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Unter Beschuss: Anian Geratsdorfer im Tor des TEV wurde mehrfach geprüft. Seine Glanztat war jedoch der parierte Penalty – die Schlüsselszene zum Sieg.

Große Moral bringt wichtige Punkte

TEV Miesbach siegt in Königsbrunn nach 0:3-Rückstand

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Die Anhänger schlugen schon die Hände über dem Kopf zusammen. Der TEV-Miesbach lag gegen den EHC Königsbrunn nach 15 Minuten mit 0:3 zurück. Doch dann starteten sie die Aufholjagd.

Miesbach – Mitte des ersten Drittels der Bayernliga-Partie zwischen dem EHC Königsbrunn und dem TEV Miesbach schlugen die etwa 30 mitgereisten TEV-Anhänger auf der Tribüne die Hände über dem Kopf zusammen. Die Kreisstädter, die heuer über einen richtig starken Kader verfügen und zu den Meisterschaftsaspiranten gehören, lagen nach 15 Minuten mit 0:3 zurück.

TEV Miesbach siegt in Königsbrunn nach 0:3-Rückstand

Auf einen Sieg der Gäste hätten zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr allzu viele gesetzt. Doch die Mannschaft zeigte Willen und Moral – sie drehte das Spiel. Bis Ende des zweiten Abschnitts kamen die Gäste auf 2:3 heran, um nach einem starken Schlussabschnitt doch noch als Sieger vom Eis zu gehen. Am Ende siegten die Rot-Weißen mit 5:3 und nahmen drei ganz wichtige Punkte mit an die Schlierach, mit denen sie sich schon zu diesem frühen Zeitpunkt im oberen Tabellendrittel der Bayernliga festsetzen.

Allerdings war der Erfolg teuer erkauft, denn Nico Fissekis bekam einen Schläger ins Gesicht und musste mit aufgeplatzten Lippen und lockeren Zähnen ins Krankenhaus gebracht werden. In den kommenden Wochen werden die Miesbacher also wohl auf den quirligen Angreifer verzichten müssen.

„Mit dem Start ins Spiel war ich gar nicht zufrieden“, gibt TEV-Trainer Peter Kathan zu. „Wir haben zu lasch gespielt und blöde Strafzeiten kassiert. Wir waren vom Kopf her nicht bereit. Königsbrunn hat uns niedergekämpft.“ Im zweiten und dritten Drittel habe sein Team aber eine Reaktion gezeigt. „Da waren wir besser. Wir brauchen aber für ein Tor zu viele Chancen, auch wenn der gegnerische Torwart wirklich gut war.“

Mit der spielerischen Leistung war Kathan ebenfalls nicht zufrieden, auch wenn es vor allem im Schlussdrittel besser gelaufen ist. „Das zeigt aber auch die Moral in einem schweren Spiel mit vielen Strafen, einen 0:3-Rückstand aufzuholen“, lobt der TEV-Coach. „Trotzdem muss sich in den nächsten Wochen noch einiges verbessern.“

Die Königsbrunner, die sich unter der Woche von zwei Spielern getrennt hatten, konnten nur 14 Feldspieler aufbieten, zeigten aber eine kämpferisch sehr ansprechende Leistung. Die Miesbacher versuchten, vieles spielerisch zu lösen, machten dabei aber schlichtweg zu viele Fehler. Früh gingen die Pinguine in Führung, und nur zwei Minuten später kassierte der TEV per Konter das 0:2. Die Kreisstädter fanden zwar langsam besser in die Partie, das dritte Tor machte aber wieder der EHC. Immerhin war dann Bobby Slavicek in Überzahl zum 1:3 erfolgreich.

Im zweiten Durchgang dominierten die Gäste, und es war erneut Slavicek, der die Partie mit einem Shorthander noch mal spannend machte. Beim Stand von 2:3 ging es also in den Schlussabschnitt, der einiges zu bieten hatte.

Nach dem verdienten Ausgleich durch Florian Feuerreiter bekam Königsbrunn einen Penalty zugesprochen, den Keeper Anian Geratsdorfer parierte. Das war die Schlüsselszene, denn wenig später traf Maximilian Hüsken zum 4:3. Und als der EHC seine Torfrau zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, machte Franz Mangold mit einem Empty Net Goal den Sack zu.

Auch wenn es keine Glanzleistung über 60 Minuten war: Immerhin zeigte der TEV ab dem zweiten Abschnitt seine spielerische Klasse – und jede Menge Moral. Die beweist, dass der Teamgeist trotz des durchwachsenen Auftaktwochenendes absolut intakt ist.

EHC Königsbrunn – TEV Miesbach 3:5 (3:1/0:1/0:3)

TEV Miesbach: Geratsdorfer (Ewert) – Bacher, Frank, Deml, Mechel, Gottwald, Nowak – Czaika, Hüsken, Grabmaier, Meineke, Höck, Felix Feuerreiter, Kokoska, Mangold, Florian Feuerreiter, Frosch, Slavicek, Fissekis.

Tore: 1:0 (4.) Rau (Sramek, Zimmermann) 5-4 PP, 2:0 (6.) Sramek (Neuber, Zimmermann), 3:0 (15.) Hermann (Baur, Strehler) 5-4 PP, 3:1 (17.) Slavicek (Frank, Kokoska) 5-4 PP, 3:2 (24.) Slavicek (Kokoska) 4-5 SH, 3:3 (51.) Fl. Feuerreiter (Mechel, Frosch), 3:4 (55.) Hüsken (Frosch, Frank), 3:5 (59.) Mangold. Zuschauer: 351.

Strafen: EHC 20 + 10 Minuten gegen Lieb – TEV 18 + 10 Minuten gegen Frank.

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