David Keckeis Teammanager TEV Miesbach
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David Keckeis Teammanager TEV Miesbach

TEV Miesbach steht laut DEB-Umfrage im Vergleich zu anderen Klubs gut da

Keckeis: „Sind gut durch die Krise gekommen“

  • VonThomas Spiesl
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Der TEV Miesbach ist verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen. Das zeigt sich bei einem Bericht des Deutschen Eishockey-Bundes.

Miesbach – Unter dem Motto „Back to Hockey“ hat der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) vor einigen Monaten eine Umfrage unter seien Mitgliedsvereinen gestartet und wollte wissen, mit welchen Problemen die Klubs beim Re-Start nach dem jüngsten Corona-Winter zu kämpfen haben. Vor allem die mangelnden Eiszeiten hätten bei vielen Vereinen zu Problemen im Nachwuchsbereich geführt, verkündete der DEB in einer Pressemitteilung mit der Präsentation der Ergebnisse.

„Unser Nachwuchs war ab November nicht mehr auf dem Eis, das hat zu sportlichen Defiziten geführt. Aber deshalb haben wir jetzt schon wieder Eis gemacht, um unseren Nachwuchs-Mannschaften die Möglichkeit zu bieten, die ausgefallenen Eiszeiten nachzuholen. In diesem Fall sind wir in der glücklichen Situation, dass das Stadion in Vereinshand ist und wir die Eiszeiten deshalb selbst verteilen können“, erklärt Geschäftsstellenleiter David Keckeis, der für den TEV Miesbach an der Umfrage teilgenommen hatte. Nun wolle man sich wieder aktiv daran machen, zusätzliche Kinder für den Nachwuchsbereich zu akquirieren. Entsprechend soll in Kürze auch die Eislaufschule ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Keckeis: „Gab natürlich einen Einbruch“

Die DEB-Umfrage kommt zudem zu dem Schluss, dass viele kleine Vereine nach dem Corona-Winter mit finanziellen Problemen durch fehlende Spieltagseinnahmen zu kämpfen haben. „Wir haben Überbrückungshilfen bekommen, uns haben die Einnahmen der Spieltage durch die Tickets und den Kiosk gefehlt, aber unsere größte Einnahmequelle nach den Sponsoren ist die Eisvermietung und da gab es natürlich auch einen Einbruch“, sagt Keckeis. „Wir konnten unsere laufenden Kosten durch die Vermietung der Eisfläche an die Planegger Damen, die als Team aus dem Profibereich trainieren und spielen durften, decken, und haben dann im Januar abgetaut, um Kosten zu sparen. Wir sind vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, weil wir kaum Sponsoren und Mitglieder verloren haben. Deshalb sind wir auch nicht in finanzielle Schieflage geraten.“

Den Kontakt zu den Mitgliedern und Sponsoren habe man durch eine Ausweitung des Online-Angebots nie abreißen lassen. „Wir haben Online-Trainings für den Nachwuchs angeboten, Trainer- und Elternabend online abgehalten“, berichtet Keckeis. Zudem gab es zwei Online-Fanstammtische und auch am eSports-Turnier des Bayerischen Eissport-Verbands (BEV) nahm der TEV teil. „Bei unseren Aktionen wie zum Beispiel dem Ramadama haben wir zahlreiche Ehrenamtliche, die uns unterstützen, das war vor Corona so und ist auch jetzt wieder so. Aber wir sind natürlich auch immer für neue Helfer offen, sei es bei den Heimspieltagen oder im Nachwuchs“, sagt Keckeis.

Insgesamt steht der TEV also gut da. Bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Winter weniger Probleme mit sich bringt, als der vergangene.

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