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6:3 in Erding: TEV Miesbach übernimmt Tabellenspitze

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Ordentlich Alarm machte die Miesbacher Offensive in Erding.
Ordentlich Alarm machte die Miesbacher Offensive in Erding. © Christian Riedel

Der TEV Miesbach erklimmt mit einem 6:3-Sieg in Erding die Tabellenspitze der Bayernliga, das nächste Top-Spiel wartet direkt.

Miesbach – Der TEV Miesbach hat in der Eishockey-Bayernliga den EHC Klostersee als Tabellenführer abgelöst. Die Kreisstädter gewannen am Mittwoch ihr Nachholspiel bei den Erding Gladiators mit 6:3 und landeten den achten Sieg in Folge. Mit 33 Punkten aus 14 Partien haben die Miesbacher einen Zähler Vorsprung auf Klostersee, das allerdings zwei Spiele in Rückstand ist.

In Erding trafen die Miesbacher auf einen durch Corona-Erkrankungen dezimierten Gegner, der den Kader mit einigen Nachwuchs-Cracks aufgefüllt hatte. Entsprechenden standen die Gladiators tief und spielten eher passiv. Damit taten sich die Miesbacher streckenweise schwer, sodass die Gastgeber immer wieder zu Möglichkeiten kamen. Der 6:3-Erfolg des TEV war aber nie in Gefahr.

Die Zeichen auf Sieg stellte bereits im ersten Drittel Bobby Slavicek, der einen Hattrick erzielte. Nach einem Pass vor das Tor tunnelte er erst Erdings Keeper, ehe die Gastgeber zum Ausgleich kamen. Das 1:1 war stark herausgespielt, sodass Timon Ewert, der diesmal beim TEV zwischen den Pfosten stand, ohne Abwehrchance war. Es dauerte aber nicht lange, bis Slavicek erneut zuschlug. Erst traf er freistehend ins Kreuzeck, dann war er aus dem Gewühl heraus zum 3:1-Pausenstand erfolgreich.

Im zweiten Durchgang kamen die Hausherren erneut heran und steckten auch nach dem 4:2 durch Florian Feuerreiter nicht auf. Nach dem 3:4 der Heimischen wurde es kurzzeitig noch einmal spannend, ehe Franz Mangold in Überzahl mit dem 5:3 für die Vorentscheidung sorgte. Im letzten Drittel machte Johannes Bacher mit einer Einzelaktion über die linke Seite zum 6:3-Endstand den Sack endgültig zu.

Auch wenn sich die Miesbacher manchmal schwertaten, war es ein verdienter und nie gefährdeter Erfolg, der dem TEV erst einmal die Tabellenführung beschert. „Wir sind gut gestartet und haben schnell mit 3:1 geführt. Im zweiten Drittel wurde es kurzzeitig kritisch, nachdem die starke erste Erdinger Reihe zumeist gegen unseren dritten Block gespielt hat, aber das haben unsere Jungs richtig gut gemacht. Am Ende haben wir verdient gewonnen“, resümierte TEV-Coach-Michael Baindl. „Wir hatten uns eigentlich anders auf den Gegner eingestellt, haben dann im zweiten Drittel den Aufbau umgestellt. Im letzten Drittel war die Luft raus und wir haben Bobby Slavicek geschont.“

TSV Erding – TEV Miesbach 3:6 (1:3/2:2/0:1)

TEV Miesbach: Ewert (Geratsdorfer) - Bacher, Meier, Bergmann, Stiebinger, Kirsch - Grabmaier, Fischhaber, Meineke, Asselin, Deml, Fe. Feuerreiter, Frosch, Mangold, Thyroff, Pölt, Fl. Feuerreiter, Slavicek.

Torfolge: 0:1 (6.) Slavicek (Asselin, Fe. Feuerreiter), 1:1 (12.) Michl (Krzizok, Busch), 1:2 (14.) Slavicek (Asselin, Fe. Feuerreiter), 1:3 (20.) Slavicek (Asselin, Deml), 2:3 (27.) Busch (Krzizok, Michl), 2:4 (28.) Fl. Feuerreiter (Meier, Pölt), 3:4 (29.) Spindler, 3:5 (36.) Mangold (Pölt, Fl. Feuerreiter) 5-4 PP, 3:6 (47.) Bacher (Meier).

Strafen: TSV 4 - TEV 8.

Zuschauer: 199.

Nächstes Top-Spiel in Peißenberg

Für den TEV geht es diese Woche Schlag auf Schlag. Nach den drei Siegen am Freitag, Sonntag und Mittwoch wartet am heutigen Freitag bereits die nächste Aufgabe. Um 20 Uhr sind die Kreisstädter beim TSV Peißenberg zu Gast. Die Miners liegen als Tabellendritter in Lauerstellung und fügten Klostersee am vergangenen Wochenende die ersten beiden Saison-Niederlagen zu. Auch das Hinspiel an der Schlierach war hart umkämpft, der TEV setzte sich knapp, aber verdient mit 4:3 durch. In Peißenberg, wo mit Martin Lidl und Nico Fissekis zwei ehemalige Miesbacher unter Vertrag stehen, wartet also eine schwere Aufgabe. Dennoch soll die Siegesserie auf neun Erfolge ausgebaut werden.

„Peißenberg ist mit uns das Team der Stunde. Sie haben eine richtig gute erste Reihe mit Krabbat, Rousek und Fissekis, das wird sicher ein gutes Eishockey-Spiel. Wir haben uns mit acht Siegen in einen kleinen Rausch gespielt, das Team funktioniert extrem gut und jetzt wollen wir auch in Peißenberg drei Punkte holen“, erklärt Baindl. Dabei kann er wieder auf die Dienste von Florin Heiß bauen, hinter Stefano Rizzo steht noch ein Fragezeichen. Entsprechend ist der Kader bis auf Andreas Nowak und Stefan Mechel komplett.

Nach dem vierten Spiel binnen acht Tagen kommt dem TEV der spielfreie Sonntag sicherlich recht.

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