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Bann gebrochen: Max French (vorne) bringt die Tölzer in Führung, zwei weitere Treffer folgen nur wenig später, die Löwen holen sich den ersten Saisonsieg über die Wölfe. 

Eishockey: DEL2

Entscheidender Schlussakkord

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Drei Tore in drei Minuten: Tölzer Löwen holen bei 5:2 gegen Freiburg drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.

Bad Tölz – So trist die Kulisse für eine DEL 2-Partie in einer wichtigen Saisonphase auch war, so wichtig war für die Tölzer Löwen das, was am Ende heraus kam: Durch den 5:2-Heimerfolg über den EHC Freiburg haben sie ihre Chancen auf die Play-off-Teilnahme verbessert. Vielleicht bringt die Zahl 13 den Löwen für den Rest der Saison ja Glück. So viele (oder wenige) Heimsiege hat Tölz mittlerweile gesammelt. Maßgeblich für den Erfolg war der Schlussakkord im Mittelabschnitt, als den Löwen drei Treffer in kurzer Folge gelangen. Somit schafften sie im vierten Anlauf den ersten Sieg über die Breisgauer. „Drei sehr wichtige Punkte“, schnauft Kevin Gaudet durch.

Zunächst schien sich das Karma der Vorwochen fortzusetzen. Freiburg gelang durch einen Spieler, der das erste Mal im Trikot der Südschwarzwälder auflief, im ersten Wechsel die Führung. Andreas Schwarz hatte sich nicht schnell genug mit Brett Bulmer bei dessen Puckannahme mitbewegt, sodass der Weg für den Neuzugang frei war. Mehrmaliges Raunen von den Rängen stand indes als Dokument für das ineffektive Angriffsspiel der Hausherren. Kaum einmal zischte ein gefährlicher Schuss auf den von Leon Meder gehüteten Kasten. Philipp Schlager, bei dem ein deutlicher Formanstieg zu sehen war, hatte mit einem Schuss auf Meders Oberkörper noch die beste Möglichkeit.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte es noch an Schussglück. So knallte Max French die Scheibe nach einem Pfostentreffer von Markus Eberhardt am völlig freien Tor vorbei.

Dann aber die Wende in einer Begegnung, die plötzlich von Tölzer Moral geprägt war. Tyler McNeely setzte den hoch postierten Marco Pfleger in Szene, dessen Schuss trudelte von Hannes Sedlmayrs Schlittschuh über die Torlinie – 1:1. Pfleger war auch Wegbereiter des zweiten Tölzer Glücksmoments, den French per Rückhand finalisierte. Dann revanchierte sich French beim Konter, legte für Pfleger auf, der nur noch einen Haken um Meder schlagen musste, ehe es 3:1 stand. Obgleich die Pause nicht mehr fern war, ließen die Buam nicht locker. 13 (zur Erinnerung: mögliche Glückszahl) Sekunden später handelte Lubor Dibelka am Torraum schneller als Meder – 4:1.

„Wir waren viel besser im Spiel, hatten etliche Chancen“, urteilt Gaudet. Freiburg, das lange Zeit sehr verhalten auftrat, kam zu Beginn des Schlussdrittels im Powerplay durch einen von Marc Wittfoth abgefälschten Schlenzer Cam Spiros zum Anschlusstreffer. Doch dann zeigten auch die Tölzer, dass sie in Überzahl nicht alles verlernt haben. Pfleger manövrierte das Spielgerät mit Schmackes vor den Kasten, wo Dibelka goldrichtig stand.

Matt MacKenzies Wahl zum besten Spieler überraschte zwar ein wenig. Aber in Summe der letzten Partien konnte man die Auszeichnung in puncto Präsenz, Eiszeit und Umsicht abnicken.

Tölzer Löwen – EHC Freiburg 5:2 (0:1,4:0, 1:1)

Tore: 0:1 (1:28) Bulmer (Ustorf), 1:1 (27:53) Sedlmayr (McNeely/Pfleger), 2:1 (36:32) French (Pfleger/Sedlmayr), 3:1 (39:05) Pfleger (French/Sedlmayr), 4:1 (39:18) Dibelka (Weller/McKenzie), 4:2 (43:17) Wittfoth (Spiro/Brückmann, 5-4), 5:2 (50:05) Dibelka (Pfleger/MacKenzie, 5-4), – Strafminuten: Tölz 8, Freiburg 6, – Schiedsrichter: Aumüller, Erdle , – Zuschauer:1874.

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