Erster Einsatz im Tölzer Trikot: Mario Lamoureux (li. noch im Dresdner Dress) gibt gegen Freiburg seine Premiere für die Löwen. Trainer Kevin Gaudet setzt allerdings noch keine allzu hohe Erwartungen in den US-Amerikaner.
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Erster Einsatz im Tölzer Trikot: Mario Lamoureux (li. noch im Dresdner Dress) gibt gegen Freiburg seine Premiere für die Löwen. Trainer Kevin Gaudet setzt allerdings noch keine allzu hohe Erwartungen in den US-Amerikaner.

EISHOCKEY - DEL 2

Das härteste Spiel des neuen Jahres

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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Löwen-Coach Kevin Gaudet rechnet mit anderem Charakter im Rückspiel am Dienstag in Freiburg. Erstmals zum Einsatz kommt Neuzugang Mario Lamoureux

Bad Tölz – Zehn Spiele in den vergangenen vier Wochen stecken den Tölzer Löwen in den Beinen. Trotzdem machen sie nicht den Eindruck, als kämen sie komplett auf dem Zahnfleisch daher. Kevin Gaudet hat eine Erklärung: „Sie sind fleißig, halten sich auch neben dem Eis fit, aber vor allem“, sagt der Tölzer Trainer, „haben sie Spaß am Eishockey und wollen Wege finden, jedes Spiel zu gewinnen. Das ist der Schlüssel.“ Und so ist der Deutsch-Kanadier zuversichtlich, dass die Tölzer auch im zweiten direkt aufeinanderfolgenden Vergleich mit den Wölfen Freiburg (Dienstag, 19.30 Uhr, Echte Helden Arena Freiburg) eine Rolle spielen werden.

Aber fest steht für ihn auch: „Das wird ein ganz anderes Spiel als das am Freitag.“ Da setzten sich die Löwen recht souverän mit 4:2 durch. Zweimal der gleiche Sieger bei zweimal dem gleichen Gegner sei im Eishockey selten. „Und Freiburg wird auf Wiedergutmachung aus sein, sie sind wieder komplett, das wird das härteste Spiel des Jahres.“

Zumal die Löwen weiter auf zwei Verletzte und zwei Corona-Reconvaleszenten verzichten müssen. Immerhin läuft Mario Lamoureux erstmals auf. Doch vom US-amerikanischen Ersatz für Tyler McNeely erwartet Gaudet noch nicht allzu viel: „Er war lange weg vom Eis, da geht schnell das Gefühl verloren.“ Er setzt ihn in den zweiten Sturm neben Luca Tosto und Lubor Dibelka. Manuel Edfelder komplettiert den dritten Angriff mit Philipp Schlager und Oliver Ott.

Die Freiburger haben bereits am Sonntag mit einem souveränen 6:1-Sieg gegen die Lausitzer Füchse eindrucksvoll klargestellt, dass sie den zweiten Tabellenplatz nach der Pleite in Tölz behalten wollen. Allerdings haben die Löwen den Vorteil, dass sie am Sonntag spielfrei hatten, nachdem die Partie in Bad Nauheim corona-bedingt gestrichen wurde. „Die Pause tut uns gut“, stellt Gaudet klar. „Aber die Aufgabe wird schwer.“

Eine ähnliche starke Verteidigung wie am Freitag, als die Tölzer die 4:1-Führung souverän runterspielten, sieht der Coach als essentiell für einen weiteren Erfolg an: „Die Verteidigung ist der Schlüssel. Schließlich wollen wir schon versuchen, Anschluss an die Top-Drei zu halten.“ Einen großen Anteil am Tölzer Höhenflug macht Gaudet an den jungen Spielern fest – trotz des einen oder anderen Fehlers.

Schnitzer aller Art haben seine Schützlinge in Freiburg zu minimieren, und zwar von Beginn an: „Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein.“ Waren am Freitag noch bei den Freiburgern die Busbeine zu spüren, haben diesmal die Löwen sechs Stunden Fahrt hinter sich. „Es wird entscheidend sein, dass wir gleich im ersten Drittel Gas geben und möglichst in Führung gehen“, fordert Gaudet. Und erneut wird die Fitness der Tölzer Löwen auf die Probe gestellt.

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