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Eine echte Eishockey-Größe ist Dusan Frosch. Der 38-Jährige spielte jahrelang in der DEL und der DEL2. Seit dieser Saison läuft er für den TEV Miesbach auf.

Erfahrung von 332 DEL- und 387 DEL2-Spielen

Dusan Frosch: „Ich will den Jungen helfen und Spaß haben“

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Dusan Frosch ist eine echte Eishockey-Größe. Seit dieser Saison spielt der Stürmer beim TEV Miesbach und fühlt sich rundum wohl.

Miesbach – Seine Vita liest sich wie ein Rundgang durch die deutsche Eishockey-Welt. 2003 wechselte Dusan Frosch als damals 22-Jähriger in die DEL zu den Wölfen Freiburg. Der tschechische Stürmer spielte zudem für den EV Weiden in der 2. Bundesliga. Nach vier Jahren in Schwenningen führte sein Weg zurück in die DEL. Über die Stationen Straubing, Köln, Nürnberg und Iserlohn kam der gelernte Außenstürmer nach Bad Nauheim, wo er vier Jahre lang in der DEL 2 zu den Top-Scorern seines Teams gehörte. Vergangene Saison wechselte er nach Rosenheim. Nun scheint der inzwischen 38-Jährige im Oberland heimisch zu werden, denn seit Beginn der neuen Saison schnürt er für den TEV Miesbach die Schlittschuhe.

Dusan Frosch fühlt sich beim TEV Miesbach wohl

„Mir gefällt es hier sehr gut, es geht sehr familiär zu. Ich fühle mich wohl und habe Spaß am Eishockey“, sagt Frosch. Vor etlichen Jahren hat er die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und beweist in der aktuellen Bayernliga-Spielzeit, dass Erfahrung nicht vor Scorer-Punkten schützt. Mit fünf Toren und 21 Vorlagen liegt er auf Rang 13 der Scorer-Liste der gesamten Liga, teamintern bedeutet das Platz vier hinter Filip Kokoska, Bohumil Slavicek und Maximilian Hüsken. „Es ist natürlich schön, wenn man Punkte macht, aber das interessiert mich eigentlich nicht. Ich bin nach Miesbach gekommen, um den jungen Spielern zu helfen, gutes Eishockey zu spielen und Spaß zu haben.“

Direkt nach Ende der vergangenen Saison nahm TEV-Coach Peter Kontakt zu dem Routinier auf, es folgten einige Gespräche, ehe sich beide Parteien kurz vor Saisonstart einig wurden. „Die Gespräche mit Peter Kathan und Stefan Moser waren ehrlich und korrekt, deshalb habe ich mich für Miesbach entschieden“, sagt Frosch. „Ich wohne in der Nähe und muss dadurch nicht weit fahren.“

Dusan Forsch blickt auf  332 DEL- und 387 DEL2-Spiele zurück

Seine Erfahrung aus 332 DEL-, 387 DEL2- und 48-Oberliga-Spielen will Frosch dazu nutzen, seine jungen Teamkollegen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Vor allem sein gutes Auge und seine zielgenauen Pässe überzeugen bislang. „Wir haben eine gute Mannschaft“, sagt der 38-Jährige. „Aber noch viele Verletzte. Jetzt wollen wir erst mal unter die Top sechs kommen und dann schauen wir weiter.“ Frosch hält mit der Mannschaft jedoch vieles für möglich, will von einem Aufstieg aber nicht sprechen. „Ich denke, wir spielen lieber in der Bayernliga ganz oben mit, als in der Oberliga unten. Die Oberliga ist technisch stärker“, analysiert der 38-Jährige, der beim TEV die Rückennummer 38 trägt.

Frosch ist es zudem ein Anliegen, die beiden tschechischen Kontingentspieler Kokoska und Slavicek zu unterstützen. „Ich war überrascht, wie gut sie schon Deutsch sprechen“, sagt er. „Ich will Filip Kokoska helfen, er muss sich noch verbessern, wenn er höherklassig spielen will. Mit Bobby Slavicek hatte ich schon im Sommer Kontakt, er ist ein kompletter Spieler.“ Aber auch den deutschen Teamkollegen spricht er eine hohe Qualität zu.

Dusan Frosch kann sich vorstellen, beim TEV zu bleiben

Wie es für ihn nach dieser Spielzeit weitergeht, will Frosch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entscheiden. „Ich überlege mir nach der Saison, ob ich noch ein Jahr dranhänge. Bisher bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden.“ Viel spricht also nicht gegen eine weitere Spielzeit in Miesbach. Jetzt will er aber erst in der laufenden Spielzeit Erfolg, und vor allem Spaß am Eishockey haben.

Zum Heimspiel

Der TEV Miesbach empfängt am Sonntag den EHC Königsbrunn. Nach dem spielfreien Freitag gehen die Kreisstädter ausgeruht in die Partie. Die Gäste liegen auf Platz acht und haben noch Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde. Das Hinspiel verlief kurios: Der TEV lag im ersten Drittel mit 0:3 zurück und siegte noch mit 5:3. „Das wird ein schweres Spiel, die brennen sicher auf Wiedergutmachung“, sagt Trainer Peter Kathan daher. „Königsbrunn hat einen neuen Trainer und sich noch einmal verstärkt. Wir wollen den Fans ein gutes Spiel zeigen, aber es wird nicht leicht.“ Der Kader ist weitgehend komplett, nur Stephan Stiebinger und Thomas Amann fehlen.

ts

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