Die Entscheidung: Passaus Florian Fischer (l.) jubelt über den Treffer von Teamkollege Marius Wiederer zum 2:0, Miesbachs Timon Ewert und (M.) und Johannes Bacher müssen zusehen. 
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Die Entscheidung: Passaus Florian Fischer (l.) jub elt über den Treffer von Teamkollege Marius Wiederer zum 2:0, Miesbachs Timon Ewert und (M.) und Johannes Bacher müssen zusehen. 

Niederlage beim EHF Passau

TEV Miesbach wieder auswärts geschlagen

  • vonMarkus Eham
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Zum dritten Mal trat der TEV Miesbach in der Verzahnungsrunde ran, zum dritten Mal setzte es eine Niederlage. Chancen wären gegen den EHF Passau da gewesen.

Passau – Es fühlt sich wie eine Wiederholung an. Zum dritten Mal trat der TEV Miesbach in dieser Saison in der Verzahnungsrunde zwischen der Oberliga Süd und der Eishockey-Bayernliga auf fremdem Eis an. Und zum dritten Mal mussten sich die Miesbacher geschlagen geben. „Es ist irgendwie immer dasselbe“, ärgert sich TEV-Coach Peter Kathan nach der 0:2-Niederlage beim Spitzenreiter EHF Passau. „Wir waren 40 Minuten lang die bessere Mannschaft.“

TEV Miesbach personell geschwächt

Etwas überraschend, schließlich musste der TEV die Reise zum schweren Auswärtsspiel ohne zahlreiche Stammkräfte antreten. So fielen mit Franz Mangold, Stephan Stiebinger und Stefan Mechel drei arrivierte Kräfte krankheitsbedingt aus. Zudem musste Verteidiger Josef Frank – aufgrund von Knieproblemen – ebenfalls passen. „Deshalb kann ich meiner Mannschaft heute eigentlich nicht viel vorwerfen“, resümiert Kathan. Mit der Teamleistung sei er vielmehr „sehr zufrieden“. Nicht zuletzt versuchte der TEV-Coach seine Sturmreihen nur wenig zu verändern. So zog Dusan Frosch in der zweiten Angriffsformation nun mit Florian Feuerreiter und Thomas Amann seine Kreise. Sowohl der erste als auch der dritte Angriffsblock blieben dagegen unverändert. Im Kasten bekam Timon Ewert wieder den Vorzug vor Anian Geratsdorfer, der in den vergangenen drei Partien zwischen den Pfosten gestanden hatte.

TEV Miesbach vergibt Großchance

Sein Können musste Ewert sogleich in der Anfangsphase unter Beweis stellen. Denn: Der Passauer Starneuzugang Christoph Gawlik (wir berichteten) tauchte alleine vor dem Miesbacher Schlussmann auf, doch der 29-Jährige Keeper blieb Sieger. Danach kamen die TEV-Cracks immer besser in die Partie und hätten mit ein wenig Glück in Führung gehen können. Nach einem torlosen ersten Drittel hatten die Kathan-Schützlinge zum Ende des Mittelabschnitts wohl sogar die Szene des Spiels. Genauer gesagt: Florian Feuerreiter. Miesbachs Sebastian Höck spielte die Scheibe von der Grundlinie auf den mutterseelenalleinen Mitspieler zurück, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte. Doch Passaus Schlussmann Clemens Ritschel reagierte mit einer Glanztat und lenkte die Scheibe mit der Kelle noch an den Querbalken. Das hätte die Führung für die Miesbacher sein müssen.

Trainer Peter Kathan: „Es ist schon ein wenig ärgerlich“

„Es ist schon ein wenig ärgerlich, weil wir die Chancen hatten“, meint Kathan. „Aber man muss in solchen Partien eben auch 60 Minuten lang konzentriert spielen.“ Eben diese Konzentration fehlte in den abschließenden zwanzig Minuten dann in zwei Szenen. Zunächst kam Passaus Topscorer Petr Sulcik zu Beginn des dritten Drittels von der rechten Seite frei zum Schuss und schlenzte die Scheibe zur 1:0-Führung für die Gastgeber ins Netz. Rund neun Minuten vor dem Ende sorgte sein Teamkollege Marius Wiederer im Powerplay für eine Vorentscheidung.

Die Miesbacher versuchten in der Schlussphase noch einmal zurückzukommen, doch ohne Erfolg. „Das Spiel hatte heute ein gutes Niveau“, befand Kathan. „Es ist noch nichts vorbei.“ Nach drei schweren Auswärtsspielen zuletzt warten auf den TEV nun auch wieder leichtere Aufgaben auf fremden Eis.

meh

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