„Nicht 100-prozentig da“: Möglicherweise hatten die Tölzer Löwen den SC Riessersee etwas unterschätzt, den sie am Freitag noch 9:1 abgefieselt hatten. Hier enteilt Philipp Wachter (li.) dem Tölzer Tyler McNeely. Foto: Oliver RAbuser

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Leistungsabfall bei 4:6-Niederlage

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4:6-Niederlage: Tölzer Löwen im Derby-Rückspiel in Garmisch deutlich schwächer als bei 9:1-Kantersieg am Freitag. 

Garmisch-Partenkirchen/Bad Tölz– Dem Schützenfest folgte die Ernüchterung: Bei der 4:6-Niederlage in Garmisch-Partenkirchen konnten die Tölzer Löwen gestern allenfalls im ersten Drittel an die Leistung von Freitag anknüpfen. „Wir hätten schlauer sein müssen“, kommentierte Kevin Gaudet die gelungene Revanche des Erzrivalen.

Zugegeben: Mit der Mannschaft, die sich 1:9 abschießen ließ, hatte die Aufstellung des SCR wenig gemein. Vom Kooperationspartner EHC München wurde ein Quartett an Förderlizenzspielen an die Alpspitze beordert, darunter DEL-Stammkraft Andi Eder aus Miesbach, oder der flinke Justin Schütz, ausgebildet in der Salzburger Nachwuchsschmiede. Dieser Block spielte geschlossen zusammen und bereiteten den Tölzern über die gesamte Spieldauer massive Schwierigkeiten.

Gaudets Spieler waren nicht bereit, das läuferische Investment den Gegebenheiten anzupassen. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Tölz kassierte zwei Shorthander und ebenso viele Nachschusstore. Dabei war das erste Spieldrittel durchaus nach dem Gusto des Trainers. „Wir hatten die Kontrolle“, urteilte Gaudet. Christoph Kiefersauer und Stefan Reiter schossen bei einem Gegentor von John-Jason Peterka die 2:1-Führung heraus. Timo Gams schied derweil mit Schulterverletzung aus. Der Mimik des Spielers nach mehr eine Vorsichtsmaßnahme. Markus Eberhardt fehlte indes wegen einer noch nicht näher diagnostizierten Oberkörperverletzung.

Mit dem nachlassenden Engagement der Tölzer hatten die Ausfälle nichts zu tun. Sein Team habe „defensiv den Kopf verloren“. Gaudet präzisierte: „Die meisten Gegentore waren schlecht verteidigt.“ Deren Zustandekommen habe bewiesen, dass „wir nicht 100-prozentig da waren“. Im Gegensatz zum SCR. „War doch klar, dass die nach dem Ergebnis vom Freitag mit 120 Prozent daherkommen“, lächelte der 55-Jährige etwas gequält ob der Naivität seines Teams. Abermals Reiter und Marco Pfleger glichen den zweimaligen SCR-Vorsprung noch aus. Zudem vergab Kiefersauer einen Drei auf Null-Break.

Im Schlussabschnitt aber passten weder Ordnung noch Motivation. Die Tölzer Abwehr ließ sich mit Unsicherheiten infizieren, traf eine Reihe falscher Entscheidungen. Riessersee hingegen zeigte Leidenschaft, wurde immer mutiger. Christoph Frankenberg gelang der fünfte Treffer, Silvan Heiß entschied die Partie in der Schlussphase endgültig. Gaudets Fazit: „Wir können das als Lehre nutzen.“

Kommenden Freitag sind die Löwen Gastgeber für Ligakonkurrent ESV Kaufbeuren.

SC Riessersee - Tölzer Löwen 6:4 (1:2, 3:1, 2:1)

Tore: 0:1 (2:40) Kiefersauer, 1:1 (8:38) Peterka (5-4), 1:2 (17:20) Reiter (Schlager, Schwarz, 4-5), 2:2 (27:15) Schütz (Eder, 4-5), 3:2 (33:21) Eder (Schütz, Quaas), 3:3 (33:52) Reiter (Mc Neely), 4:3 (39:49) Quaas (Schütz, Maurer), 4:4 (47:37) Pfleger, 5:4 (52:41) Frankenberg (Eder, Schütz, 4-5), 6:4 54:55) Heiß (Eder, Peterka), – Schiedsrichter: Daniel Kannengießer (Rosenheim), – Zuschauer: 1500.

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