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Wünschen sich vollere Tribünen: Der TEV Miesbach um Sebastian Deml (v.) und Trainer Peter Kathan. Zum Vergleich: Die Fans aus Waldkraiburg (oben, in gelb) kommen rund dreimal so häufig ins Stadion ihres Teams.

„Die Mannschaft hätte mehr Zuschauer verdient.“

Kaum Zuschauer - TEV Miesbach hofft gegen Peißenberg auf mehr Unterstützung

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Das Zuschauerproblem zieht sich beim TEV Miesbach wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Selten gelang es, mehr als 350 Zuschauer in die Eishalle zu locken.

Miesbach – Das Zuschauerproblem zieht sich beim TEV Miesbach wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Obwohl die Kreisstädter in der Bayernliga im vergangenen Jahr um den Aufstieg in die Oberliga kämpften, gelang es nur selten, mehr als 350 Zuschauer in die Eishalle zu locken. 288 Zuschauer kamen in der letzten Saison in der Vorrunde im Schnitt – Platz elf unter 14 Teams. Auch heuer sieht es nicht viel besser aus – trotz zumeist sehenswertem Eishockey und aktuell Tabellenplatz zwei. 

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Kaum Zuschauer - TEV Miesbach hofft gegen Peißenberg auf mehr Unterstützung

Mit einem Schnitt von 303 Zuschauern liegt der TEV erneut nur im hinteren Mittelfeld der Bayernliga. Der Tiefpunkt waren am letzten Sonntag nur 250 Besucher beim Heimspiel gegen Königsbrunn. 

Das Problem ist in Miesbach altbekannt. Als der FC Miesbach vor etlichen Jahren die hochklassigste Mannschaft im Landkreis war, kamen selten mehr als 200 Besucher, davon mindestens die Hälfte aus den umliegenden Orten. 

Heute ist das ähnlich. Über die Gründe kann man nur rätseln. Schließlich versucht der TEV alles, um die Heimspiele so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das Angebot am Kiosk wurde ausgebaut, es gibt eine Video-Leinwand, ein DJ sorgt für Stimmung. Die Stadiongaststätte ist wieder geöffnet. 

Außerdem versuchte es der TEV mit einer ganzen Reihe an neuen Ideen. Gutscheine, eine Freikarten-Aktion mit der SpVgg Unterhaching, freier Eintritt für alle Besucher im Trikot. Eine Ladies-Night, ein Freibier für alle Besucher, die mindestens eine halbe Stunde vor Spiel im Stadion sind. 

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Doch die Wirkung blieb weitgehend aus. „Es ist schwierig, die Miesbacher ins Eishockey zu bringen“, sagt Mona Ostermeier aus der TEV-Geschäftsstelle. Die Konkurrenz sei mit Bad Tölz, Rosenheim und München groß. „Trotzdem ist es schade, da die Mannschaft ansehnliches Eishockey spielt.“ 

Ähnlich sieht es Trainer Peter Kathan: „Wir stehen in der Tabelle sehr gut da, haben ein starkes Team und sind voll im Soll“, sagt er. „Wir können nicht mehr machen, als gutes Eishockey spielen und Spiele gewinnen.“ Er hofft, dass in der Winterzeit mehr Zuschauer kommen. Team und Trainer könnten den schwachen Zuspruch schwer nachvollziehen. „Die Mannschaft hätte mehr Zuschauer verdient.“ Den Spielern mache es natürlich mehr Spaß, vor volleren Tribünen aufs Eis zu gehen. 

Zum Vergleich verweist Kathan auf Waldkraiburg: Die Stadt sei vergleichbar mit Miesbach. „Und die haben bis zu 1000 Leute im Stadion.“ Für den TEV hat Kathan habe vorerst kleinere Ziele: Er will die Marke von 500 Zuschauern knacken. Die nächste Gelegenheit dazu besteht heute beim Heimspiel gegen Peißenberg.

Fakten zum Spiel in Peißenberg

Die Miesbacher können im Derby gegen Peißenberg heute bis auf Stephan Stiebinger und Thomas Amann aus dem vollen Schöpfen. Christian Czaika und Timon Ewert sind erkältet. Sein Comeback gibt Felix Feuerreiter. „Die Niederlage gegen Königsbrunn war ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Trainer Peter Kathan. „Peißenberg ist ein starker Gegner. Das kommt gerade recht, weil wir dann besseres Eishockey spielen.“ Das Hinspiel gewann Peißenberg mit 4:1 – bislang die einzige Niederlage nach regulärer Spielzeit für den TEV.

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