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Hängt sich im Derby wieder für die Löwen rein: Allrounder Hannes Huß (re.) aus Sachsenkam kehrt kurzzeitig zu den Tölzern zurück und kommt gegen Riessersee in der Verteidigung zum Einsatz. 

Eishockey: DEL 2

Derby: Das Spiel der Tölzer Löwen gegen Riessersee im Live-Ticker

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Die Scheibe laufen lassen und selbst unermüdlich laufen: Das hält Löwen-Trainer Rick Boehm für entscheidend, um eine Siegchance im Derby gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee zu haben.

Bad Tölz – Volles Haus, ein starker Gegner, Tabellenletzter gegen den Überraschungs-Zweiten der DEL 2: Die Löwen bekommen es beim Derby (heute, 19.30 Uhr, Tölzer Eisstadion) mit einer geballten Garmischer Offensiv-Macht zu tun. Hohes Tempo ist programmiert. „Druck wird zum Dauerzustand“, ist sich Trainer Rick Boehm sicher. Um dagegen zu halten, sei diesmal nicht nur die Defensiv-Arbeit essenziell. „Sondern wir müssen aktiv sein, viel laufen und auch die Scheibe laufen lassen.“ Klappt das, geht Boehm von einem engen Spiel aus – anders als die bisherigen drei Derbys, die jeweils der Gastgeber klar für sich entschied.

Die Voraussetzungen sprechen klar gegen die Tölzer, die nun auch noch Tabellenletzter sind: Schlusslicht Bayreuth hat drei Punkte dazubekommen, weil Crimmitschau beim 9:5 gegen die Oberfranken einen nicht lizenzierten Spieler eingesetzt hat. Außerdem bekommen die Löwen wesentlich mehr Tore als Garmisch, haben weniger geschossen. Gerade Letzteres war zuletzt gegen Crimmitschau ein Problem. Durch etliche verpasste Chancen brachten sie sich um den möglichen Sieg. „Trotzdem ist es besser, Chancen zu versemmeln, als gar keine zu haben“, meint Boehm.

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Defensiv sind die Löwen mittlerweile nicht mehr so anfällig wie noch 2017. Doch die eigene Offensive ist stark geschwächt. Philipp Schlager war während der Woche grippig, Boehm hofft auf rechtzeitige Genesung. Doch nun fällt der nächste Löwen-Spieler mit einem Kreuzbandriss aus. Dominik Walleitner zog sich die Verletzung beim Spiel gegen Crimmitschau zu, wurde bereits erfolgreich operiert, muss aber monatelang pausieren. Für ihn springt Tom Horschel im vierten Sturm ein. Marcel Rodman fehlt wegen einer Innenbandverletzung, hat aber noch Hoffnung auf die Teilnahme bei Olympia für Slowenien. Chris St. Jacques kann wegen einer Antibiotika-Behandlung frühestens kommende Woche wieder spielen. Dafür gibt Joonas Vihko sein Comeback nach einer tiefen Schnittwunde an der Wade. Er hat nach sechs Wochen Spielpause noch einen Rückstand aufzuholen, machte aber im Training schon einen guten Eindruck, sagt Boehm. Außerdem kann er auf Johannes Huß zurückgreifen (siehe Kasten), den er in der dritten Verteidigung mit Christian Kolacny einsetzt.

Beim SC Riessersee gilt es vor allem die Topscorer Richard Mueller, Andreas Driendl und Lubor Dibelka im Auge zu behalten, die es zusammen auf 156 Punkte gebracht haben. Boehm setzt aber auf die Ausgeglichenheit der Liga – „es kann jeder jeden schlagen“ – und auf die eigenen Gesetze im Duell der Oberland-Rivalen: Die Vorzeichen vor dem ersten Heimderby standen ebenfalls auf einen Garmischer Sieg. Ergebnis damals: 7:3 für die Tölzer Löwen.

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