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„So kannst du nicht auftreten“: TEV Miesbach verliert beim Vorletzten Pegnitz mit 1:3

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Den Ehrentreffer gerettet: Max Hüsken markierte kurz nach Beginn des letzten Drittels das 1:3. Für den TEV Miesbach reichte das aber nicht mehr für eine Aufholjagd.
Den Ehrentreffer gerettet: Max Hüsken markierte kurz nach Beginn des letzten Drittels das 1:3. Für den TEV Miesbach reichte das aber nicht mehr für eine Aufholjagd. © Archiv Thomas Plettenberg

Auch wenn die Vorzeichen alles andere als optimal waren: Die Niederlage, die der TEV Miesbach am Sonntagabend beim Tabellenvorletzten der Eishockey Bayernliga, dem EV Pegnitz, kassiert hatte, war gänzlich unerwartet. Der Spitzenreiter unterlag mit 1:3.

„Natürlich haben uns sechs Stammspieler gefehlt“, sagt TEV-Coach Michael Baindl. „Dennoch müssen wir die Qualität haben, um in Pegnitz zu gewinnen. Das erste Drittel war okay, denn es war wirklich schwer zu spielen. Im zweiten Drittel haben wir den Kampf nicht angenommen. Wir waren einfach nicht bereit.“ Baindl will das Spiel zügig abhaken. „Wir werden unter der Woche einige Gespräche führen.“

Die Miesbacher waren ohne die Verletzten Matthias Bergmann, Johannes Bacher, Sebastian Deml, Bobby Slavicek, Stefano Rizzo und Florian Heiß nach Oberfranken gereist. Dafür stand Maxi Meineke erstmals nach seiner Verletzung wieder im Kader, und Florian Feuerreiter, der eigentlich eine einjährige Eishockey-Pause einlegen wollte, unterstützte seine Teamkollegen erneut. Im Tor stand diesmal wieder Anian Geratsdorfer.

Doch die äußeren Bedingungen erschwerten einen geregelten Spielaufbau. Im Freiluftstadion in Pegnitz lag bereits bei der Anreise eine geschlossene Schneedecke. Pünktlich zum ersten Drittel setzte dann auch noch Schneeregen ein. Doch dies will Trainer Michael Baindl nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir haben nicht gekämpft und nicht als Mannschaft zusammengehalten. So kannst du nicht auftreten“, sagt der TEV-Coach über das zweite Drittel.

Nach 40 Minuten lagen die Gäste bereits mit 0:3 zurück und konnten das Duell trotz einer Steigerung im Schlussabschnitt nicht mehr drehen. Am Ende musste man sich mit 1:3 geschlagen geben, steht aber dennoch auch weiterhin an der Tabellenspitze.

Bis zum kommenden Wochenende, an dem das Heimspiel gegen Erding am Freitag die einzige anstehende Begegnung ist, sollen wohl ein oder zwei verletzte Spieler wieder zurückkehren. Zudem soll diese Woche ein weiterer Ausländer als Ersatz für Slavicek unter Vertrag genommen werden. Schließlich fällt der Top-Scorer und Publikumsliebling des TEV, der inzwischen bereits operiert wurde, aller Voraussicht nach bis Mitte Februar aus.

Im ersten Drittel taten sich die dezimierten Miesbacher schwer. Die Scheibe blieb immer wieder liegen, ein kontrollierter Spielaufbau war kaum möglich. Die Begegnung war umkämpft, Chancen und Powerplays gab es für beide Seiten. Der einzige Treffer gelang den Hausherren.

Das zweite Drittel war dann eines zum Vergessen. Die Miesbacher konnten zu keinem Zeitpunkt ihr Potenzial abrufen, sodass Pegnitz auf 0:3 davonzog. Die Hausherren hatten nun bereits die Sensation vor Augen, doch Max Hüsken sorgte direkt nach Wiederbeginn mit seinem Treffer in Überzahl bei den Miesbachern noch einmal für Hoffnung.

Die TEV-Cracks machten nun Druck und erarbeiteten sich Möglichkeiten. Doch die Ice Dogs warfen sich in jeden Schuss und blockten zahlreiche Versuche der Gäste, teilweise sogar mit dem Kopf. So blieb es bis zur Schlusssirene beim 3:1 für die Hausherren, die sich die drei Punkte durch ihren enormen Kampfgeist auch verdient hatten.

„Pegnitz hat im letzten Drittel unglaublich gekämpft und wollte den Sieg an diesem Tag einfach mehr als wir“, gibt Baindl unumwunden zu. Allerdings war die Niederlage für die Miesbacher kein Beinbruch. Schließlich geht es in der Hauptrunde erst einmal nur um die Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Dennoch gilt es am Freitag gegen Erding, den Weg zurück auf die Siegerstraße zurückzufinden. Schon allein deshalb, um die Stimmung im Team hochzuhalten.

EV Pegnitz – TEV Miesbach 3:1 (1:0/2:0/0:1)

TEV Miesbach: Geratsdorfer (Ewert) – Mechel, Mühlpointner, Kögl, Kirsch, Nowak – März, Hüsken, Grabmaier, Endress, Meineke, Fe. Feuerreiter, Thyroff, Furch, Pölt, Fl. Feuerreiter.

Tore: 1:0 (13.) Trautmann (Lindmeier, Holomek), 2:0 (29.) Hagen (Maschke), 3:0 Breyer (Seibel, Gerstner), 3:1 (41.) Hüsken (Nowak, Fe. Feuerreiter) 5-4 PP.

Strafen: EVP 14 – TEV 10.

Zuschauer: 209.

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