Fast pünktlich zum Trainingsauftakt: Der neue US-amerikanische Stürmer Grant Besse fuhr am Mittwochnachmittag direkt vom Flughafen ins Tölzer Eisstadion.
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Fast pünktlich zum Trainingsauftakt: Der neue US-amerikanische Stürmer Grant Besse fuhr am Mittwochnachmittag direkt vom Flughafen ins Tölzer Eisstadion.

EISHOCKEY - TÖLZER LÖWEN

Besser als Gardiner: Stürmer Grant Besse, Punktgarant aus den USA, ist vierter Tölzer Importspieler

  • Nick Scheder
    VonNick Scheder
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Bad Tölz – Schwierig war’s. Weil selbst DEL-Vereine noch auf der Suche nach neuen Stürmern waren, weil so mancher Kanadier angesichts der ungewissen Umstände lieber in der Heimat blieb. So gesehen können die Tölzer Löwen höchst zufrieden sein mit ihrer voraussichtlich letzten Neuverpflichtung für die kommende Saison in der DEL 2: Stürmer Grant Besse trägt ab sofort das schwarz-gelbe Leiberl.

Der US-Amerikaner besetzt die vierte und letzte Kontingentstelle in dieser Saison bei den Buam, ist im deutschen Eishockey kein Unbekannter und belastet trotz DEL-Vergangenheit das Budget nicht übermäßig: Zur Begleichung seines Salärs ist Geld aus der Vertragsauflösung von Max French übrig. Der beste Stürmer der Vorsaison ligaweit hat seine Karriere wegen einer Verletzung beendet (wir berichteten).

Bester Torschütze bei DEL-Klub Krefeld Pinguins

Besse bringt die besten Voraussetzungen mit, ein guter French-Ersatz zu werden. Der 27-Jährige spielte zuletzt für die Vienna Capitals in der IceHL. Deutschland kennt er aus der Saison 2019/20, als er für die Krefeld Pinguine spielte und mit 20 Treffern direkt bester Torschütze des DEL-Klubs wurde. „Ich wollte zurück nach Deutschland, habe mich hier sehr wohl gefühlt. Als sich die Möglichkeit bot, nach Tölz zu gehen, habe ich sofort zugeschlagen“, sagt Besse. „Ich bin mir sicher, dass das ein guter Schritt für mich ist und werde alles tun, um dem Team zu helfen.“ Das tat er bereits kurz nach seiner Ankunft, als er gestern auf direktem Weg vom Flughafen mit den Löwen zum Training aufs Eis ging.

Er hat Qualität und weiß, wo das Tor steht

Löwen-Chef Jürgen Rumrich zum Tölzer Neuzugang Besse

Löwen-Chef Jürgen Rumrich ist erleichtert, dass die Suche erfolgreich beendet ist. „Wir sind sehr froh, dass er da ist. Er hat seine Qualität und weiß, wo das Tor steht“, sagt der Geschäftsführer der Tölzer Eissport-Gesellschaft. „Genau so einen haben wir gesucht.“ Einen der eine Top-Ausbildung absolviert hat, in seiner ersten Highschool-Saison 93 Punkte in 31 Spielen erzielte und 2013 zum besten Schüler-Spieler des Staates Minnesota gewählt wurde. Im NHL-Draft 2013 sicherten sich die Anaheim Ducks die Rechte an Besse in der fünften Runde. Seine Profikarriere startete der 27-Jährige, der bei den Löwen mit der Nummer 68 aufläuft, 2017 in der ECHL, wo er für die Norfolk Admirals mit 62 Punkten in ebenso vielen Spielen überzeugte. Nach Gastspielen in der AHL bestätigte er bei den South Carolina Stingrays seine guten Leistungen: 60 Partien, 62 Zähler. Damit punktete er in den beiden Jahren besser als beispielsweise ein gewisser Reid Gardiner.

Im Play-offs-Halbfinale mit Vienna Capitals

In der Vorsaison spielte Besse zunächst für IF Björklöven in der zweiten schwedischen Liga, ehe er zu den Play-offs in der multinationalen IceHL die Capitals aus der österreichischen Bundeshauptstadt Wien verstärkte und mit ihnen ins Halbfinale einzog. „Ich bin erst im Dezember nach Schweden gewechselt, da war es schwer, mitten in der Saison ins Team zu kommen.“ In Tölz ist er von Anfang an dabei.

Kader Tölzer Löwen

Tor: Wölfl, Hölzl; Verteidigung: Brady, Bohac, Götz, Eberhardt, Leitner, Hörmann, Horschel; Sturm: Spiro, Dibelka, Besse, Schlager, Sedlmayr, Merl, McNeely, Brandl, Ott, Engel.

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