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Steht in Zukunft nicht mehr an der Bande: Trainer Peter Kathan verlässt den TEV Miesbach.

Eishockey

TEV Miesbach: Trainer Kathan macht Schluss

  • vonThomas Spiesl
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Trainer Peter Kathan steht dem TEV Miesbach in Zukunft nicht mehr zur Verfügung. Er will mehr Zeit für die Familie haben.

Miesbach – Erst war er eine Notlösung, dann wurde er zum Wunschtrainer. Peter Kathan hat beim TEV Miesbach turbulente Jahre hinter sich. Jetzt macht der 38-Jährige allerdings Schluss. Er steht dem TEV in der kommenden Spielzeit nicht mehr als Trainer zur Verfügung.

Im Dezember 2018 hatte Kathan – damals noch als aktiver Spieler – das Traineramt während der Saison von Simon Steiner übernommen. Deshalb hat er sogar seine Schlittschuhe nach fünf Jahren und 169 Spielen im Trikot der Kreisstädter an den Nagel gehängt.

Fortan lief es bei den Kreisstädtern wie am Schnürchen. Der TEV verpasste in der Saison 2018/19 den Wiederaufstieg in die Oberliga nur um Haaresbreite und wurde Bayrischer Vizemeister. In der aktuellen Spielzeit, die wie berichtet vor Beginn der Play-offs abgebrochen wurde, schlossen die Rot-Weißen die Bayernliga-Hauptrunde als Tabellenerster ab. In der Verzahnungsrunde holte der TEV dann mit einem starken Endspurt noch Platz zwei und wurde damit als bester Bayernligist Bayerischer Meister.

Doch jetzt steht Kathan dem TEV auch hinter der Bande nicht mehr zur Verfügung. Der 38-Jährige informierte Ende dieser Woche die Spieler beim abschließenden Training von seiner Entscheidung. „Die Priorität gilt jetzt meinen Kindern“, erklärt er.

Auch wenn es für die Miesbacher sportlich wie menschlich ein bitterer Verlust ist, zeigen die Verantwortlichen des TEV Verständnis für die Entscheidung. „Peter ist ein Pfundskerl, den wir vermissen werden“, sagt der Sportliche Leiter Stefan Moser. „Wir bleiben in Kontakt und er wird uns auch in den kommenden Wochen unterstützen. Beim TEV ist er immer willkommen und ich hoffe, wir sehen uns wieder.“

Einen Nachfolger haben die Kreisstädter noch nicht. Nun werden erst einmal die Abschlussgespräche mit den Spielern geführt, organisatorische Dinge abgewickelt und die zweite Phase der energetischen Sanierung eingeleitet. „Es gibt natürlich Gedankenspiele, ich glaube aber nicht, dass es eine kurzfristige Entscheidung geben wird“, sagt Moser.

Kathan selbst fiel die Entscheidung schwer, sein Amt niederzulegen. „Ursprünglich wollte ich nur noch eine Saison beim TEV spielen“, sagt der 38-Jährige. „Daraus sind dann sechs geworden.“ Das hätte vor allem gezeigt, wie wohl er sich hier fühle. „Aber neben der Arbeit eine Herren-Mannschaft zu trainieren ist eine große zeitliche Belastung“, erklärt Kathan. „Deshalb habe ich mich durchgerungen, eine Pause einzulegen, um wieder mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben.“

Den Miesbachern ist der scheidende TEV-Coach dankbar dafür, die Chance bekommen zu haben, ins Trainergeschäft einzusteigen. Ein Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen. Kathan: „Ich werde auch sicher wieder mal als Trainer arbeiten.“

ts

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