Zu den besten der Bayernliga gehört die Angriffsreihe des TEV Miesbach um Bobby Slavicek (l.) und Felix Feuerreiter (3.v.l.). Doch defensiv gibt es noch Steigerungsbedarf bei den Kreisstädtern.
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Zu den besten der Bayernliga gehört die Angriffsreihe des TEV Miesbach um Bobby Slavicek (l.) und Felix Feuerreiter (3.v.l.). Doch defensiv gibt es noch Steigerungsbedarf bei den Kreisstädtern.

TEV Miesbach empfängt am Sonntag Waldkraiburg zum „Rückspiel“

TEV will im „Rückspiel“ gegen Waldkraiburg Heimserie weiter ausbauen

  • VonThomas Spiesl
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Der TEV Miesbach empfängt den EHC Waldkraiburg zum zweiten Spiel an einem Wochenende und will seine Heimserie ausbauen.

Miesbach – Seit der bitteren 2:6-Niederlage beim Derby und Spitzenspiel gegen den EHC Klostersee Mitte Oktober ist der TEV Miesbach vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Die Kreisstädter gewannen die vier darauffolgenden Heimspiele allesamt, lediglich gegen Ulm musste man einen Zähler abgeben. Diese Serie wollen die Rot-Weißen am Sonntag weiter ausbauen, allerdings wartet mit dem EHC Waldkraiburg ein anderes Kaliber. Die Löwen gehören, genau wie der TEV, zu den Top-Teams der Bayernliga.

In den vergangenen Jahren lieferten sich die beiden Teams stets spannende Duelle an der Tabellenspitze. Bereits am Freitag stand man sich in Waldkraiburg gegenüber, das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Das Rückspiel am Sonntag um 18 Uhr in Miesbach macht das sogenannte „Back-to-Back-Wochenende“ perfekt. Die Gäste liegen derzeit nur vier Zähler hinter den Miesbachern auf dem vierten Tabellenplatz und sind auf jeden Fall ein sicherer Kandidat für die Aufstiegsrunde, die Mitte Januar beginnen soll.

TEV kämpft weiter mit vielen Ausfällen

Am vergangenen Wochenende waren die Löwen am Freitag spielfrei und setzten sich am Sonntag eindrucksvoll mit 6:2 in Peißenberg durch. Die Waldkraiburger hatten vor der Saison die Abgänge von vier Leistungsträgern zu verkraften, darunter auch Matthias Bergmann, der für den TEV auflaufen wird. Allerdings verstärkte man sich auch mit Christian Neuert (aus Dresden), Sebastian Stanik, Philipp Lode (beide von den Starbulls Rosenheim), Florian Brenninger (aus Dorfen) sowie mit Michal Popelka, der aus Frankreich nach Waldkraiburg wechselte. Neuert (18 Punkte) und Popelka (16) führen auch gleich die teaminterne Scorerwertung an. Allerdings müssen die Waldkraiburger ab sofort auf Mathias Jeske verzichten, aus beruflichen Gründen wird der Hüne nicht mehr in der Verteidiger der Löwen auflaufen.

Personelle Probleme kennt man auch im Lager des TEV Miesbach zu Genüge. Länger könnte die Liste der Ausfälle fast nicht sein. Mit Josef Frank, Andreas Nowak und Stefan Mechel fehlen drei Verteidiger, zudem fallen im Angriff Florian Heiß, Maxi Meineke, Stefano Rizzo und wohl auch Michael Grabmaier aus. Immerhin steht Stephan Stiebinger nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung und auch Routinier Dusan Frosch ist nach auskurierter Verletzung wieder mit von der Partie. „Wir sind personell noch immer dünn besetzt, aber langsam lichtet sich das Lazarett etwas.“, berichtet Teammanager David Keckeis von den Trainingseinheiten während der Woche.

TEV muss defensive Stabilität erhöhen

Entsprechend dürfte Sebastian Deml am Sonntag wohl wieder als Verteidiger auflaufen, zudem rückt Alexander Thyroff aus der U20 in den Bayernliga-Kader auf. So dürften Coach Michael Baindl wohl sechs Verteidiger und drei Sturmreihen zur Verfügung stehen. Wer als Torhüter auflaufen wird, ist noch offen. Nachdem Anian Geratsdorfer am Freitag den Vorzug erhielt, wird am Sonntag wohl Timon Ewert zwischen den Pfosten stehen.

Gerade in der Defensive haben die Miesbacher auch noch Luft nach oben. 36 Gegentore aus elf Spielen sind zu viel für ein echtes Spitzenteam. Da nun ein Duell gegen einen Gegner auf Augenhöhe bevorsteht, werden die Miesbacher diesmal aber sicher ein größeres Augenmerk auf die Defensivarbeit legen, um die Heimserie auch gegen Waldkraiburg weiter auszubauen.

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