Besetzt ist die fünfte Planstelle in der Löwenverteidigung: Andreas Schwarz hat einen Einjahresvertrag unterzeichnet.
+
Besetzt ist die fünfte Planstelle in der Löwenverteidigung: Andreas Schwarz hat einen Einjahresvertrag unterzeichnet.

EISHOCKEY: DEL2

Der beste Schussblocker bleibt den Tölzer Löwen ein weiteres Jahr treu

  • vonOliver Rabuser
    schließen

Andreas Schwarz verlängert seinen Vertrag sehr zur Freude von Kevin Gaudet. Der Löwen-Trainer hält große Stücke auf den Verteidiger: „Andreas ist ein zuverlässiger Verteidiger, der keine Angst hat.“

Bad Tölz Mit Ausnahme von Hannes Sedlmayr hat aus dem aktuellen Kader kein Spieler mehr Einsätze für die Tölzer Löwen auf dem Buckel, als Andreas Schwarz. Das bleibt fürs Erste auch so, denn der ausgebuffte Defensiv-Verteidiger aus Holzkirchen hat wie angekündigt seinen Vertrag beim Zweitligisten um eine weitere Spielzeit verlängert.

Angesprochen wurde der 25-Jährige, der bereits DEL 2-Stationen in Frankfurt und Bietigheim hinter sich hat, zuletzt häufiger, wie das denn jetzt mit seiner Unterschrift sei. Erst recht als das Interesse von Ligakonkurrent EV Landshut, dem Klub aus der Geburtsstadt des Spielers publik wurde. Schließlich hatte Schwarz bereits vor zwei Monaten im Interview mit unserer Zeitung den Verbleib in Tölz als höchst wahrscheinlich bezeichnet.

Auch vonseiten der Geschäftsführung war für den maßgeblichen Akt ein Termin in der ersten Maiwoche anvisiert. Passiert aber ist bislang nichts. In Zeiten einer Pandemie ist eben alles anders. Vermeintliche Selbstläufer gibt es nicht. Schwarz versichert, dass die Verzögerung keinesfalls unterschiedlichen Auffassungen bei der Ausgestaltung des Kontrakts geschuldet war. „Aber die schriftliche Bestätigung hat sich wegen Corona hingezogen“, erklärt Schwarz.

Lesen Sie auch: Im Team des Jahrzehnts für die Tölzer Löwen

Stück für Stück bastelt der Klub an seinem Post-Lockdown-Etat. In gleichem Tempo entwickelt sich die Vervollständigung des Kaders. Dieses Vorgehen hatte Löwen-Geschäftsführer Christian Donbeck im Verlauf der letzten Wochen mehrmals bekräftigt. Dass Schwarz wesentlicher Bestandteil der Planungen ist, stand zu keiner Zeit infrage. Gespräche mit anderen Klubs bestätigt der Spieler zwar, er hätte einen Wechsel aber „nie ernsthaft“ in Betracht gezogen. Die Aufmerksamkeit der Konkurrenz sei bereits während der vergangenen Saison bis zu ihm durchgedrungen. „Es ist legitim, sich als Spieler umzuhören.“ Man weiß ja nie, was in Ermangelung eines gültigen Vertrags alles passiert. Rückblickend bestätigt Schwarz jedoch die Tendenz der Vorwochen: „Tölz war immer die oberste Priorität.“ Gespräche mit Kader-Konstrukteur Donbeck wären ausnahmslos positiv verlaufen. Der Geschäftsführer habe ihm stets signalisiert, trotz der schwierigen Situation auf ihn zu bauen. „Ich wusste, dass der Platz in der Mannschaft für mich freigehalten wird.“

Mit Schwarz’ Signatur nimmt die Defensive der Isarwinkler immer konkretere Formen an, sind mit Manuel Edfelder, Sasá Martinovic, Niki Heinzinger und Maxi Leitner bereits fünf Planstellen besetzt. Markus Eberhardt könnte das halbe Dutzend demnächst vollmachen, denn auch bei ihm stehen die Zeichen auf Verbleib. Ob gegebenenfalls eine der beiden offenen Kontingentstellen für die Abwehr ausgeschrieben wird, dürfte noch ein Weilchen unklar bleiben.

Schwarz freut sich indes auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Trainer Kevin Gaudet. „Er kann das Maximum aus einer Mannschaft herausholen“, lobt der 25-Jährige den Coach der Löwen. Der hält in identischer Diktion entgegen. „Andreas kann man in Über- und Unterzahl bringen, ist ein zuverlässiger Verteidiger, der keine Angst hat und unser bester Schussblocker ist.“ Er habe sich während der gesamten Runde verbessert. „Defensiv wie offensiv“, betont Gaudet, obgleich Schwarz zuletzt mit einer mageren Torausbeute vorliebnehmen musste. In den 52 Partien der Hauptrunde landete Schwarz lediglich einen Treffer (14 Assists). An diesem Manko möchte der Holzkirchner fortan feilen. Schließlich hält er nach insgesamt 209 Matches für die Gelb-Schwarzen bei stolzen 93 Scorerpunkten. Die primäre Zielsetzung des Blondschopfs ist aber eine andere: Zunächst abwarten, wie sich die übrigen Klubs personell aufstellen. Dann aber bestenfalls an „unserem Erfolg der vergangenen Saison anknüpfen.“

Der Löwen-Kader

Tor: Franzreb, Huwer. – Verteidigung: Edfelder, Heinzinger, Schwarz, Martinovic, Leitner. – Sturm: Sedlmayr, Dibelka, McNeely, Weller, Tosto, Ott. – Trainer: Kevin Gaudet, Florian Funk (Co-Trainer).

Auch das könnte Sie interessieren: Zwei Tölzer Talente wechseln nach Salzburg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare