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Erster und einziger Saisonsieg: Im Heimspiel gegen den EV Landshut fuhr der TEV Miesbach (in Rot) im Oktober drei seiner insgesamt vier Punkte ein.

Slowakischer Verteidiger im Test

TEV will versuchen mitzuhalten

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Der TEV Miesbach tritt am Freitagabend beim EV Landshut an. Gegen den Altmeister gelang dem Team von Trainer Markus Wieland der bisher einzige Saisonsieg.

Miesbach – Vor dem TEV Miesbach liegt mal wieder ein schwieriges Wochenende. Der Tabellenletzte der Eishockey-Oberliga Süd ist am Freitag beim EV Landshut zu Gast und empfängt am Sonntag die Starbulls Rosenheim. Das sind zwei der Top-Mannschaften der Spielklasse und zudem Vereine mit klangvollen Namen und einer langen Geschichte.

Die personelle Lage macht die Aufgaben nicht leichter. Nach der Abreise der beiden US-Amerikaner James Hall und Christopher Stemke ist unklar, ob die Miesbacher am Wochenende mit oder ohne Ausländer antreten werden. Seit Dienstag nimmt ein slowakischer Verteidiger am Training teil, ob er verpflichtet wird entscheiden die Kreisstädter erst zum Ende der Woche. Sollten sich die Verantwortlichen für eine Verpflichtung entscheiden, liegt es am Deutschen Eishockey-Bund, ob die Spielberechtigung rechtzeitig eintrifft. „Er war vorher beim Try-Out in den USA“, erklärt TEV-Trainer Markus Wieland. „Ich werde mir ihn im Training noch mal anschauen, und dann entscheiden wir uns.“

Wieland muss am Wochenende auf Tom-Patric Kimmel (Schulterverletzung) und Stefan Kirschbauer (Knieverletzung) verzichten. Auch Stefan Mechel wird nicht mit dabei sein. Er hatte vor zwei Wochen einen harten Check kassiert und klagt nach wie vor über Schwindel. „Da werden wir nichts riskieren.“

Dennoch reisen die Miesbacher optimistisch nach Landshut, schließlich haben sie zu Hause gegen den zweimaligen Deutschen Meister den bislang einzigen Saisonsieg gelandet und hielten auch beim Auswärtsspiel dagegen. „Wir sind arg dezimiert, aber das war letztes Wochenende auch schon so“, sagt Wieland. „Davon lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir gehen mit breiter Brust aufs Eis.“ Allerdings wird das Spiel keine leichte Aufgabe: Die Niederbayern stehen nicht zu Unrecht auf dem vierten Tabellenplatz. Nach der Verletzung ihres Top-Scorers Dave Wrigley konnten die Landshuter umgehend Ersatz verpflichten. „Dass sie sofort einen neuen Spieler geholt haben, zeigt, dass die anderen Mannschaften in der Oberliga ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben, wie wir“, hadert Wieland.

Dennoch wollen die Miesbacher nicht nach Landshut reisen, um die Punkte kampflos abzuliefern. Im Training wurde am Hauptproblem gearbeitet. Der TEV hat zwar gezeigt, dass er in der Lage ist, in der Oberliga mitzuspielen. Doch dem Team gelingt es nicht, die Leistung über die gesamte Spielzeit abzurufen. So spielten die Miesbacher zuletzt in Rosenheim und in Weiden gut mit, kassierten aber jeweils sieben Gegentreffer binnen eines Drittels. Dieses Mal wollen sie in Landshut in der Defensive sicher stehen und auf Konter lauern. Möglicherweise glückt dann ja die zweite Überraschung gegen den Altmeister.

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