Die Buam machten die Wild Wings mürbe

- VON HANS STAAR Bad Tölz - "Oh, wie ist das schön", sangen sie. Man musste nicht auf die Anzeigentafel blicken, um zu wissen, wer da gerade gewonnen hatte: Die Tölzer Buam. Mit bemerkenswerter Kampfmoral rang die Mannschaft von Axel Kammerer gestern die Schwenninger Wild Wings mit 5:2 nieder und ließ dem ersten Auswärtssieg vom Freitag in München nun den ersten Heimsieg folgen. Und wenn sich die Isarwinkler weiter in dieser Form präsentieren, war das nicht das Ende der Fahnenstange.<BR>

<P>Als die Tölzer Löwen Schwenningen vor Monatsfrist in einem Testspiel mit 8:4 besiegt hatten, tat man`s im Isarwinkel noch mit einem Schulterzucken ab. Na und? Die Schwarzwälder hatten sechs ihrer Besten einschließlich Torwart Rostislav Haas daheim gelassen. Doch wer hätte gedacht, dass die Buam auch mit den Wild Wings in Bestbesetzung im Punktspielbetrieb auf Augenhöhe verkehren können?<P>Es liegt am taktischen Konzept von Axel Kammerer, der die Marschroute exakt auf die Stärken (und Schwächen) zugeschnitten hat. "Mit vier Mann hinten drin und den Gegner zermürben", lautet die Vorgabe des Tölzer Trainers. Das Rezept hatte am Freitag in München prima funktioniert, und es ging auch gestern auf. Schon die erste Strafzeit gegen die Gäste nutzte Peter Gulda mit einem satten Weitschuss zur Tölzer 1:0-Führung. Und verdient war dieser Vorsprung allemal. Denn obwohl die Gäste optisch überlegen waren, hatte Tölz die besseren Chancen. Eine davon nutzte Benjamin Hecker zu einem weiteren Treffer. Schiri Daniel Piechatzek verweigerte dem Tor seine Anerkennung, schickte stattdessen den Schützen auf die Strafbank. "Hoher Stock" lautete sein Urteil. Eine Fehlentscheidung, wie die Videoaufzeichnung belegte. <P>Tölz ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen, und schon gar nicht vom zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand. Borzeckis Überzahltor gab den Hausherren den Glauben an die Siegchance zurück. Und während Schwenningen am einmal mehr überragenden Löwen-Schlussmann Mark Cavallin verzweifelte, schossen Kapitän Hoad, Hecker und Kruck einen nicht für möglich gehaltenen Sieg heraus. Kammerer attestierte seiner Mannschaft "ein überragendes und begeisterndes Spiel". Mit dieser Meinung stand der Löwen-Trainer nicht alleine.<P>Tölzer Löwen - Schwenninger Wild Wings 5:2 (1:0, 2:2, 2:0).<P>Tore: 1:0 (4:32) Gulda (Kruck, Rohner 5-4), 1:1 (23:59) Stramkowski (Zappe, Schulz), 1:2 (28:29) Frosch (5:3), 2:2 (30:34) Borzecki (Hoad, Harmer 5-3), 3:2 (39:44) Hoad (Harmer, Borzecki 5-4), 4:2 (51:32) Hecker (Stevens), 5:2 (57:53) Kruck (Rohner, ENG, 4-6). - Zuschauer: 1638. - Schiedsrichter: Piechatzek (Ottobrunn). - Strafminuten: Bad Tölz 20, Schwenningen 18 + 10 (Vasicek).<P>

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