Auf Augenhöhe sind nur Regensburg und Klostersee

Bad Tölz - Jetzt beginnt die heiße Phase der Eishockey-Saison. Der Tölzer Kurier analysiert die Chancen der Teams, die in der ersten Play-off-Runde aufeinandertreffen.

EC Peiting - EV Weiden

In einem Herzschlag-Finale rutschten die Oberpfälzer trotz Abschlussniederlage gegen Bad Tölz in die Play-offs. Damit hat die Mannschaft von Trainer Josef Hefner ihr oberstes Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Ob noch mehr geht? Gestützt werden die Hoffnungen der Blue Devils von Daniel Huber, dem starken Torhüter. Allerdings entscheidet nahezu immer die erste Sturmreihe um Dusan Andrasovsky und Marcel Waldowsky die Spiele, worin eine hohe Ausrechenbarkeit liegt. Die Peitinger sind dagegen keineswegs nur von ihren Ausländern abhängig. Zwar schmerzt der Ausfall von George Kink, dafür haben acht Spieler zehn Tore oder mehr geschossen. Hinzu kommt die beinahe unheimliche Heimstärke der Pfaffenwinkler - nur zwei Partien verloren sie auf eigenem Eis. Als einziges Team blieb der ECP unter 100 Gegentoren. An Wochentagsspielen ist Verstärkung vom Kooperations-Partner Red Bull München möglich. Bisherige Ergebnisse: 6:1, 3:1, 7:0, 6:0.

Tipp: 4:0

Selber Wölfe - EV Füssen

Die Königswinkler mussten bis zur letzten Sekunde um die Playoff-Teilnahme zittern. Mit einem durch DNL-Abstellungen dezimierten Kader waren die vergangen Wochen kein Zuckerschlecken. Jetzt kehren die Youngsters gefrustet als Absteiger zurück in den Seniorenbereich. Ob da die Freude über Platz sieben trösten kann? Bei Füssen wird vieles davon abhängen, wozu die Routiniers um Sascha Golts und Eric Nadeau noch fähig sind. Bei den Wölfen geht die Hälfte der 145 Vorrunden-Treffer auf das Konto von Kyle Piwowarczyk, Jared Mudryk und Herbert Geisberger. Die Oberfranken haben sich gezielt verstärkt, ihre Defensivschwäche aus dem Vorjahr gelindert und in Marko Suvelo einen enorm erfahrenen Torhüter. Bisherige Ergebnisse: 6:2, 4:2, 2:6, 4:5:

Tipp: 4:2

Tölzer Löwen - EHC Freiburg

Der leichtfertig verpasste Sprung auf Rang zwei ärgert die Löwen. Zweimal hat Freiburg in dieser Saison das Duell gewonnen. Beide Male fanden die Tölzer nicht zu der richtigen Einstellung und waren nicht optimal aufgestellt. Deutlich siegten die Isarwinkler dagegen, wenn die Aufstellung passte. Freiburg erhöhte durch den Winter-Transfer von Konstantin Firsanov seine Scoring-Qualitäten. Bei annähernd voller Mannschaftsstärke trägt der Vorjahres-Meister Tölzer Löwen die Favoritenbürde. Bisherige Ergebnisse: 1:4, 8:1, 3:0, 1:2

Tipp: 4:1

EV Regensburg - EHC Klostersee

Die engste der vier Paarungen. Am letzten Spieltag noch mühten sich die Regensburger zu einem hauchdünnen 3:2-Erfolg. „Jünger, heißer, unerfahrener“, nennt EHC-Chef Alex Stolberg die prägenden Attribute seines Teams, das bislang nur einmal gegen die Oberpfälzer siegen konnte. Der Rückhalt vieler Zuschauer könnte in Heimspielen den Ausschlag pro Regensburg geben. Allerdings schlägt die Stimmung in der Donau-Arena gerne schnell mal um, wenn’s nicht nach dem Gusto der Fans läuft. Für die Grafinger indes das kalte Retro-Stadion aus einer anderen Eishockey-Epoche. Stolberg glaubt: „Special-Teams und Torhüter geben den Ausschlag.“. Bisherige Ergebnisse: 3:1; 4:3, 4:6, 3:2

Tipp: 4:2

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