratsdorfer) - Bacher, Frank, Deml, Gottwald, Kirsch, Nowak - Hüsken, Grabmaier, Meineke, Höck, Fe. Feuerreiter, Frosch, Kokoska, Mangold, Seiderer, Fl. Feuerreiter, Slavicek, Fissekis.

Tore: 0:1 Slavicek (Kokoska/6.) 4-5 SH, 1:1 Ceslik (13.), 2:1 Döring (Traub, Schirrmacher/16.), 3:1 Dschida (Traub/23.), 3:2 Kokoska (Frank/33.), 3:3 (54.) Fl. Feuerreiter (54.), 3:4 Mangold (Deml, Hüsken/63.).

Strafen: VfE 8 - TEV 6.

Zuschauer: 0.

In der Verlängerung dauerte es dann keine drei Minuten, ehe sich die Gäste mit dem 4:3 den Zusatzpunkt sicherten. Sebastian Deml zog von der Blauen Linie einfach ab und Frank fälschte die Scheibe zum Siegtreffer ins Netz ab. „Der Ulmer Keeper hat überragend gehalten. Wir hatten viele Chancen, haben sie aber nicht ausgenutzt. Unser Problem ist, dass wir das Spiel manchmal zu leichtnehmen, aber uns schenkt niemand etwas. Die Qualität ist bei uns hoch, aber kein Spiel ist einfach. Trotzdem ist es gut geendet“, resümierte TEV-Coach Ivan Horak nach der Partie. Jetzt beginnt auch für den TEV die vierwöchige Pause.

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