Aufstieg geplatzt? Zumindest bliebe die Kooperation mit den Ice Tigers aus Nürnberg.

Aufstiegsträume der Tölzer Löwen geplatzt?

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Bad Tölz - Die Tölzer Löwen können die Auflagen für die 2. Bundesliga wohl nicht erfüllen: Die ESBG fordert eine Bürgschaft, die Förderlizenzregelung hat sich zerschlagen. Wie geht es nun weiter? 

Einen herben Dämpfer im Gerangel um den Aufstieg müssen die Tölzer Löwen einstecken. Am Donnerstagvormittag hieß es, den Isarwinklern wird die Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt, wenn auch unter Auflagen. Am Abend folgte dann der Rückschlag. ECT-Präsident Josef Hintermaier bestätigte, dass die Auflage eine Bürgschaft in Höhe von 225 000 Euro ist. „Damit dürfte sich das Thema Aufstieg erledigt haben“, sagt Franz Fritzmeier, sportlicher Berater der Tölzer Löwen.

Einen weiteren Kommentar zu den Auflagen wollte Hintermaier vorerst nicht abgeben. Erst müssten die Unterlagen noch genau ausgewertet werden. Im Laufe des heutigen Freitags wolle er eine fundierte Stellungnahme abgeben.

Die Chancen, dass die Löwen den Aufstieg realisieren können, stehen nicht allzu gut. Endgültig zerschlagen hat sich die Hoffnung, dass sich die Zweitligisten doch noch auf eine Förderlizenz-Regelung mit der Deutschen Eishockey-Liga einigen. Ohne Förderlizenzen und Kooperation mit dem DEL-Club Nürnberg Icetigers gelingt es den Löwen jedoch nicht, einen hohen Zweitliga-tauglichen Etat auf die Beine zu stellen.

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Ebenfalls durchgefallen sind die Fischtown Pinguins Bremerhaven. „Weil die sportliche Qualifikation für die 2. Liga fehlt“, erläutert Birgit Fend, stellvertretende Aufsichtsrats-Vorsitzende der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) - in dieser Rechtsform sind die Zweitligisten organisiert.

Auf eine Lizenz hoffen darf hingegen Zweitliga-Meister Landshut Cannibals. Die Landshuter hatten es versäumt, einen gültigen Kooperationsvertrag mit dem EV Landshut vorzulegen. „Die Vereinbarung mit dem Stammverein ist eine Grundvoraussetzung“, sagt Fend. Was allerdings nicht heißen muss, dass die Landshuter in der kommenden Saison nicht in der 2. Bundesliga spielen. „Sie haben drei Tage Einspruchsfrist. Wenn dann vor dem Sportgericht ein Kooperationsvertrag nachgereicht wird, kann die Lizenz noch erteilt werden“, erklärt Fend, die zusammen mit Werner Gerke und Manuel Hüttl die Unterlagen der zwölf Zweitligisten sowie die von Absteiger Fischtown Pinguins Bremerhaven und von Oberliga-Meister Tölzer Löwen prüfte.

Patrick Staar und Peter Reinbold

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