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Ausgepowerten Tölzer Löwen fehlt die Energie

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Von: Nick Scheder

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Die Tölzer Löwen (ab 2. v. re.) Oliver Ott und Dominic Bohac gegen den EC Bad Nauheim.
30 Minuten gut mitgehalten: Die Tölzer Löwen mit (ab 2. v. re.) Oliver Ott und Dominic Bohac gegen den EC Bad Nauheim. © Ewald Scheitterer

Knappe Tölzer Niederlage gegen den EC Bad Nauheim. Starke Keeper sorgen für torarmes Spiel.

Bad Tölz – Tapfer gewehrt, ein flottes Spiel geboten, es noch einmal spannend gemacht, und am Ende stehen die Tölzer Löwen mit leeren Händen da: Mit 1:2 mussten sie sich im Heimspiel am Dienstagabend dem EC Bad Nauheim, Tabellenvierter der DEL 2, geschlagen geben.

Ausgepowerten Tölzer Löwen fehlt die Energie

Viel fehlte nicht, um für eine Überraschung zu sorgen. Vielleicht ein bisschen der Killerinstinkt vor dem Kasten von Felix Bick, der es den Löwen allerdings mit vielen starken Paraden auch schwer machte. Vielleicht fehlte auch ein bisschen das Glück, als die Tölzer nur den Pfosten trafen. Definitiv fehlte mit Nico Kolb ein weiterer Stürmer, der sich im Training verletzt hatte. Für ihn zog Löwen-Trainer Kevin Gaudet Markus Eberhardt aus der Verteidigung nach vorne. Und vielleicht fehlte Tölz auch ein bisschen die Übersicht, als die Löwen Marc El-Sayed frei in den Slot laufen ließen, der die von Huba Sekesi – aus dem Tölzer Nachwuchs stammend – geschickte Scheibe zum 1:0 in die Maschen drosch.

Beide Mannschaften spielten mit Drang nach vorne, ohne zunächst die Defensivarbeit zu vernachlässigen. So gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, die nach dem torlosen ersten Abschnitt immer ernsthafter wurden. „Die ersten 30 Minuten waren wir dabei“, lobt Trainer Kevin Gaudet. Sporadisch hallte es metallisch durchs leere Tölzer Eisstadion, als die Scheibe ans Torgestänge prallte. Cam Spiro traf aus spitzem Winkel den Außenpfosten, ECN-Topscorer Taylor Vause lauerte gefährlich am langen Pfosten des von Josef Hölzl gut behüteten Tores, verfehlte knapp. Hölzl, der für Jimmy Hertel (Pause) im Tor einsprang, machte erneut eine gute Partie, entschärfte 29 Nauheimer Schüsse und war auch gegen Kevin Schmidt zur Stelle. Musste beim 0:1 kurz vor Ende des zweiten Drittels aber doch hinter sich greifen.

Letzte Kraftreserven mobilisiert

Die Löwen hielten sich weitgehend an die von Gaudet geforderte Disziplin, kassierten lediglich zwei Strafzeiten im gesamten Spiel. Kurz nach Ablauf der ersten war den Löwen jedoch der Kraftverschleiß doch anzumerken, Jordan Hickmott erhöhte auf 2:0. Tölz machte es dennoch spannend, raffte die letzten Reserven zusammen. Thomas Brandl, der nach langer Verletzung bei jedem Wechsel ordentlich pumpte, zielte aus dem Slot knapp vorbei. Cam Spiro bewies doch so etwas wie einen Torriecher und verkürzte auf 1:2.

Doch dabei blieb es. Bick vereitelte alle weiteren Tölzer Versuche. „Wir waren ganz schön ausgepowert“, räumt Gaudet ein. „Wir haben nicht mehr die Energie finden können, um das Spiel noch zu drehen.“ Nach der Niederlage fallen die Löwen bei gleichzeitigem Sieg der Kaufbeurer gegen Bayreuth nun hinter die Allgäuer auf Rang neun der DEL 2 zurück.

Tölzer Löwen - EC Bad Nauheim 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

Tore: 0:1 (35:37) El-Sayed (Sekesi), 0:2 (41:20) Hickmott (Vause/Schmidt), 1:2 (48:42) Spiro, – Strafminuten: Tölz 4, Nauheim 0, – Schiedsrichter: Flad/Kannengießer.

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