Die Tinte ist trocken: Neu-Trainer Michael Baindl (l.) hat seinen Vertrag beim TEV Miesbach bereits im Beisein des Sportlichen Leiters Peter Kathan unterschrieben.
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Die Tinte ist trocken: Neu-Trainer Michael Baindl (l.) hat seinen Vertrag beim TEV Miesbach bereits im Beisein des Sportlichen Leiters Peter Kathan unterschrieben.

Rosenheims Kapitän Baindl folgt beim TEV Miesbach auf Horak

Starbulls-Kapitän Michael Baindl wird neuer TEV-Trainer

  • vonThomas Spiesl
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Der TEV Miesbach hat einen neuen Trainer: Michael Baindl. Der Kapitän der Starbulls Rosenheim wechselt zur neuen Saison vom Eis an die Bande.

Miesbach/Rosenheim – In der bayerischen Eishockey-Szene kennt man Michael Baindl – auch und gerade im Oberland. Als Spieler war er bei fast jedem namhaften Klub im Freistaat aktiv (siehe Kasten), nur ein Verein fehlt in seiner Vita bislang: der TEV Miesbach. Dies wird sich zur neuen Saison ändern, denn der aktuelle Kapitän der Starbulls Rosenheim übernimmt das Traineramt beim Bayernligisten. Sein Vertrag läuft zwei Jahre.

Doch Baindl wird nicht nur als Coach der Ersten Mannschaft an der Bande stehen, sondern auch das Athletik-Training im Senioren- und Nachwuchsbereich übernehmen. Der gelernte Stürmer hat neben seiner Spielerkarriere eine Ausbildung zum Athletik-Coach absolviert und betreut unter anderem Tennis- und Fußball-Profis.

„Dieses zweite Standbein hat uns sicher geholfen, dass die Verpflichtung gelungen ist, denn Michael wollte heimatnah arbeiten“, erklärt der Sportliche Leiter des TEV, Peter Kathan, über den der Kontakt zustande kam. Beide standen einst gemeinsam für die Rosenheimer auf dem Eis. „Wir haben regelmäßig Kontakt. Auf meine beiläufige Frage, ob er noch eine Saison als Spieler dranhängt, hat er mir gesagt, dass er gerne als Trainer arbeiten möchte“, berichtet Kathan weiter.

Baindl: „Freue mich extrem“

Für Baindl ist der TEV die erste Trainerstation. Seinen C-Trainer-Schein wird er im August absolvieren. „Ich freue mich extrem, dass ich beim TEV die Chance bekomme, ins Trainergeschäft einzusteigen. Natürlich werde ich nichts unversucht lassen, um den sportlichen Erfolg der letzten Jahre fortzuführen oder sogar zu toppen“, sagt der neue Coach der Kreisstädter.

Auch die Verantwortlichen der Kreisstädter sind froh, zeitnah einen Nachfolger für Ivan Horak gefunden zu haben. „Michael soll uns in einigen Bereichen weiterentwickeln. Er wird neben seiner Trainertätigkeit bei der Ersten auch im Nachwuchs präsent sein und soll dort bestehende Defizite abbauen. Er ist motiviert, ehrgeizig und passt mit seiner Art gut zum TEV“, sagt Stefan Moser, Zweite Vorsitzender der Miesbacher.

Michael Baindl im Porträt

Michael Baindl ist 34 Jahre alt und spielt als Center der Starbulls Rosenheim in der Oberliga Süd. Geboren wurde der angehende Trainer des TEV Miesbach in Wolfratshausen und durchlief die Nachwuchsabteilung des EC Bad Tölz. Dort sammelte er auch erste Erfahrungen im Herren-Bereich und spielte unter anderem für die deutsche U18- und U20-Nationalmannschaft. 2009 wechselte er in die höchste deutsche Eishockey-Liga (DEL) zu den Straubing Tigers und absolvierte dort mehr als 70 Spiele. Anschließend spielte er für Rosenheim, den EC Peiting und den ESV Kaufbeuren, ehe er 2016 zu den Starbulls zurückkehrte. Seit der Saison 2018/19 ist der 34-Jährige Kapitän der Rosenheimer. Neben mehr als 70 DEL-Spielen hat Baindl jeweils mehr als 300 Partien in der zweiten Liga und der Oberliga absolviert und dabei etwa 500 Scorer-Punkte gesammelt. Seit 2020 arbeitet er zusätzlich als Athletik-Coach der Rosenheimer DNL-Mannschaft. Ab der kommenden Saison übernimmt er nun das Amt als Trainer des Bayernliga-Teams in Miesbach.

Bevor er erste Pläne für die Arbeit mit seinem zukünftigen Team schmiedet, will er erst einmal seine Spielerkarriere den Starbulls zu Ende bringen – wenn möglich mit dem Aufstieg in die DEL2. „Das wäre der perfekte Abschied und mein krönender Abschluss einer wunderschönen Zeit als Spieler“, sagt Baindl. Mit Beppo Frank und Bobby Slavicek kennt er zwei seiner zukünftigen Spieler bereits bestens. Aktuell gehören diese, wie berichtet, zum Kader der Starbulls und kämpfen gemeinsam mit Baindl um die ersten Plätze. Den Einzug in die Playoffs haben Baindl und Co. als Dritter der Quotienten-Tabelle bereits sicher.

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