Fortschritte bei der energetischen Sanierung können die TEV-Verantwortlichen vermelden. Foto: Thomas Plettenberg
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Fortschritte bei der energetischen Sanierung können die TEV-Verantwortlichen vermelden.

Fortschritte bei energetischer Sanierung

TEV taut ab: „Weichen für die kommende Saison stellen“

  • vonThomas Spiesl
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Die Eishockey-Saison ist jetzt auch in Miesbach beendet. Der TEV Miesbach taut das Eis im Stadion ab - und will damit die Weichen für die kommende Saison stellen.

Miesbach – Die Eis-Zeit in Miesbach ist beendet, der TEV hat die Maschinen abgeschaltet, das Eis im Kunsteisstadion wird abgetaut. Eishockey-Spiele, Eiskunstlauf-Wettkämpfe oder Eisstock-Turnier wird es in diesem Winter nicht mehr geben. Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) hat zu Beginn der Woche erneut Kontakt zu den Eishockey-Klubs aufgenommen und die Unterbrechung des Spielbetriebs, analog zum verlängerten Lockdown bis einschließlich 31. Januar, bekannt gegeben. Die Hoffnungen auf Eishockey in diesem Winter sind inzwischen auf ein Minimum zusammengeschmolzen.

Dies nahm der TEV zum Anlass und stellte, wie berichtet, die Eismaschinen im Miesbacher Kunsteisstadion für diesen Winter ab. Eine neuerliche Eisbereitung wird es definitiv nicht geben. Damit ist die einzige witterungsunabhängige Fläche für den Eissport im Landkreis Miesbach geschlossen. Ein wirklicher Spielbetrieb wäre ohnehin nicht mehr möglich gewesen, da die Mehrzahl der bayerischen Eishallen bereits dicht ist.

Moser: Frühere Eisbereitung möglich

Beim TEV hatten die Verantwortlichen bis zuletzt gehofft, dass man wenigstens dem Nachwuchs im Februar oder März noch ein sportliches Angebot machen könne. Diese Hoffnung bewahrheitete sich jedoch nicht, zumal ein Ende des Lockdowns nicht absehbar ist.

Seit Anfang November stand die Eishalle bereits weitgehend leer. Einzig die Kader-Spieler unter den Nachwuchs-Cracks, zuletzt waren dies acht Kinder und Jugendliche, durften noch mit ihren Trainern aufs Eis gehen. Zudem trugen die Eishockey-Frauen aus Planegg ihre Bundesliga-Heimspiele in der Kreisstadt aus. Dies war erlaubt, da die Frauen-Bundesliga von der Regierung als Profi-Sport eingestuft wurde.

BEV-Idee: Konsolen-Eishockey als Pandemie-Ersatz.

„Mit der Verlängerung des Lockdowns sind die Chancen wohl gleich null, dass wir in diesem Winter noch einmal aufsperren dürfen“, sagt TEV-Vorsitzender Dieter Taffel. Immerhin konnten einige Projekte der energetischen Sanierung bei laufender Kühlanlage noch abgeschlossen und getestet werden. „Wir können uns vorstellen, die Einsparungen im Spätsommer in eine frühere Eisbereitung zu investieren, wenn es im Nachwuchs und bei Gastvereinen dafür Interesse gibt“, erklärt Zweiter Vorsitzender Stefan Moser.

Butz: Saisonvorbereitung überdenken

In seinem Rundschreiben an alle Klubs hatte Eishockey-Obmann Franz Butz bereits darauf hingewiesen, „dass es immer unwahrscheinlicher wird, einen geordneten Ligaspielbetrieb für alle unsere Ligen durchführen zu können“. Im Namen des BEV gibt Butz auch bereits einen Ausblick auf die kommende Spielzeit. „Covid-19 wird auch im Herbst noch nicht Geschichte sein und uns auch in der Saison 2021/22 begleiten. Damit ab dem Spätsommer ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb möglich ist, sind wir alle (Politik, Verbände und Vereine) gefordert, jetzt die Weichen zu stellen. Die bisher gelebte Sommervorbereitung gilt es zu überdenken. Sehen wir die Pandemie und die gemachten Erfahrungen auch als Chance für unser Eishockey“, schreibt Butz.

Beim TEV laufen derweil im Hintergrund bereits die Vorbereitungen auf die kommende Saison. „Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen den Kontakt zum Verein, zu ihren Trainern und Mannschaftskameraden nicht verlieren und mit ein bisschen Spaß in Bewegung bleiben“, erläutert TEV-Jugendleiterin Özlem Meineke. In den nächsten Wochen wird dies nur online möglich sein. Auf dem Eis stehen werden die Cracks in der Kreisstadt ohnehin erst wieder im August.

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