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Besse macht mit „Empty Net Goal“ den Deckel auf den 4:3-Sieg gegen Lausitzer Füchse

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Von: Oliver Rabuser

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Endstation Ancicka: Der Füchse-Goalie zeigte etliche Glanzparaden – alleine fünfmal gegen Tyler McNeely (Mi.).
Endstation Ancicka: Der Füchse-Goalie zeigte etliche Glanzparaden – alleine fünfmal gegen Tyler McNeely (Mi.). © esc

Bad Tölz – Es drohte das nächste Fiasko. Aber dann legten die Tölzer Löwen einen Kraftakt allererster Güte aufs Eis und siegten nach 0:2-Rückstand trotz turbulenter Schlussphase mit 4:3. „Diesen Sieg haben wir unbedingt gebraucht“, schnaufte Trainer Kevin Gaudet tief durch.

Jimmy Hertel hätte sich keinen schöneren Einstand ausmalen können. Der 29-Jährige hielt trotz mangelnder Spielpraxis alles, was in seine Reichweite gelangte; an den Gegentreffern war der Neuzugang absolut schuldlos. Richie Mueller, die Lausitzer Nachverpflichtung sorgte Mitte der Partie mit einem unhaltbaren Abschluss für die Gästeführung. Im Powerplay legte Arttu Rämö ebenfalls im Mitteldrittel nach.

Schlussmann Ancicka mit flinken Händen

Bis dahin hatte sich auf Tölzer Seite bereits eine ordentliche Fülle an Einschussmöglichkeiten angehäuft. Was die Löwen aber auch versuchten: Entweder stellte sich die Berliner Eisbären-Leihgabe Tobias Ancicka mit flinkem Bein- und Handwerk in den Weg, oder die Löwen scheiterten an sich selbst. Tyler McNeely alleine hätte die Partie zugunsten der Kurstädter entscheiden können. Nach nur fünf Sekunden im ersten Powerplay tippte der 34-Jährige den Puck vor dem leeren Kasten an den Pfosten. War vielleicht Pech, weil alles ziemlich schnell ging. Das perfekte Zuspiel von Cam Spiro setzte der Mittelstürmer dann hauchdünn am Pfosten vorbei.

Im zweiten Abschnitt fuhr sich McNeely dann an Ancickas Schoner fest, eher er auch noch ein Solo von der blauen Linie versemmelte. Konsterniert waren die Buam gleichwohl zu keiner Zeit. Vielmehr schien es so, als weckten die Rückschläge den Kampfgeist erst recht. Und auch die Fans glaubten an ihre Löwen, wenngleich lediglich 841 Augenzeugen die strengen Eingangskontrollen passierten.

Thomas Brandl sorgt für Anschlusstor und neue Hoffnung

Im Schlussabschnitt bissen die Löwen endlich. Thomas Brandl sorgte für das Anschlusstor, indem er einen Blueliner von Beppi Eberhardt am Torraum entscheidend abfälschte. Keine drei Minuten später war Eberhardt dann persönlich der Vollstrecker. Aus spitzem Winkel traf der werdende Papa im Powerplay mit seinem ersten Saisontreffer zum 2:2. Einen Rückstand dieser Kategorie wettzumachen, war den Tölzern in dieser Spielzeit bis dato noch nicht gelungen. Beinahe wären die Buam in der Endphase der Partie von der anfänglichen Chronologie wieder eingeholt worden. Abermals hatte McNeely das dicke Ding auf dem Schläger, aber auch der fünfte Versuch des Kanadiers endete ohne Erfolg und mit enttäuschter Mimik.

Füchse-Treffer wegen Torwartbehinderung nicht anerkannt

Und im Gegenzug hatten die Löwen das Glück, dass ein Treffer der Gäste wegen Behinderung des Torhüters keine Anerkennung fast. „Da hatten wir ein bisschen Glück“, räumte Gaudet ein. So kam es zu jenem Ende, das sich jeder Tölzer Eishockeyfan und Eishockeyspieler sehnlichst erhofft hatte: Philipp Schlager traf zwei Minuten vor dem Ende vom Bully zum 3:2, und Besse machte mit seinem „Empty Net Goal“ den Deckel drauf. Da störte es auch nicht weiter, dass Jens Baxmann noch der dritte Füchse-Treffer gelang. „Es freut mich, dass wir nie aufgegeben haben“, resümierte der Coach. „Nach dem 0:2 haben wir alles rausgehauen.“

Tölzer Löwen – Lausitzer Füchse 4:3 (0:0, 0:2, 4:1)

Tore: 0:1 (26:58) Mueller (Garlent, Baxmann), 0:2 (38:38) Rämö (Mäkitalo 5-4), 1:2 (47:45) Brandl (Eberhardt, Schlager), 2:2 (50:28) Eberhardt (Schlager, Brandl 5-4), 3:2 (57:33) Schlager, 4:2 (58:56) Besse (McNeely, Eberhardt EN), 4:3 (59:47) Baxmann (Breitkreuz, Garlent 6-5). – Strafminuten: Bad Tölz 12, Weißwasser 12. – Schiedsrichter: Martin Holzer, Ruben Kapzan. – Zuschauer: 841.

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